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Jesuit Antonio Spadaro über die Kirche als "Feldlazarett"

Papstvertrauter widerspricht Kardinal Müller

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Papst Franziskus im Gespräch mit dem Jesuitenpater Antonio Spadaro.
Rom - Sollte die Kirche "Feldlazarett" (Franziskus) oder doch lieber "Silicon Valley" (Kardinal Müller) sein? Der Jesuit Antonio Spadaro nahm die aktuelle Papstreise zum Anlass, die Frage zu beantworten.

Ein enger Vertrauter von Papst Franziskus hat die Kritik von Kardinal Gerhard Ludwig Müller an dessen Amtsführung zurückgewiesen. Der italienische Jesuit Antonio Spadaro wandte sich gegen Müllers Aussage, die von Franziskus ausgerufene Phase der Kirche als "Feldlazarett" sollte nun zugunsten einer Kirche als "Silicon Valley" überwunden werden.

In einem Tweet von Sonntagabend schrieb Spadaro in offensichtlicher Anspielung auf Müllers Aussage: Die Reise des Papstes nach Myanmar zeige nachdrücklich, dass die Kirche "ihrer Natur nach und nicht nur vorübergehend ein Feldlazarett" sei. Spadaro ist Chefredakteur der italienischen Jesuiten-Zeitschrift "Civilta Cattolica". Er begleitet den Papst auf allen Auslandsreisen, ist regelmäßiger Interviewpartner und enger Vertrauter von Franziskus.

Möglicherweise fühlte sich der Journalist Spadaro auch selbst von Müllers Kritik angesprochen. Der deutsche Kardinal hatte in dem Interview gesagt, die "Volkstheologie einiger Monsignori" genüge ebenso wenig wie die "zu journalistische Theologie anderer". Nötig sei auch Theologie "auf akademischem Niveau".

Müller hatte in dem Interview weiter erklärt, das Konzept der Kirche als Feldlazarett sei zwar eine große Eingebung des Papstes gewesen. Der Krieg des heutigen Menschen gegen "die natürlichen und übernatürlichen Güter", der dieses Konzept erst nötig gemacht habe, sollte jedoch zu den Akten gelegt werden. (tja)

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