Suche
Laut Medienbericht Feuchtigkeit in Dach und Decken

Wasserschaden im Apostolischen Palast – Sorge um "Sala Regia"

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Vatikanstadt - Einsturzgefahr im einstigen päpstlichen Thronsaal: Eindringendes Regenwasser hat die Deckenkonstruktion der "Sala Regia" im Apostolischen Palast beschädigt. Nun müssen sich Experten an die Sicherung machen.

Im Apostolischen Palast im Vatikan ist Medienangaben zufolge Feuchtigkeit in ein Dach eingedrungen. Wie die Zeitung "Il Messaggero" (Montag) berichtet, wurden dadurch auch Trägerbalken sowie darunter liegende Gewölbe in Mitleidenschaft gezogen. Aufgefallen seien die Schäden durch herabfallende Putzteile im Prunksaal der Sala Regia, so die Zeitung.

Einsturzgefahr im Gewölbe

Vermutungen zufolge staute sich nach heftigen Regengüssen Wasser an verstopften Rinnen und Abflüssen, das anschließend auch in tragende Eichenbalken lief. Von den Balken aus drang dem Bericht zufolge Feuchtigkeit in darunter liegende Räume, bis sie an einigen Stellen das Deckengewölbe und den Stuck der Sala Regia erreichte. Zunächst sei die Stuckdecke provisorisch mit Gaze und Kleber gesichert worden, heißt es in dem Bericht weiter. Nun müssten Fachleute den Zustand der Trägerbalken untersuchen. Damit diese nicht auf das darunter liegende Tonnengewölbe der Sala Regia stürzen, müssen sie entweder gesichert und konserviert oder schlimmstenfalls ersetzt werden.

Die Sala Regia liegt, vom Petersplatz aus gesehen, im rechten Winkel vor der Sixtinischen Kapelle. Der zwischen 1540 und 1573 erbaute einstige päpstliche Thronsaal misst 40 mal 12 Meter; das Tonnengewölbe ist bis zu 13 Meter hoch. Früher diente der Saal dem Empfang von Prinzen und königlichen Botschaftern. Heute wird er beim Neujahrsempfang des Diplomatischen Korps genutzt. Der Saal ist für die Öffentlichkeit in der Regel nicht zugänglich.

Der von 1508 bis 1519 errichtete Apostolische Palast dient als offizielle Residenz des Papstes in der Vatikanstadt. Er beherbergt neben den päpstlichen Gemächern Kapellen und Büros der römischen Kurie sowie Teile der Vatikanischen Museen. Papst Franziskus hatte sich nach seiner Wahl im Jahr 2013 entschieden, nicht in den Apostolischen Palast zu ziehen. Er wohnt weiterhin im Vatikanischen Gästehaus "Casa Santa Marta", wo sich sein Appartement befindet. Franziskus nutzt den Apostolischen Palast jedoch für den Empfang von Staatsgästen und besondere Audienzen. (tmg/KNA)

kna-katholisch-swarm-node2 (0.002s)