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Reaktionen auf den neuen Bischof von Dresden-Meißen

"Innerlich aufgewühlt"

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Bonn - Er habe hat einige Tage gebraucht, um die Nachricht zu verdauen. So beschreibt Heinrich Timmerevers selbst die Reaktion auf seine Wahl. Ortsbischof Genn jedenfalls nimmt den Verlust mit Humor.

Der münstersche Bischof Felix Genn sagte, es sei eine Freude, dass ein Weihbischof seines Bistums diese "schöne Aufgabe" übernehme. Zugleich blicke er mit Wehmut auf den Weggang Timmerevers': "Wir geben einen überzeugten und überzeugenden Christen, einen Seelsorger aus Liebe zu Gott und den Menschen ab, der den ihm anvertrauten Menschen, aber auch mir ganz persönlich immer ein wertvoller, hoch geschätzter Wegbegleiter war", so der Bischof.

Gute Vorzeichen

Angesichts des personellen Verlusts zeigte er Humor: Auch der heilige Bischof Benno, der Patron des Bistums Dresden-Meißen, sei ursprünglich aus Niedersachsen gekommen. Über 40 Jahre habe der Heilige ab 1066 im damaligen Bistum Meißen gewirkt. "Das darf als gutes Vorzeichen gelten", so Genn.

Glückwünsche kamen von Kardinal Reinhard Marx. Der Wechsel von Vechta in die ostdeutsche Diaspora sei ein großer Schritt, meint der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz: "Ich bin überzeugt, dass Dich die Gläubigen im Bistum Dresden-Meißen mit großem Wohlwollen aufnehmen werden". 30 Jahre als Priester und 15 Jahre als Weihbischof statteten Timmerevers mit den "besten Voraussetzungen" für das neue Amt aus.

Timmerevers: "Bin Lernender"

Timmerevers selbst erklärte, er freue sich auf seine neue Aufgabe und "auf viele gute Begegnungen und Gespräche". Er sei "sehr beeindruckt" davon, wie die Katholiken des Bistums Dresden-Meißen auch in schweren Zeiten immer an ihrem Glauben festgehalten hätten. Er komme als Lernender und wolle Neues kennenlernen.

Die Nachricht von seiner Wahl habe ihn vor mehr als einer Woche erreicht und "innerlich aufgewühlt", gab der Geistliche zu. Es habe einige Tage gebraucht, um sich dieser Berufung von ganzem Herzen zu stellen: "Mich trägt in dieser Stunde das Wort, das an Abraham erging: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und von deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde". Dieses "Gerufen- und Gesendet-werden" nehme er gerne an. Er bat er auch um die tatkräftige Unterstützung der Menschen im Bistum Dresden-Meißen.

Heiner Koch im Porträt
Heiner Koch, der künftige Erzbischof von Berlin.

Sein Vorgänger, Berlins Erzbischof Heiner Koch, gratulierte nicht nur Timmerevers, sondern auch den Gläubigen im Bistum zu ihrem neuen Oberhirten. Er freue sich, so Koch wörtlich, "dass die Zeit der Vakanz - an der ich nicht ganz unschuldig bin - so schnell beendet wurde."

Neymeyr: In Diaspora ganz andere Situation

In seiner Eigenschaft als "Nachbarbischof" gratulierte der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr. In Dresden-Meißen werde Timmerevers "eine ganz andere Situation vorfinden, als er sie bisher im katholisch geprägten Offizialat Vechta gewohnt war". Auf die pastorale Situation der katholischen Kirche in der ostdeutschen Diaspora werde sich Timmerevers aber sicher "sehr gut einstellen". Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Einen "geistlich starken Christen", der den Geruch der Schafe kenne und liebe, nannte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, den neuen neuen Bischof von Dresden-Meißen. Beim Katholikentag in Leipzig Ende Mai sei dieser zwar noch nicht im Amt, dennoch gestalte Timmerevers das Programm schon aktiv mit. So zelebriere er unter anderem einen Segnungsgottesdienst und nehme an einer Podiumsdiskussion teil. (gho/dpa/KNA)

29.04.2016, 15.30 Uhr: ergänzt um Reaktion des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

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Er habe hat einige Tage gebraucht, um die Nachricht zu verdauen. So beschreibt Heinrich Timmerevers selbst die Reaktion auf seine Wahl. Ortsbischof Genn jedenfalls nimmt den Verlust mit Humor.

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