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Papst verleiht am römischen Patronatsfest Peter und Paul 24 Erzbischöfen das Pallium

Verliert keine Zeit mit nutzlosem Gerede!

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Franziskus an einem Ambo im Petersdom
Vatikanstadt - Papst Franziskus hat am römischen Patronatsfest Peter und Paul 24 Erzbischöfen das Pallium als Zeichen ihrer Metropolitanwürde verliehen. Bei einer Festmesse am Sonntag im Petersdom legte er den in den zurückliegenden zwölf Monaten ernannten Leitern von Kirchenprovinzen die weiße Wollstola über, die sie künftig bei liturgischen Feiern über dem Messgewand tragen.

Unter ihnen war auch der Salzburger Erzbischof Franz Lackner. Der neue Freiburger Erzbischof Stephan Burger erhält das Pallium am gleichen Tag in seiner badischen Kathedrale bei seiner Bischofsweihe.

Franziksus: Vertraut in Gott!

In seiner Predigt forderte Franziskus die Erzbischöfe auf, Vertrauen, Halt und Zuversicht in Christus zu suchen und keine Angst vor der Welt zu haben. Es gehe nicht um eine Unterstützung durch die Mächtigen der Welt. Auch dürfe man sich nicht vom Stolz täuschen lassen oder nach Befriedigung und persönlicher Anerkennung streben. Sicherheit biete letztlich nur das Vertrauen in Gott und seine unverbrüchliche Treue. "Es vertreibt alle Angst und macht uns frei von jeder Versklavung und aller weltlichen Versuchung."

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Der Papst verwies auf das Beispiel des Apostels Petrus, der Jesus zunächst dreimal verleugnet hatte, aber durch dessen Aufforderung zur Leitung seiner Herde die Zuversicht zurückgewonnen habe. Der Apostel habe erfahren, "dass die Treue Gottes größer ist als unsere Treulosigkeiten und stärker als unsere Verleumdungen".

Das Wesentliche sehen

Das Kirchenoberhaupt forderte weiter, die Bischöfe sollten keine Zeit mit "Fragen oder nutzlosem Gerede verlieren". Der Herr habe ihnen aufgetragen: "Halte dich nicht bei Nebensächlichkeiten auf, sondern sieh auf das Wesentliche und folge mir nach. Folge mir nach trotz der Schwierigkeiten", so Franziskus‘ Auslegung. Die Bischöfe sollten allen das Evangelium verkünden, vor allem den Geringsten.

An dem Gottesdienst im festlich geschmückten Petersdom nahm auch eine hochrangige Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel unter Leitung von Metropolit Ioannis Zizioulas von Pergamon teil, die Franziskus begrüßte: "Bitten wir Gott, dass dieser Besuch unsere brüderlichen Bande auf dem Weg zu der von uns so ersehnten vollen Gemeinschaft der beiden Schwesterkirchen stärken möge", betonte er.

Verliert keine Zeit mit Fragen und nutzlosem Gerede

Franziskus zu den neuen Bischöfen

Schmerzliche Nachrichten aus Irak

Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz ging das Kirchenoberhaupt später auch auf die aktuelle Lage in Irak ein. Die Nachrichten aus dem Irak seien "leider sehr schmerzlich", sagte Franziskus. "Ich bin den Tausenden Familien, besonders den christlichen nahe, die aus ihren Häusern fliehen mussten und in großer Gefahr sind".

Er rief die Regierenden der Welt dazu auf, einen weiteren Krieg zu verhindern. Im Dialog müsse alles versucht werden, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden, sagte Franziskus. Alle Gläubigen bat er, für die Krisenregion zu beten. Die Gewalt müsse beendet und die nationale Einheit des Irak gewahrt werden.

Humanitäre Lage verschlechtert

Der Irak ist seit Wochen in den Schlagzeilen, da er von einer Offensive der islamistischen Terrorgruppe "Isis" überrollt wird. Isis will in Syrien und im Irak einen islamischen Staat errichten. Seit ihrem Erstarken hat sich die humanitäre Lage dort deutlich verschlechtert. (gho/KNA/Radio Vatikan)

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