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Papst Franziskus soll persönlich interveniert haben

Spekulationen um Entlassung von Vatikan-Mitarbeiter

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Vatikanstadt - Dieses Vorgehen ist auch im Vatikan sehr ungewöhnlich: Franziskus soll persönlich interveniert haben, um einen ranghohen Mitarbeiter zu entlassen. Medien haben schon eine Idee, was der Grund dafür sein könnte.

Ein ranghoher Schweizer Angestellter im Vatikan soll laut italienischen Medienberichten auf persönliche Intervention von Papst Franziskus hin entlassen worden sein. Es handle sich um Eugene Hasler, Sekretär von Bischof Fernando Vergez Alzaga, dem zweiten Mann im Governatorat des Vatikanstaats, berichteten Onlinemedien am Donnerstag. Motiv für das ungewöhnliche päpstliche Eingreifen sollen interne Spannungen gewesen sein. Teils ist von einem autoritären Stil Haslers die Rede. Der Laie Eugene Hasler ist der Sohn des früheren Majors der Schweizergarde, Peter Hasler. Sein Vater diente 42 Jahre in der päpstlichen Wachtruppe.

Noch kein Entlassungsschreiben?

Der Vatikan bestätigte das Ausscheiden Haslers. Zu den näheren Umständen wollte sich Vatikansprecher Greg Burke nicht äußern. Hasler arbeite seit einer Woche nicht mehr im Vatikan, so Burke. Haslers Mutter Maria Michela Petti teilte unterdessen laut den Berichten mit, dass ihr Sohn bislang noch kein Entlassungsschreiben erhalten habe.

Das Governatorat ist für die Infrastruktur des Vatikanstaats verantwortlich, von der Post bis zur Gärtnerei. Oft wird es als die Regierung des kleinsten Staates der Welt bezeichnet. An seiner Spitze steht der italienische Kardinal Giuseppe Bertello. Der spanische Bischof Vergez, der unmittelbare Vorgesetzte von Hasler, ist als Generalsekretär eine Art stellvertretender Regierungschef. (KNA)

Das Governatorat des Vatikanstaats im Schatten des Petersdoms.
Das Gouvernatorat des Vatikanstaats im Schatten des Petersdomes.
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