"Wer das Geld liebt..."

Die Kirche und das Geld - immer wieder ist diese Kombination Anlass für kontroverse Diskussionen. Dass dies keine neuen Debatten sind, zeigt ein Blick in die Bibel. Auch dort spielt der "schnöde Mammon" immer wieder eine Rolle. Katholisch.de stellt einige Textpassagen vor.

Bibel | Bonn - 10.09.2014

Die Kirche und das Geld - immer wieder ist diese Kombination Anlass für kontroverse Diskussionen. Hat die Kirche zu viel Geld? Wie geht sie damit um? Braucht sie - wenn es nach Papst Franziskus und seiner "armen Kirche für die Armen" geht - überhaupt Geld? Dass all dies keine neuen Debatten sind, zeigt ein Blick in die Bibel. Auch dort spielt der "schnöde Mammon" immer wieder eine Rolle. Katholisch.de stellt einige Textpassagen aus der Bibel vor.

Lukas 16,13

Jesus erzählt den Jüngern das Gleichnis vom klugen Verwalter - und kommt zu dem Schluss, dass man sich zwischen Gott und Geld entscheiden muss. "Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon."

Sprüche 28,6

Im Buch der Sprichwörter findet sich ebenfalls ein Vers zum Thema Geld: Da zeigt sich, dass zu viel Geld auch zu manchem verleiten kann... "Besser ein Armer, der schuldlos seinen Weg geht, als ein Reicher, der krumme Wege geht."

Jesus Sirach 13,23

Auch zu Zeiten der Bibel war es offensichtlich so, dass es Menschen mit Geld oft einfacher hatten als die ohne. "Redet ein Reicher, dann schweigen alle, sie erheben seine Klugheit bis zu den Wolken. Redet ein Geringer, heißt es: Wer ist denn das? Stolpert er, dann stoßen sie ihn noch."

Jesus Sirach 29,10

Statt sein Geld zu horten, soll man damit lieber etwas Gutes tun, fordert diese Bibelstelle aus dem Buch Jesus Sirach. "Setz dein Geld ein für den Bruder und Freund, lass es nicht rosten unter dem Stein, bis es verdirbt."

3. Mose 25,37

In dieser Stelle aus dem Buch Levitikus geht es darum, Arme zu unterstützen - und das, ohne Gewinn damit machen zu wollen. "Du sollst ihm weder dein Geld noch deine Nahrung gegen Zins und Wucher geben."

Kohelet 5,9

Dieser Abschnitt des Buchs Kohelet beschäftigt sich mit der Nutzlosigkeit des Reichtums, der einem sowieso letztlich den Schlaf raube. "Wer das Geld liebt, bekommt vom Geld nie genug."

Matthäus 19,24

Eines der wohl bekanntesten Gleichnisse Jesu ist die Geschichte vom Kamel und dem Reich Gottes. Für Gott zählt der Reichtum eines Einzelnen auf Erden nicht. "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt."

Matthäus 19,25

Jesus erklärt einem jungen Mann, dass dieser sein gesamtes Vermögen den Armen geben müsse, um einen Schatz im Himmel zu erhalten. Der Mann geht jedoch wieder unverrichteter Dinge; so einfach möchte er sich dann doch nicht von seinem ganzen Geld trennen. "Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben."

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Geldmuseum
 Katholische Fernseharbeit

Matthäus 21,12-13

Eine der wenigen Stellen, in denen der Bibelleser Jesus wütend erlebt. Der kann es nicht mit ansehen, wie im Haus Gottes Handel betrieben wird und schmeißt die Händler mit aller Deutlichkeit hinaus. "Jesus ging in den Tempel und trieb alle Händler und Käufer aus dem Tempel hinaus; er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um und sagte: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber macht daraus eine Räuberhöhle."

Matthäus 25,27

Jesus erzählt den Jüngern das Gleichnis vom anvertrauten Geld und dem Diener, der seinen Anteil eingrub und nichts damit machte. Doch es geht hier gar nicht so sehr ums Geld, sondern eher um die eigenen Talente, aus denen man etwas machen soll - so wie die anderen zwei Diener, die mit dem ihrem Anteil des Geldes wirtschafteten und mehr daraus machten. "Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten."

Markus 12,43

Jesus erzählt von den Almosen reicher Menschen und denen einer armen Frau, die zwei Münzen in den Opferkasten wirft. Sie habe mehr gegeben als alle Reichen - da es alles war, was sie hatte. "Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern."

Von Sophia Michalzik und Steffen Zimmermann

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