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Laut einer Umfrage sind Eltern ihren Kindern oft ein schlechtes Vorbild

Jeder zweite chattet auch unterm Weihnachtsbaum

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Eine Frau tippt einen Text in ihr Smartphone, im Hintergrund der Weihnachtsbaum.
Leverkusen - Eine Umfrage zeigt: Auch an Weihnachten schaffen viele Eltern und Kinder es nicht, das Handy einmal wegzulegen. Manchen ist der Blick auf das Display sogar wichtiger als der in die Gesichter der Verwandten.

In jedem zweiten deutschen Haushalt hat das Smartphone auch unterm Weihnachtsbaum keine Sendepause. In einer Umfrage der Krankenkasse pronova BKK bekannten 51 Prozent, die Familienmitglieder könnten auch zu besonderen Anlässen wie Weihnachten ihr Smartphone nicht zur Seite legen. In jeder zehnten Familie werde dabei sogar häufiger auf das Display geschaut als in die Gesichter der anderen Anwesenden.

Die Nutzung von Smartphones bei gemeinschaftlichen Aktivitäten wie dem Essen ist ein vieldiskutiertes Thema. In mehr als jedem dritten deutschen Haushalt mit Kindern gilt daher laut Umfrage schon ein strenges Smartphone-Verbot am Tisch.

Das Smartphone als Sucht?

Gleichzeitig sind laut der Umfrage viele Erwachsene ihren Kindern ein schlechtes Vorbild. Mehr als die Hälfte der befragten Eltern gaben an, sie schafften es selbst zu selten, das Smartphone längere Zeit aus der Hand zu legen. 39 Prozent sagten außerdem, sie seien sich insgesamt unsicher, wie sie ihren Kindern einen angemessenen Umgang mit digitalen Medien vermitteln sollen.

"Es sind schon erste Suchtanzeichen, wenn Eltern ihren digitalen Medienkonsum einschränken wollen, aber nicht können", mahnte Lutz Kaiser, Vorstand der pronova BKK. Betroffene sollten sich an Beratungsstellen wie den Fachverband für Medienabhängigkeit in Hannover wenden. Auf dessen Website können sie nach Anlaufstellen in ihrer Nähe suchen, um praktische Tipps für den Familienalltag zu bekommen.

Die repräsentative Umfrage ist Teil der Studie "Die Süchte der Deutschen 2017". Dabei wurden im August 2017 insgesamt 1.000 Bundesbürgerinnen und -bürger ab 18 Jahren befragt. (gho/KNA)

Smartphone und Habit: Deutschlands jüngster Mönch

Nach dem Abitur zog Paul Faulhaber aus Leipzig nach Bayern - für ein freiwilliges soziales Jahr. Fast fünf Jahre später ist er noch immer dort. Heute heißt er frater Ignatius Maria und ist Benediktinermönch.

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