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Zum "Weltgebetstag für geistliche Berufungen" weiht der Papst 13 Priester

Seid barmherzig!

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Papst Franziskus winkend vor dem Petersdom.
Vatikanstadt - Zum "Weltgebetstag für geistliche Berufungen" hat Papst Franziskus Barmherzigkeit im Priesteramt angemahnt und im Petersdom 13 neue Priester geweiht . Während eines festlichen Gottesdienstes spendete er Diakonen aus Italien, Pakistan, Vietnam, Korea, Brasilien, Chile, Venezuela und Ecuador das Sakrament.

Nach Angaben von Radio Vatikan war auch ein Deutscher Mann darunter. Elf der neuen Priester, die in einem römischen Kolleg wohnen, hatte Franziskus bereits Ende April im vatikanischen Gästehaus Santa Marta empfangen, um sie persönlich kennenzulernen.

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Jesus als 'schlechtes' Vorbild

In seiner Predigt rief der Papst sie dazu auf, barmherzig zu sein. "Seid ebenso fähig wie der Herr, zu vergeben – er ist nicht gekommen, um zu verdammen, sondern um zu vergeben", mahnte er. Priester bräuchten keine Bedenken haben, dass sie zu viel vergeben würden. Wenn sie diesen Eindruck hätten, sollten sie sich an jenen Priester erinnern, der gebetet habe: "Herr, vergib mir, wenn ich zu viel vergeben habe, aber du warst es, der mir dieses schlechte Vorbild gegeben hat".

Barmherzigkeit sollen Geistliche nach dem Wunsch Franziskus' auch beim Sakrament der Buße zeigen: "Ich sage euch: Wirklich, es schmerzt mich so sehr, wenn ich Menschen treffe, die nicht mehr zur Beichte gehen, weil man sie schlecht behandelt und ausgeschimpft hat. Sie haben gespürt, wie sich die Tore der Kirche vor ihnen schlossen", zitiert Radio Vatikan das Kirchenoberhaupt. Priester sollten nicht als "Herren der Glaubenslehre" auftreten. Die Glaubenslehre sei nicht ihre Lehre, sondern die Lehre Gottes.

Geistliche Berufungen unterstützen

Beim sonntäglichen Gebet auf dem Petersplatz rief Franziskus zudem Gläubige, Familien, Pfarreien und geistliche Bewegungen dazu auf, junge Männer, die Priester werden wollten, mit "Überlegung und Überzeugung" zu unterstützen. Andernfalls drohe die Stimme Gottes im Stimmengewirr der heutigen Gesellschaft unterzugehen, so Franziskus. Er äußerte die Hoffnung, dass möglicherweise auch unter den Zuhörern auf dem Petersplatz jemand sei, der eine geistliche Berufung in sich verspüre.

Ich bitte euch: Helft uns, gute Hirten zu sein!

Papst Franziskus

Doch auch die geweihten Priester brauchten die Unterstützung der Gläubigen: "Ich bitte euch: Helft uns, gute Hirten zu sein!", erklärte der Papst. Der Heilige Caesarius von Arles, einer der frühen Kirchenväter, habe einmal das Verhältnis von Hirten und Gläubigen mit dem von Kuh und Kalb verglichen. Das Kalb reibe seine Nase am Muttertier, um nach Milch zu fragen. Ähnlich sollten laut Caesarius die Gläubigen immer an das Herz der Hirten appellieren, damit sie ihnen die Milch der Lehre, der Gnade und der geistlichen Führung geben. Dieses Bild übernahm Franziskus für sich: "Ich bitte euch also: Belästigt eure Hirten, stört sie, stört uns Hirten alle, damit wir euch diese Milch geben", erklärt er.

Der jährliche "Weltgebetstag für geistliche Berufungen" soll dazu beitragen, dass sich mehr junge Männer für das Priesteramt entscheiden. Vor allem in westlichen Ländern ist die Zahl der Priesteramtskandidaten in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Der Tag fällt stets auf den "Sonntag des guten Hirten". (gho/KNA/Radio Vatikan)

Dossier: Sakrament der Weihe

Das Sakrament der Weihe ist in der katholischen Kirche in drei Stufen gegliedert: die Diakon-, die Priester- und die Bischofsweihe. Gewöhnlich findet die Weihe in der Kathedrale einer Diözese statt. Der Geweihte gibt die christliche Botschaft weiter und spendet die Sakramente.

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