Eucharistischer Kongress

Das Brot, das wir teilen

Fünf Bischöfe über die Bedeutung der Eucharistie

Bonn - 06.06.2013

Ein kleines Stück Brot mit einer großen, geradezu unfassbaren Bedeutung: Beim Eucharistischen Kongress feiern die Christen das Mahl, das an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi erinnert. Es ist ein zentrales Symbol des christlichen Glaubens. In Morgenandachten, die im Radio-Programm des WDR gesendet wurden, nähern sich fünf deutsche Bischöfe dem Thema Brot - jeder auf seine Weise. Katholisch.de hat die Impulse mit freundlicher Genehmigung des WDR zusammengestellt.

Erzbischof Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz
Erzbischof Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.  dpa

Audio: Morgenandacht Erzbischof Robert Zollitsch

In seiner Morgenandacht erinnert der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch an eine Stelle aus dem Alten Testament, an der das Brot eine wichtige Rolle spielte: Verzweifelt war die Lage der Israeliten, die aus Ägypten ausziehen wollten, aber nichts zu essen hatten. Gott sah ihre Lage und ließ über Nacht Brot vom Himmel fallen - das Manna, das sie stärkte und rettete.

Kardinal Karl Lehmann.
Kardinal Karl Lehmann.  KNA

Audio: Morgenandacht Kardinal Lehmann

Kardinal Karl Lehmann hebt in seiner Morgenandacht den besonderen Stellenwert des Sakramentes der Eucharistie hervor. Es sei der "dichteste Ausdruck von Gemeinschaft in der Kirche", so der Mainzer Bischof. Auch in Bezug auf die Ökumene seien die Eucharistie und das Abendmahl ein wichtiges Thema. Beide Kirchen seien in den vergangenen Jahrzehnten im theoretischen Verständnis und in der Praxis stark aufeinander zugegangen, einige Fragen seien aber noch offen geblieben. Vom Eucharistischen Kongress erhofft sich Lehmann daher auch neue Impulse für den Dialog zwischen Katholiken und Protestanten.

Kardinal Reinhard Marx.
Kardinal Reinhard Marx.  KNA

Audio: Morgenandacht Kardinal Marx

Familien sind oft den ganzen Tag über getrennt - jeder geht seiner Aufgabe nach. Beim Essen jedoch sitzen sie zusammen, jeder kann von seinen Erlebnissen erzählen. Dieses Erlebnis von Gemeinschaft war nach den Worten des Münchener Kardinals Reinhard Marx auch für die junge christliche Gemeinschaft ein prägendes, wichtiges Riutal. Und mehr als das: Das gemeinsame Essen und Brechen des Brotes machte sie nicht nur satt, in dieser Handlung waren die ersten Christen auch Jesus verbunden. Er war unter ihnen in der Gestalt des Brotes, in der Eucharistie.

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki mit Schal.
Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki beim Katholikentag in Mannheim.  KNA

Audio: Morgenandacht Kardinal Woelki

Beim Eucharistischen Kongress bietet Kardinal Rainer Maria Woelki am Stand des Erzbistums Berlin das Hedwigs-Brot an. Damit will er einerseits an die heilige Hedwig von Schlesien (1174 - 1243) erinnern, die Mystikerin war und sich für die Armen und Benachteiligten engagierte. Andererseits soll das Brot aber auch für die Gegenwart ein Zeichen sein. Der Kardinal freut sich auf die Begnung mit den Menschen, die das Hedwigs-Brot miteinander teilen.

Kardinal Joachim Meisner.
Kardinal Joachim Meisner.  KNA

Audio: Morgendandacht Kardinal Meisner

In seiner Morgenandacht lädt der Kölner Erzbischof die Gläubigen herzlich zum Eucharistischen Kongress nach Köln ein. Er erinnert an das Wunder der Brotvermehrung, erklärt, wie wichtig jeder Einzelne im Heilsplan Gottes ist und macht das an dem anschaulichen Beispiel einer jungen Frau deutlich, die ihm nach dem Weltjugendtag in Köln einen langen Brief schrieb.

Weitere Informationen

Alle wichtigen Informationen zum Eucharistischen Kongress in Köln finden Sie in unserem Dossier:

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