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Haftrichterin berfragt Nunzio Scarano drei Stunden lang

Scarano beteuert Unschuld

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Ein Porträtfoto des vatikanischen Prälaten Nunzio Scarano.
Rom - Der unter Korruptionsverdacht festgenommene hochrangige Vatikan-Geistliche Nunzio Scarano hat in einer Vernehmung erneut seine Unschuld beteuert. In der rund dreistündigen Befragung vor einer Haftrichterin am Montag in Rom beantragten seine Anwälte zudem seine Entlassung aus der Untersuchungshaft und Hausarrest für den Geistlichen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Scarano gehe es schlecht, "er ist sehr erschöpft und schläft schlecht". Er wolle zu Hause auf die Entscheidung über sein Schicksal warten.

Baldige Entscheidung über Hausarrest

Dem früheren Mitarbeiter der Vermögensverwaltung des Heiligen Stuhls werden Korruption, Betrug und Verleumdung vorgeworfen. Der Süditaliener war am Freitag im Zuge der Ermittlungen um die skandalträchtige Vatikanbank festgenommen worden. Er soll einen ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter damit beauftragt haben, 20 Millionen Euro Bargeld in einem Privatjet aus der Schweiz nach Italien zu bringen.

Die Richterin soll bis Dienstag über seinen Antrag auf Hausarrest entscheiden. Scarano habe "alle ihm möglichen Erklärungen gegeben, ehrlich und loyal mit den Richtern zusammengearbeitet", sagten die Anwälte. Er selbst bezeichnete sich erneut als unschuldig, er habe nur Freunden einen Gefallen tun wollen. (dpa)

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