Hoffnung auf gemeinsame Kommunion für Ehepaare

In vielen konfessionsverschiedenen Ehen wird sie schon gelebt: Eucharistische Gemeinschaft. Doch erlaubt ist das nicht. Bischof Franz-Josef Bode hofft auf eine Änderung – schon sehr bald.

Ökumene | Bonn - 02.01.2017

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode wünscht sich die Möglichkeit der Kommunion für gemischtkonfessionelle Ehepaare. Dies sagte er in einem Gespräch gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Damit würde die Kirche erlauben, was bereits jetzt häufig geübte Praxis konfessionsverschiedener Ehepartner sei. Bode bezeichnete eine entsprechende Änderung der katholischen Position schon im Jahr des Reformationsgedenkens 2017 als "nicht utopisch". Seitens der evangelischen Kirche ist die Teilnahme von Katholiken am Abendmahl möglich. Sie lädt alle getauften Christen zur Teilnahme ein. Die katholische Kirche erlaubt ihren Gläubigen die Teilnahme am evangelischen Abendmahl allerdings nicht, ebenso beschränkt sie den Empfang der Eucharistie in der Regel auf katholische Gläubige.

Kirche der Zukunft

Bode betonte auch eine Intensivierung der ökumenischen Bemühungen mit Blick auf eine "gemeinsame Kirche der Zukunft". Als "wichtige Eckpunkte" nannte er eine Verständigung über eine generelle eucharistische Gemeinschaft und das Ämterverständnis der Kirchen.

Dabei seien bereits jetzt die Gemeinsamkeiten zwischen den unterschiedlichen Konfessionen groß: "Den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus und an einen dreifaltigen Gott kann man nicht Minimalkonsens nennen."

Franz-Josef Bode ist seit 1995 Bischof von Osnabrück und seit 2010 Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Das Gebiet seiner Diözese ist mit einem Katholikenanteil von 26 Prozent in weiten Teilen protestantisch geprägt. (fxn)

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Dürfen Katholiken am protestantischen Abendmahl teilnehmen – und Protestanten an der katholischen Eucharistiefeier? Darüber sprach katholisch.de mit Ökumene-Expertin Dorothea Sattler. (Interview von 2015)

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