Jugendliche sollen bei Bischofssynode zu Wort kommen
Bereits 130.000 Antworten auf Jugend-Fragebogen

Jugendliche sollen bei Bischofssynode zu Wort kommen

Wenn über Jugendliche geredet wird, sollen auch Jugendliche zu Wort kommen - das findet jedenfalls Kardinal Lorenzo Baldisseri. Diese Idee will er bei der kommenden Bischofssynode in die Tat umsetzen.

Vatikanstadt - 05.09.2017

Auf der Bischofsynode über Jugendliche sollen im Herbst 2018 im Vatikan junge Menschen selbst zu Wort kommen. "Wir werden versuchen, die Präsenz von Jugendlichen so weit wie möglich auszuweiten", kündigte der Cheforganisator der Synode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, am Dienstag im Interview mit Radio Vatikan an. Jugendliche könnten nach den Worten Baldisseris als Gasthörer an der Bischofsversammlung teilnehmen. Diese sogenannten Auditoren haben ein eingeschränktes Rederecht, dürfen aber nicht mit abstimmen. Sie können sich vor allem während der Gespräche in den Kleingruppen einbringen. Wie viele Jugendliche in dieser Funktion an der Synode teilnehmen könnten, ließ der Generalsekretär der Bischofssynode offen.

Umfrage bereits von 130.000 Jugendlichen beantwortet

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hatte im Juli gefordert, dass bei der Synode genauso viele Jugendvertreter wie Bischöfe anwesend sein sollten. An der letzten Bischofsynode zum Thema Ehe und Familie nahmen 270 stimmberechtigte Synodenväter und rund 50 Gasthörer teil.

Zur Vorbereitung der Jugend-Synode mit dem Titel "Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung" hat der Vatikan eine Umfrage unter Jugendlichen gestartet. Allein die seit Juni freigeschaltete Online-Version in fünf Sprachen auf der offiziellen Seite der Synode haben nach Baldisseris Angaben bislang 130.000 Jugendliche beantwortet.

Anlass des Interviews mit dem italienischen Kardinal ist das Vorbereitungsseminar für die Synode, das in der kommenden Woche im Vatikan stattfindet. Dazu sind auch Jugendliche eingeladen. (tja)