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Bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern halten an

Kardinalstaatssekretär Parolin fordert Waffenstillstand in Nahost

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Vatikanstadt - Aus dem Gazastreifen werden weiterhin Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert. Kardinalstaatssekretär Parolin fordert daher einen sofortigen Waffenstillstand in der Region: Der Vatikan wolle im Sinne einer Zwei-Staaten-Lösung vermitteln.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin will sich nachdrücklich für einen Waffenstillstand im wieder aufgeflammten Nahostkonflikt einsetzen. "Dieser Konflikt bringt Tod und Verderben", sagte er dem Portal "Vatican News" (Dienstag). Papst Franziskus und der Heilige Stuhl seien "sehr besorgt" angesichts der Vorgänge im Heiligen Land. Die Gewalteskalation zwischen Israel und den Palästinensern müsse dringend gestoppt werden.

Der Vatikan sei zwar kein Vermittler "im technischen Sinne", wolle aber dennoch alles unternehmen, um den Konflikt im Sinne einer Zwei-Staaten-Lösung zu entschärfen. Über dieses Thema wolle er am Wochenende auch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprechen, so Parolin. Die deutsche Politikerin wird den Angaben zufolge am Samstag im Vatikan erwartet. Geplant ist unter anderem eine Audienz bei Franziskus.

Internationale Stimmen warnen vor weiterer Eskalation

Bereits seit Mitte April hatte sich der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern erneut zugespitzt. Am Montag vergangener Woche eröffnete die radikalislamische Hamas schließlich das Feuer auf israelisches Territorium. Seitdem sind nach israelischen Angaben über 3.000 Raketen auf Israel abgefeuert worden, die zum größten Teil aber vom Abwehrsystem "Iron Dome" abgefangen werden konnten. Die israelische Luftwaffe reagierte mit anhaltenden Angriffen auf den Gazastreifen.

Zahlreiche internationale Stimmen warnen seitdem vor einer weiteren Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und riefen zum sofortigen Ende der bewaffneten Auseinandersetzung auf. Am vergangenen Wochenende kam es indes bei propalästinensischen Demonstrationen in Deutschland zu Ausschreitungen. Kirchenvertreter und Politiker verurteilten die antisemitischen Vorfälle. (mfi/KNA)

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