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Erzbischof Zollitsch feiert Dankgottesdienst für Benedikt XVI. in Rom

"Sich selbst treu geblieben"

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Erzbischof Robert Zollitsch
Rom - Als Person, die "sich selbst so treu geblieben ist, wie selten ein Mensch – einfach, weil er Christus und seiner Botschaft treu geblieben ist", hat Erzbischof Robert Zollitsch, den scheidenden Papst gewürdigt. Mit mehreren hundert Pilgern feierte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Mittwochnachmittag in der römischen Kirche Santa Maria in Traspontina einen Dankgottesdienst für Benedikt XVI.

In seiner Predigt ging Zollitsch auf die großen Herausforderungen für das Papstamt im 21. Jahrhundert ein. Benedikt XVI. habe sich auf dem Stuhl Petri in einer Epoche befunden, die einerseits von großen gesellschaftlichen Umwälzungen und enormen wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen, andererseits aber auch durch ein noch nie da gewesenes Zusammenrücken der Menschheitsfamilie geprägt sei.

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Entscheidend sei es für den Papst gewesen, stets als "demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn" zu wirken, der sich von Christus selbst geführt und geleitet wisse, so der Erzbischof von Freiburg. Als großer Theologe sei Benedikt XVI. stets vom Zweiten Vatikanischen Konzil geprägt gewesen.

"Wie viel Widerspruch, Ablehnung, Verständnislosigkeit und Desinteresse unser Glaube derzeit erfährt, war auch Papst Benedikt XVI. bestens vertraut; auch die Versuche, den Glauben ins Private zurückzudrängen, und nicht zuletzt die schrecklichen Christenverfolgungen in vielen Ländern der Erde", so Zollitsch weiter.

Benedikt XVI. habe es jedoch verstanden, der "markante Fels in der mitunter stürmischen Brandung des Zeitgeistes zu sein", und zwar nicht zuletzt deshalb, weil es ihm immer wieder gelungen sei, "die Worte der Heiligen Schrift ins Hier und Heute zu übersetzen."

Erzbischof Zollitsch zeigte sich dankbar für den persönlichen Kontakt mit Benedikt XVI., der ihm stets mit einer Haltung der Aufmerksamkeit und Wertschätzung begegnet sei. In seiner Wahl zum Papst im April 2005 Benedikt XVI. den Ratschluss Gottes erkannt und sein Amt als "Dienst am Dienst der Anderen in unserer Gemeinschaft des Glaubens" gesehen. (meu)

Link: Die Predigt von Erzbischof Zollitsch im Wortlauf

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