Papstbesuch in Spanien führte zu fast 140 Millionen Euro Wertschöpfung
Der Papstbesuch in Spanien war für das Land ein großer wirtschaftlicher Erfolg: Laut der Wirtschaftsberatung "EY" hat der einwöchige Besuch Papst Leos XIV. im Juni zur 139,48 Millionen Euro zur Bruttowertschöpfung des Landes beigetragen, teilte die Spanische Bischofskonferenz mit. Außerdem seien im Zusammenhang mit dem Besuch 3.080 Vollzeitstellen entstanden. "Auch wenn das große Vermächtnis in den spirituellen Errungenschaften liegt, hat die Reise doch auch in wirtschaftlicher Hinsicht deutliche Spuren hinterlassen", betonten die Bischöfe.
Der Beitrag zur Bruttowertschöpfung wurde von der Wirtschaftsberatung auf Grundlage der Teilnehmendenzahlen und den mit der Teilnahme verbundenen Ausgaben für Dienstleistungen und Konsum errechnet. Papst Leo XIV. hatte vom 6. bis 12 Juni in Madrid, Barcelona, Gran Canaria und Teneriffa Station gemacht. Nach Angaben der Spanischen Bischofskonferenz haben insgesamt 2,3 Millionen Menschen an den verschiedenen Veranstaltungen mit dem Papst teilgenommen. Insgesamt 18.225 Ehrenamtliche wirkten dabei mit, die knapp 800.000 Stunden Arbeit einbrachten.
Glaubensereignisse für gesamte Gesellschaft positiv
Nicht nur die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen waren positiv: Das Ziel, den Besuch ohne ein finanzielles Defizit zu gestalten, konnte die spanische Kirche erreichen. Ausgaben in Höhe von knapp 29,5 Millionen Euro konnten zu einem großen Teil durch Spenden und Zuwendungen der öffentlichen Hand gedeckt werden. Aus kirchlichen Mitteln wurden 9,1 Millionen Euro für den Besuch aufgewendet. Mit 45 Prozent machen die Einnahmen aus Spenden von Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Stiftungen den größten Teil der Einnahmen aus, weitere 4 Prozent stammen aus Spenden von Einzelpersonen. Staatliche Stellen steuerten mit knapp 5,9 Millionen Euro etwa 20 Prozent des Budgets bei.
Das Fazit der Bischofskonferenz fällt daher positiv aus: "Letztendlich hat die Reise von Papst Leo XIV. nach Spanien die Wechselbeziehung zwischen der religiösen Dimension, der wirtschaftlichen Aktivität und der sozialen Organisation deutlich gemacht und gezeigt, wie sich ein groß angelegtes Glaubensereignis auf das gesamte Gebiet auswirken kann, das es beherbergt." Schon im Juli hatte eine erste Studie die positiven wirtschaftlichen Effekte für Teneriffa gezeigt. Zu einer zusätzlichen Wertschöpfung in Höhe von 5,7 Millionen Euro sei eine beträchtliche Steigerung des Images der Urlaubsinsel gekommen. Messbar seien auch positive Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt in der Bevölkerung.