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Inoffizielle Bestätigung durch Vatikan-Sprecher Lombardi

Vatikan: Kardinal Pell bleibt weiter im Amt

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Der australische Kurienkardinal George Pell war von 2001 bis 2014 Erzbischof von Sydney.
Vatikanstadt - Wegen seiner Amtsführung ist Kardinal George Pell in Teilen der römischen Kurie umstritten. Dennoch bestätigte der Vatikan nun inoffiziell, dass er über seinen 75. Geburtstag hinaus im Amt bleibt.

Franziskus habe anlässlich eines Besuchs der Behörde jüngst gesagt, dass Pell seine Arbeit fortsetze, sagte Sprecher Federico Lombardi am Mittwoch vor Journalisten im Vatikan. Auf die Frage nach dem Verbleib Pells wies er zudem darauf hin, dass der Vatikan eine solche Verlängerung des Mandats in der Regel nicht formell mitteile.

In den vergangenen Wochen hatte es Spekulationen über ein Ausscheiden Pells gegeben. Leiter vatikanischer Behörden müssen nach dem Kirchenrecht dem Papst mit Vollendung des 75. Lebensjahrs ihren Rücktritt anbieten. In der Regel belässt er sie zwei bis drei weitere Jahre im Amt.

Pell, vormals Erzbischof von Sydney, wurde am Mittwoch 75. Jahre alt. Seit 2014 leitet er das neu errichtete vatikanische Wirtschaftssekretariat. Kritiker in der Kurie werfen Pell eigenmächtiges Handeln und mangelnde Abstimmung mit den übrigen Behördenleitern im Vatikan vor. In italienischen Medien gab es wiederholt Berichte, die Pell in einem schlechten Licht erscheinen ließen und die offenbar auf Informationen von Kritikern im Vatikan beruhten.

Pell ist zudem einer der profiliertesten Vertreter des konservativen Flügels im Kardinalskollegium. Während der Bischofssynoden über Ehe und Familie war er ein Wortführer der Reformgegner. (KNA)

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