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Freiburger Erzbischof fordert Solidarität von VW-Topmanagern

Burger: Manager sollen Boni zurückzahlen

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Stephan Burger ist seit 2015 Erzbischof von Freiburg.
Freiburg - Der Abgasskandal hat dem VW-Konzern großen wirtschaftlichen Schaden zugefügt. Den tragen vor allem die Arbeiter, kritisiert Misereor-Bischof Stephan Burger. Er fordert Solidarität von den Managern.

Misereor-Bischof Stephan Burger hat VW-Topmanager aufgerufen, Verantwortung für den Abgasskandal zu übernehmen und Bonuszahlungen zurückzuerstatten. "Wenn man davon ausgeht, dass ein Manager seine Boni für Erfolge im Sinne des Unternehmens erhält, halte ich es für konsequent, dass sie diese bei Entscheidungen, die sich langfristig als Misserfolge für das Unternehmen herausstellen, wieder zurückzahlen sollten", sagte Burger am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Freiburg.

Burger zitiert Papst: "Dieser Kapitalismus tötet"

Fehlentscheidungen des Managements zu Lasten der Mitarbeiter dürften nicht ohne Konsequenzen bleiben, sagte der Freiburger Erzbischof. Aus christlicher Sicht sei es entscheidend, ethisch korrektes Verhalten und nicht die "Haltung der persönlichen Gewinnmaximierung" zu fördern. "Wenn die Mitarbeitenden keine Rolle mehr spielen, muss ich Papst Franziskus zitieren: Dieser Kapitalismus tötet", sagte Burger.

Infolge der Abgasmanipulationen will VW allein in Deutschland mehr als 20.000 Arbeitsplätze abbauen. Zuletzt hatte es auch aus der Politik Aufrufe zur Rückzahlung von Manager-Boni gegeben. (KNA)

Linktipp: Katholikenverband: VW-Manager sollen auf Boni verzichten

In Anbetracht des derzeitigen "unwürdigen Gerangels" müsse das "peinliche Feilschen der Mitglieder des VW-Vorstands um die Bonuszahlungen" ein Ende haben, sagte KKV-Bundesvorsitzender, Bernd-M. Wehner, in einer in München veröffentlichten Erklärung. (Artikel von April 2016)

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