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Gendarmerie-Kommandant und Vatikan-Innenminister zur aktuellen Lage

Vatikan: Keine Anschlagsdrohungen gegen Papst

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Polizisten sichern den Petersplatz während des Konklaves im Vatikan.
Rom - Für einen möglichen Anschlag auf Papst Franziskus liegen derzeit nach Aussage des vatikanischen Sicherheitschefs keine konkreten Hinweise vor. Es gebe aber eine allgemeine Bedrohung, sagte der Kommandant der vatikanischen Gendarmerie, Domenico Giani.

Nach den Anschlägen von Paris und einer Warnung des US-Geheimdienstes FBI vor islamistischen Terrorakten in Italien waren die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Vatikan weiter verstärkt worden. In einem Dokument, das der FBI den italienischen Sicherheitskräften übermittelt hat, ist nach Angaben des römischen Präfekten Franco Gabrielli von einer "Kathedrale von Sankt Petersburg" in Rom die Rede. Damit sei offenbar der Petersdom gemeint.

Erzbischof Becciu: "Wir sind uns der Gefahren bewusst"

Der vatikanische Innenminister, Erzbischof Angelo Becciu, bekräftigte unterdessen, dass der Vatikan auch nach den Anschlägen von Paris ohne Abstriche am Heiligen Jahr der Barmherzigkeit festhalten wolle. Man habe zu keinem Zeitpunkt eine Absage erwogen, sagte er der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" (Samstag).

"Natürlich gibt es Besorgnis, es wäre unverantwortlich sie nicht zu haben, wir sind uns der Gefahren bewusst", so Becciu weiter. "Aber wir bereiten uns zugleich darauf vor, die Situation mit Ruhe zu meistern und sind bereit mit Freude und Vertrauen weiterzugehen". Das Heilige Jahr beginnt am 8. Dezember. In seinem Verlauf werden mehrere Millionen zusätzliche Pilger in Rom erwartet. (KNA)

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