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Diskussion um Aussage zu homosexuellen Partnerschaften

Voderholzer: Papst-Äußerung im Licht der Lehre der Kirche deuten

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Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer während eines Interviews in Regensburg am 21. Juli 2016.
Regensburg/Frankfurt/Rottenburg - Kaum ein deutscher Bischof hat sich bisher zur Papst-Äußerung über die rechtliche Regelung homosexueller Partnerschaften geäußert. Bischof Rudolf Voderholzer gibt nun Entwarnung: Der Papst stelle die kirchliche Lehre "offenbar" nicht in Frage.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer spricht sich dafür aus, die Äußerungen des Papstes zu eingetragenen Partnerschaften von Homosexuellen "im Licht der Lehre der Kirche" zu interpretieren. Voderholzer war einer von zwei deutschen Bischöfen, die sich am Wochenende gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) geäußert haben. Die kirchliche Lehre, die im Katechismus zusammengefasst ist, stelle der Papst "offenbar selbst nicht in Frage, sondern bekräftigt" sie, so Voderholzer. Ein Film sei zudem kein Medium für lehramtliche Verkündigung.

Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst toleriere laut FAS, dass es in einer pluralistischen und säkularen Gesellschaft die Lebensform einer vom Staat garantierten eingetragenen Partnerschaft geben könne und dass diese Schutz und Rechte gewähren müsse. Das christliche Menschenbild habe eine "klare Vorstellung" von Ehe und Familie als Gemeinschaft von Mann und Frau mit der Offenheit auf Kinder hin. Darauf könnten nicht alle Bürger verpflichtet werden, gibt die FAS den Bischof wieder.

Papst-Interview aus 2019 wurde erst jetzt bekannt

"Wir müssen ein Gesetz zur eingetragenen Lebenspartnerschaft aufsetzen. Auf diese Weise sind sie rechtlich abgesichert. Dafür habe ich mich eingesetzt", sagte der Papst im Dokumentarfilm "Francesco", der in der vergangenen Woche uraufgeführt wurde. Die Interviewpassage stammt aus dem Jahr 2019. Bereits in seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires hatte sich der heutige Papst für eingetragene Partnerschaften ausgesprochen, um damit einer Öffnung der Ehe zuvorzukommen, konnte sich jedoch in der argentinischen Bischofskonferenz nicht durchsetzen.

Gemäß dem Katechismus der Katholischen Kirche sind "homosexuelle Handlungen in sich nicht in Ordnung", da sie "gegen das natürliche Gesetz" verstoßen, weil beim Geschlechtsakt die Weitergabe des Lebens ausgeschlossen wird. "Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen", so der Katechismus. Homosexuellen Menschen sei aber "mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen". (fxn)

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