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Franziskus spendet Segen mit vier von ihm geweihten Neupriestern

Verstärkung beim Mittagsgebet

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Vatikanstadt - Rund um den Weltgebetstag für Geistliche Berufe hatte der Papst am Wochenende viel mit angehenden Geistlichen zu tun. Highlight war eine Priesterweihe im Petersdom – und eine Überraschung für vier Neugeweihte.

Das passiert sehr selten: Am Weltgebetstag für Geistliche Berufe holte sich Papst Franziskus zu seinem sonntäglichen Mittagsgebet Verstärkung. Beim Regina Coeli spendete er den Segen von seinem Fenster oberhalb des Petersplatzes gemeinsam mit vier jungen Priestern. Zuvor hatte er sie und sechs weitere Diakone im Petersdom zu Priestern geweiht.

Franziskus sprach den sichtlich aufgeregten Neupriestern vor 25.000 Menschen Mut zu: "Grüßt die Leute". Gemeinsam segneten sie die Gläubigen vom Fenster des apostolischen Palastes aus.

Diese "neuen Hirten" holte sich der Papst hinzu, nachdem er die Gläubigen vor "falschen Hirten" im "Wirrwarr der Stimmen" gewarnt hatte. Man dürfe sich nicht von "falschen Gewissheiten dieser Welt" verleiten lassen. Jesus sei der einzig sichere Führer der Menschen. Er sei als guter Hirte zur "Pforte der Erlösung" geworden, weil er sein Leben für die Menschen geopfert habe, so der Papst. Anlässlich des jährlichen Weltgebetstags rief Franziskus zum Gebet für die Neupriester auf.

Heute sind wir eingeladen, uns nicht von den falschen Gewissheiten dieser Welt verleiten zu lassen, sondern dem auferstandenen Jesus als einzig sicherem Führer zu folgen.

Papst Franziskus beim Regina-Coeli-Gebet

Alle Christen mahnte er, die "spirituelle und gefühlsmäßige Dimension" des Glaubens nicht zu vernachlässigen. "Manchmal rationalisieren wir den Glauben zu sehr", so der Papst. Es gelte stattdessen, wieder stärker auf die Stimme des "guten Hirten" zu hören. Nach dem Gebet erinnerte der Papst an seine bevorstehende Fatima-Reise am 12. und 13. Mai und rief dazu auf, den Rosenkranz für den Frieden in der Welt zu beten.

Papst weiht zehn Priester im Petersdom

Am Morgen weihte Franziskus im Rahmen einer Messe insgesamt zehn Männer zu Priestern. Mit ihm feierten den Gottesdienst der Kardinalvikar für das Bistum Rom, Agostino Vallini, die römischen Weihbischöfe, die Leiter der Seminare sowie die Pfarrer der Neupriester. Die Diakone im Alter zwischen 26 und 38 Jahren hatten sich in den vergangenen Jahren in verschiedenen Seminaren auf das Priesteramt vorbereitet. Sechs von ihnen gehören dem Bistum Rom an.

In seiner kurzen Predigt rief Franziskus die Neupriester eindringlich auf, ihren Glauben auch durch Taten zu bezeugen. Er bezeichnete Scheinheiligkeit als "schlimme Krankheit für die Kirche". Aufgabe der Priester sei nicht, Karriere zu machen, sondern dem Volk Gottes zu dienen. Er gab den Geistlichen ebenso mit, barmherzig zu sein: "Belastet eure Gläubigen nicht mit Lasten, die sie nicht tragen können - und ihr auch nicht." Laut Radio Vatikan wich der Papst vom vorbereiteten Predigttext ab, um die Botschaften, die er den jungen Priestern mitgeben wollte, deutlicher zu formulieren.

Bereits am Samstag beschäftigte sich der Papst mit zum Priester berufenen Männern: Bei der Audienz für das Päpstliche Priesterseminar Campano di Posillipo lobte er die Priesterausbildung des Jesuitenordens in Italien. Das Seminar in der Nähe von Neapel ist aktuell das einzige im Land, das von den Jesuiten geleitet wird. Franziskus würdigte die gute Zusammenarbeit mit den Kirchen der Bistümer und dankte auch den Seminaristen, die "Gott sei Dank, zahlreich" seien.

Dem Seminar gab der Papst zudem mit, die Ausbildung der Priester an den Maximen des Ordensgründers Ignatius von Loyola (1491-1556) zu orientieren. Franziskus machte den Verantwortlichen Mut, aktuelle Herausforderungen der Priesterausbildung anzugehen und gemeinsam mit "authentischer synodaler Gesinnung" voranzuschreiten. "Das wird uns helfen uns gegenseitig zu unterstützen, zu ermutigen und zu bereichern", so der Papst, der selber dem Jesuitenorden angehört.

Die angehenden Priester rief er zu Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber auf, besonders gegenüber ihren Ausbildern. Er mahnte sie zudem, "Formalismus und Klerikalismus" zu widerstehen. Sie müssten für die Pläne Gottes offen sein ebenso wie für den "Schrei der Armen". (mit Material von KNA)

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