Kran in Mekka umgestürzt: Mindestens 87 Tote

Kurz vor der großen jährlichen islamischen Pilgerfahrt sind mitten in Mekka bei einem Kran-Unglück mindestens 87 Menschen getötet und mehr als 180 verletzt worden. Dies berichtete am Freitag der saudische Zivilschutz via Twitter.

Islam | Mekka - 11.09.2015

Kurz vor der großen jährlichen islamischen Pilgerfahrt sind mitten in Mekka bei einem Kran-Unglück mindestens 87 Menschen getötet und mehr als 180 verletzt worden. Dies berichtete am Freitag der saudische Zivilschutz via Twitter.

Das Unglück ereignete sich zur Zeit des Gebets zum Sonnenuntergang auf dem Gelände der großen Heiligen Moschee, dem zentralen Heiligtum des Islam. Grund war Medien zufolge starker Wind und Regen. Arabische Fernsehsender zeigten Bilder von Trümmern, Blut und Leichen. In den vergangenen Tagen hatte es im Nahen Osten immer wieder schwere Stürme gegeben.

In Mekka beginnt in der übernächsten Woche der Hadsch, die wichtigste Wallfahrt der Muslime. Erwartet werden auch diesmal wieder Millionen Gläubige. Im Hof der Heiligen Moschee ist die Kaaba, das würfelförmige Heiligtum der Muslime. Der Hadsch ist eine der fünf Säulen des Islam. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern. (stz/dpa)

Stichwort: Mekka

Mekka in Saudi-Arabien ist die heiligste Stadt des Islam. Hier wurde der Prophet Mohammed im Jahr 570 geboren. Ihr Gebet richten Muslime auf aller Welt stets in Richtung der Stadt. In ihrem Zentrum steht die Heilige Moschee, die die Kaaba beherbergt, das bedeutendste Heiligtum des Islam. Jedes Jahr reisen Millionen Pilger nach Mekka, um in der Heiligen Moschee zu beten. Am ehrwürdigsten ist die Wallfahrt im Monat Hadsch rund ums Opferfest. Mekka liegt etwa 70 Kilometer vom Roten Meer entfernt und trägt den Ehrentitel "al-Mukarrama" ("die Ehrwürdige"). Die günstige Lage am Schnittpunkt mehrerer Karawanenstraßen auf der Arabischen Halbinsel machte sie schon früh zu einem bedeutenden Handelsplatz. Traditionell sind die Pilgerströme für die Millionenmetropole eine bedeutende Einnahmequelle. Nicht-Muslime dürfen die Stadt nicht betreten. (stz/dpa)

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