Werner Radspieler war von 1986 bis 2013 Weihbischof im Erzbistum Bamberg.
Emeritierter Bamberger Weihbischof wurde 79 Jahre alt

Weihbischof Werner Radspieler ist tot

Um sein Erzbistum machte er sich unter anderem als zweimaliger Diözesanadministrator verdient: Am Mittwoch ist der emeritierte Bamberger Weihbischof Werner Radspieler verstorben.

Bonn - 07.03.2018

Der emeritierte Bamberger Weihbischof Werner Radspieler ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 79 Jahren, wie das Erzbistum bekannt gab. Radspieler war von 1986 bis 2013 Weihbischof in der fränkischen Erzdiözese. Der am 13. August 1938 im mittelfränkischen Nürnberg geborene Radspieler wuchs zunächst im oberbayerischen Eichstätt auf. Später nahm er jedoch in Bamberg das Theologiestudium auf, wo er im Jahr 1964 die Priesterweihe empfing. Neben seiner seelsorglichen Tätigkeit war Radspieler in den 1970er Jahren als Betreuer und Religionslehrer in Bamberger Einrichtungen tätig.

Seit 1977 gehörte Radspieler dem Metropolitankapitel an. Im Jahr 1986 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Bamberg. Von der Deutschen Bischofskonferenz war er von 2000 bis 2006 als Beauftragter für die Polizeiseelsorge bestellt. Besondere Verdienste um das Erzbistum erwarb sich Radspieler als zweimaliger Diözesanadministrator: Von März 1994 bis Mai 1995 und von Juli 2001 bis September 2002 hatte Radspieler die Interimsleitung der Erzdiözese Bamberg inne. Von 1996 bis 2008 war er zudem Vorsitzender des Caritasverbands. Nach der Vollendung seines 75. Lebensjahres trat Radspieler im September 2013 in den Ruhestand. Nach Angaben des Erzbistums Bamberg starb er in einem Seniorenstift in seiner Geburtsstadt Nürnberg. Dort habe er bis vor wenigen Wochen regelmäßig die heilige Messe gefeiert. (kim)