Slowenische Präsidentin spricht von möglichem Papstbesuch im Land
Papst Leo XIV. hat nach Angaben von Staatspräsidentin Natasa Pirc Musar einen Slowenien-Besuch innerhalb der nächsten beiden Jahre zugesagt. Sie habe dem Papst eine offizielle Einladung ausgesprochen, erklärte Pirc Musar laut der Nachrichtenagentur STA nach ihrer Audienz bei Leo XIV. am Montag. Dieser habe zugesagt, das Land bereisen zu wollen. Eine Bestätigung vom Vatikan liegt nicht vor.
Die Präsidentin habe darauf hingewiesen, dass der erste Papstbesuch in Slowenien 30 Jahre zurückliege. 1996 war Papst Johannes Paul II. (1978–2005) zum ersten Mal dort, 1999 ein weiteres Mal. Im nächsten Jahr begehen Slowenien und der Heilige Stuhl zudem den 35. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. "Es gibt also eine ganze Reihe von Gründen für Papst Leo XIV., zu kommen, und er hat mir versprochen, dass er kommen wird", sagte Pirc Musar.
Keine Bestätigung, offene Details
"Ein Papstbesuch ist immer ein außergewöhnliches Ereignis, nicht nur für die katholische Kirche, sondern für das ganze Land und die gesamte Gesellschaft", sagte Sloweniens Bischofskonferenz-Vorsitzender Andrej Saje dem katholischen Portal "Druzina". Der Bischof von Nove Mesto sprach von einer spirituellen Chance, den Blick auf das zu richten, was im Leben wirklich wichtig sei. Für konkrete Vorbereitungen sei es indes noch zu früh. "Wir haben noch keinen bestätigten Termin, und wir kennen auch noch nicht die Rahmenbedingungen und das Programm eines möglichen Besuchs."
Die Audienz für Pirc Musar folgte nur knapp drei Wochen nach einer Begegnung des Papstes mit Sloweniens Ministerpräsident Janez Jansa. Auch Außenminister Tone Kajzer hatte den Vatikan im September besucht. Im Januar hatten die slowenischen Bischöfe einen turnusgemäßen Besuch in Rom absolviert.
Abkommen seit 2004
Die slowenische Regierung plant nach Angaben von Jansa, das Abkommen zwischen beiden Ländern zu erweitern. Es wurde vor 25 Jahren ausgehandelt und trat 2004 in Kraft. Der Vatikan setzt sich etwa dafür ein, die seelsorgerische Betreuung von Soldaten und Polizisten über ein Militärordinariat festzuschreiben.