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Benedikt XVI.: Merkel wird es schaffen

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. glaubt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die Flüchtlingskrise schaffen werde. Deshalb habe er auch kein Mitleid mit ihr, sagte er der Münchner Illustrierten "Bunte".

Flüchtlinge | München - 22.03.2016

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. glaubt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die Flüchtlingskrise schaffen werde. Deshalb habe er auch kein Mitleid mit ihr, sagte Benedikt XVI. der Münchner Illustrierten "Bunte". "Ich wünsche, dass Frieden ist und dass Deutschland die Probleme mit den Flüchtlingen geregelt bekommt", so die Osterwünsche des früheren Papstes.

Zudem bekannte er, dass er über den Besuch von Norbert Blüm in Idomeni verblüfft gewesen sei: "Reist der mit seinen 80 Jahren doch einfach in ein Flüchtlingslager in Griechenland und schläft im Zelt." Der frühere Sozialminister hat seine Frau Marita in einer theologischen Vorlesung kennengelernt, die der ehemalige Theologieprofessor Joseph Ratzinger gehalten hat. "Und die Ehe hält bis heute. Kein Wunder, wenn man sich in einer theologischen Vorlesung kennenlernt." Auf die Frage, ob er seine Heimat vermisse, antwortete Benedikt XVI: "Ich reise oft nach Bayern. Im Geiste und mit dem Herzen." Den Vatikan verlassen wolle er nicht mehr.

Der Privatsekretär des früheren Papstes, Erzbischof Georg Gänswein, betonte, "Benedikt ist geistig hellwach, interessiert, nimmt Anteil am Leben der Kirche und der Welt". Doch das Gehen bereite ihm mehr und mehr Schwierigkeiten. Die Kraft in den Beinen lassen nach. "Er ist nicht krank, hat kein besonderes Leiden. Es ist einfach Altersschwäche." Mit dem Rollator gehe Benedikt XVI. aber noch ganz ordentlich, so Gänswein. (KNA)

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