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Es sei eine Verpflichtung, den Betroffenen zur Seite zu stehen

Rottenburg-Stuttgart: Bislang 850.000 Euro Soforthilfe für die Ukraine

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Rottenburg - "Wir sehen es als unsere Verpflichtung, den Menschen in der Ukraine zur Seite zu stehen": Das Bistum Rottenburg-Stuttgart hat nach eigenen Angaben bislang rund 850.000 Euro Soforthilfe für die Menschen in der Ukraine bereitgestellt.

Das Bistum Rottenburg-Stuttgart hat nach eigenen Angaben bislang rund 850.000 Euro Soforthilfe für die Menschen in der Ukraine bereitgestellt. Damit nehme man mit Blick auf den Umfang der seit Kriegsbeginn geleisteten Hilfe für die Menschen in dem Land unter den 27 deutschen Bistümern "mit großem Abstand" den Spitzenplatz ein, teilte die Diözese am Freitag mit. Zugleich kündigte sie weitere Soforthilfen an.

Seit 30 Jahren Verbindungen der Diözese in die Ukraine

Dank vielfältiger Verbindungen und einer Ukraine-Reise von Bischof Gebhard Fürst vor drei Jahren bestünden persönliche Kontakte in das Land, die es vielerorts erlaubten, ganz gezielt zu helfen. "Wir sehen es als unsere Verpflichtung, den Menschen in der Ukraine und unseren langjährigen Partnern dort in diesem Moment des mit großer Brutalität geführten Krieges der russischen Armee besonders auch gegen die Zivilbevölkerung zur Seite zu stehen. In unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei allen Menschen, die in diesem sinnlosen Krieg so viel Leid erfahren müssen", betonte Fürst.

Die Verbindung zwischen der württembergischen Diözese und der Ukraine besteht nach Angaben des Bistums seit 30 Jahren. Über die Hauptabteilung Weltkirche halte man enge Verbindungen zu den römisch-katholischen und griechisch-katholischen Gläubigen in dem Land. Allein seit 2012 habe es 230 Projekte mit den ukrainischen Partnern mit einem Gesamtvolumen von rund 4,5 Millionen Euro gegeben. Während in den vergangenen Jahren vor allem Projekte zum Klima- und Artenschutz sowie Binnenflüchtlinge unterstützt worden seien, stünden seit Beginn des russischen Angriffskriegs Vor-Ort-Hilfen für Flüchtlinge, die Ausstattung von Luftschutzbunkern und die humanitäre Hilfe für die Menschen in der Ukraine im Zentrum des diözesanen Engagements.

Bischof Bätzing ruft zu weiteren Spenden auf

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine haben die Bistümer und katholischen Hilfswerke in Deutschland umfangreiche finanzielle und materielle Hilfen für die Menschen in der Ukraine bereitgestellt. Ende März rief der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, darüber hinaus zu weiteren Hilfen auf: "Die deutschen Bischöfe rufen erneut die Gläubigen und alle, die sich von ihrer Bitte angesprochen fühlen, zu Spenden für die Notleidenden auf: für diejenigen, die in der Ukraine ausharren, und für die Flüchtlinge, die in deren Nachbarländern versorgt werden müssen oder nach Deutschland gekommen sind."

Vielen fehle es am Allernötigsten – an Nahrung, Kleidung und einem provisorischen Dach über dem Kopf, so Bätzing. Aber auch diejenigen, die sich bis nach Deutschland durchgeschlagen hätten, seien nicht nur auf die Unterstützung durch staatliche Behörden angewiesen, sondern auch auf die Hilfe der Kirchen. Die deutschen Bischöfe bäten deshalb um Spenden. "Sie ist ein Zeugnis gelebter Nächstenliebe. Sie zeigt, wer wir als Christen sind", sagte der Bischof. (stz)

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