Italiens Bischöfe ändern Vaterunser-Bitte in Messe

Gerade erst haben die deutschen Bischöfe eine Änderung der Vaterunser-Bitte "Und führe uns nicht in Versuchung" abgelehnt. In Italien dagegen werden sich die Kirchgänger bald umgewöhnen müssen.

Liturgie | Rom - 25.01.2018

Italiens Katholiken werden in ihren Gottesdiensten das Vaterunser bald in etwas veränderter Form beten. Ab Herbst soll es heißen: "und verlasse mich nicht angesichts der Versuchung" anstatt wie bisher "und führe uns nicht in Versuchung". Das erklärte der Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz, Nunzio Galantino, zum Abschluss einer Versammlung der Bischöfe des Landes am Donnerstag in Rom.

Er betonte, dies geschehe nicht aufgrund des Fernsehinterviews mit Papst Franziskus Anfang Dezember. Darin hatte der Papst gesagt, "und führe uns nicht in Versuchung" sei keine gute Übersetzung. Galantino sagte, vielmehr hätten die italienischen Bischöfe diese Übersetzung bereits für ihre Bibelübersetzung des Jahres 2008 beschlossen. Und diese solle nun in die dritte Ausgabe des Römischen Messbuchs für Italien einfließen.

Diese neue Übersetzung des Messbuches vom Lateinischen ins Italienische soll bei einer außerordentlichen Versammlung der italienischen Bischöfe im November verabschiedet werden. Damit solle dann auch die neue Formulierung in der viel diskutierten Vaterunser-Bitte sowohl für Gottesdienste wie für das persönliche Gebet gelten, heißt es in der Abschlusserklärung des Ständigen Rates der Bischöfe. Das Gremium hatte von Montag bis Mittwoch in Rom getagt. (KNA)

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