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Trennung von Familien "gegen jede religiöse Lehre"

Kritik an US-Migrationspolitik: Kardinal Tobin segnet Demonstranten

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Kardinal Joseph W. Tobin ist Erzbischof von Newark.
Newark - Newarks Kardinal Joseph W. Tobin hat sich deutlich gegen die US-Migrationspolitik ausgesprochen. Besonders die Trennung von Familien kritisierte er scharf. Gemeinsam ging er mit katholischen Demonstranten auf die Straße.

Der Erzbischof von Newark im US-Bundesstaat New Jersey hat die Einwanderungspolitik der Regierung des Landes kritisiert. Am Mittwoch schloss sich Joseph W. Tobin katholischen Demonstranten an, die vor einem Sitz der Einwanderungs-und Zollbehörde die Straße blockierten und ein Kreuz aus Menschen bildeten, wie die Nachrichtenseite "Crux" am Donnerstag berichtete. Tobin segnete und betete mit den Protestierenden, die sich gegen die Trennung von Familien in Migranteneinrichtungen wandten.

"Ich bin Joseph, euer Bruder, mein Herz ist gebrochen von dieser Inhumanität", sagte Tobin, bevor die 400 Aktivisten in einer Prozession zu dem Behördengebäude gingen. "Katholiken und andere Menschen guten Willens sollten ihre Volksvertreter kontaktieren und dafür sorgen, dass Migrantenfamilien nicht als politische Pfänder benutzt werden."

Während des Protestes veröffentlichte die US-Gesundheitsbehörde einen Bericht, laut dem besonders die Kinder durch die Behörden getrennter Familien wegen der Maßnahme Schaden nehmen. Das Papier spricht von teils traumatischen Zuständen, die die Kinder durch die Trennung von ihren Eltern erfahren.

Tobin nannte die Familientrennungen "drakonisch". "Das ist keine Lösung für unser kaputtes Einwanderungssystem", so der Kardinal. Die Maßnahme stelle dagegen eine Verletzung der Menschenwürde dar und sei "gegen jede religiöse Lehre und den heiligen Ruf, sich um die verwundbarsten der Bevölkerung zu kümmern". Er wandte sich auch gegen den von Präsident Donald Trump forcierten Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, die Migranten aufhalten soll. "Wir müssen in der Bibel keine Verse nachgucken, die den Bau von Mauern rechtfertigen. Es gibt keine", so Tobin. (cph)

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