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Pontifex nimmt sich "die deutschen Sorgen sehr zu Herzen"

Vatikanbotschafter: Papst Leo XIV. beobachtet deutsche Kirche genau

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Berlin - Vatikanbotschafter Bruno Kahl berichtet von großem Interesse des Papstes an Deutschland. Leo XIV. nehme deutsche Sorgen sehr ernst und verfolge die kirchlichen Entwicklungen aufmerksam. Auch zu den Spannungen mit Rom äußert er sich.

Der deutsche Botschafter beim Heiligen Stuhl, Bruno Kahl, hat Papst Leo XIV. ein besonderes Interesse an den kirchlichen Entwicklungen in Deutschland bescheinigt. Papst Leo XIV. nehme sich "die deutschen Sorgen sehr zu Herzen" und widme ihnen "hochrangige Wahrnehmung", sagte Kahl laut einem Bericht der "Südwest Presse" bei einer Veranstaltung im Schwarzwald. Der Diplomat zeigte sich überzeugt, dass es trotz aller Spannungen um den Gesprächsprozess "Synodaler Weg" in Deutschland nicht zum Bruch mit Rom komme, "sondern zu einer friedlich-schiedlichen Lösung".

Kahl ist seit Herbst deutscher Botschafter beim Heiligen Stuhl. Er wurde im September von der Bundesregierung ernannt. Zuvor stand er an der Spitze des Bundesnachrichtendienstes.

Botschafter berichtet von seinen Aufgaben

Kahl beschrieb Papst Leo XIV. als einen "ganz irdischen Menschen, nahbar, zugänglich und sehr nett". Das Kirchenoberhaupt sei ein disziplinierter Zuhörer mit gemäßigten, klaren Botschaften. "In Sachen Diplomatie brennt nichts an", so Kahl über das Verhältnis zwischen Vatikan und Berlin.

Seine Rolle versteht der Diplomat als Vermittler zwischen Deutschland und Rom: "Ich muss Berlin erklären, wie der Vatikan tickt und die Kernpunkte deutscher Politik dem Vatikan vermitteln", so Kahl. Neben dieser Übersetzungsarbeit sehe er sich auch als eine Art Reisebüro in Rom, denn: "Jeder will den Papst sehen." (KNA)

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