Franziskus: Kommunion für Wiederverheiratete möglich

Auf seiner Rückreise von Lesbos bejahte Papst Franziskus die Frage eines mitreisenden Journalisten, ob es für wiederverheiratete Geschiedene "neue Möglichkeiten" gebe. Das eigentliche Problem seien jedoch Familien in der Krise.

Familiensynode | Rom - 16.04.2016

Mit seinem Schreiben zu Ehe und Familie hat Papst Franziskus nach eigener Aussage für wiederverheiratete Geschiedene die Möglichkeit des Kommunionempfangs geschaffen. "Ich kann sagen ja", antwortete er am Samstag während des Rückflugs von Lesbos nach Rom auf die Frage eines mitreisenden Journalisten, ob es für die Betroffenen nun "neue Möglichkeiten" gebe.

Franziskus sagte weiter, die Fixierung der Medien auf den Kommunionempfang wiederverheirateter Geschiedener habe ihn gestört und traurig gemacht. Das eigentliche Problem seien Familien in der Krise.

In seinem vor gut einer Woche veröffentlichten Schreiben "Amoris laetitia" fordert der Papst von der katholischen Kirche mehr Barmherzigkeit und Realismus im Umgang mit Familien. Er verlangt darin allgemein eine Eingliederung von wiederverheirateten Geschiedenen in die Kirche, ohne ausdrücklich auf das Thema Kommunionempfang einzugehen. In einer Fußnote heißt es jedoch, wiederverheiratete Geschiedene könnten in "gewissen Fällen" auch die "Hilfe der Sakramente" in Anspruch nehmen. Das war von vielen als Zulassung zur Kommunion im Einzelfall gedeutet worden. Andere sahen hingegen die geltende offizielle kirchliche Praxis bestätigt. (KNA)

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