Bischof: Rosenkranz vertreibt Boko Haram

Der nigerianische Bischof Oliver Dashe Doeme ist überzeugt: Mit dem Rosenkranz soll der Terror bekämpft werden, nicht mit dem Schwert. In einer göttlichen Vision habe er eine Eingebung erhalten.

Terror | Maiduguri - 04.10.2016

Der nigerianische Bischof Oliver Dashe Doeme ist überzeugt, dass es die islamistische Terrorgruppe Boko Haram demnächst nicht mehr geben wird. "Boko Haram wird bald im Sande verlaufen, hauptsächlich wegen der Gebete der Menschen", sagte der Bischof von Maiduguri der englischen Zeitung "Catholic Herald". "Vorher waren die Mitglieder von Boko Haram überall. Aber jetzt nicht mehr. Sie sind zu den Wäldern gedrängt worden."

2014 habe Bischof Doeme eine Vision gehabt: Christus habe ihm ein Schwert übergeben, das sich, sobald er es entgegengenommen habe, in einen Rosenkranz verwandelt habe. "Boko Haram ist weg", hörte er Christus wiederholt sagen. Der Bischof interpretierte diese Vision als Aufruf, das Rosenkranzgebet zu verbreiten. Von da an habe er das tägliche Beten des Rosenkranzes in seiner Diözese gefördert. Er glaubt, dass Christus ihm vor zwei Jahren erschienen sei, um den Menschen Trost zuzusprechen. Die Vision habe die Menschen bestärkt, "dass der Rosenkranz uns letztendlich den Sieg über das Böse geben wird", zitiert ihn die Zeitung.

Vertriebene kehren inzwischen zurück

Boko Haram habe seitdem wiederholt Rückschläge erlitten, berichtet der "Catholic Herald" weiter. Die Gruppe sei "technisch geschlagen", zitiert die Zeitung den Nigerianischen Präsident Muhammadu Buhari, weil die Terroristen nicht mehr in der Lage seien, die üblichen Attacken zu fahren. Außerdem kehrten Vertriebene inzwischen in ihre Heimatorte zurück. Die Diözese Maiduguri lag im Zentrum der terroristischen Anschläge von Boko Haram: 2014 seien 80.000 Katholiken vor den Terroristen geflohen. (jhe)

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