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Gebetswoche für die Einheit der Christen beendet

Papst zu Ökumene: Wir stehen gemeinsam am Roten Meer

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Papst Franziskus schaut nach oben.
Vatikanstadt - Papst Franziskus fordert eine vertiefte ökumenische Spiritualität und sagt: Christen stehen weltweit vor den gleichen Herausforderungen - bis hin zur Verfolgung aus religiösen Motiven.

Zum Abschluss der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen hat Papst Franziskus in Rom eine vertiefte ökumenische Spiritualität gefordert. "Wenn wir im spirituellen Leben reifen, verstehen wir immer besser, dass die Gnade uns gemeinsam mit den anderen erreicht und mit den anderen zu teilen ist", sagte er am Donnerstag anlässlich eines ökumenischen Abendgebets in der Kirche Sankt Paul vor den Mauern. Diese Erfahrung sei es gewesen, die die Fortschritte in der Ökumene ermöglicht habe, so der Papst. "Im vergangenen Jahrhundert haben wir endlich verstanden, dass wir gemeinsam am Ufer des Roten Meeres stehen", erklärte er mit Blick auf die biblische Erzählung vom Auszug der Israeliten aus Ägypten.

Christen verschiedener Konfessionen müssten stets gemeinsam die Erinnerung daran bewahren, was Gott in ihnen bewirkt habe, sagt Franziskus weiter. "Wenn wir diese Erinnerung wiederbeleben, können wir uns gegenseitig unterstützen und, nur bewaffnet mit Jesus und der süßen Kraft seines Evangeliums, jeder Herausforderung mit Mut und Hoffnung entgegentreten."

Zugleich forderte der Papst ein gemeinsames Engagement der verschiedenen christlichen Konfessionen mit Vertretern anderer Religionen gegen Armut, Hunger, Krieg und Menschenhandel. Sie alle stünden in der heutigen Welt den gleichen Herausforderungen gegenüber. Auch unter Verfolgung aus religiösen Motiven litten die Christen verschiedener Konfessionen gemeinsam, so der Papst. Ihre Märtyrer bildeten eine "Ökumene des Blutes".

Eine Ehre für den deutschen Pfarrer

An dem traditionellen gemeinsamen Abendgebet nahmen unter anderen Vertreter des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel und der anglikanischen Kirche sowie eine evangelisch-lutherische Delegation aus Finnland teil.

Kurz vor dem Schlusssegen erwies Franziskus dem scheidenden Pfarrer der deutschen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Rom, Jens-Martin Kruse, eine besondere Ehre. Er rief Kruse zu sich und sagte: "Unser Bruder, der lutherische Pastor in Rom, verabschiedet sich nach zehn Jahren, um eine neue Arbeit in Hamburg zu beginnen. Ich habe ihn gebeten, zu kommen und auch uns allen seinen Segen zu geben."

Die 51. Gebetswoche für die Einheit der Christen stand unter dem biblischen Motto "Deine rechte Hand, Herr, ist herrlich an Stärke". Vorbereitet wurde sie von den christlichen Kirchen in der Karibik. (tja)

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