Stundenbuch
O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe – ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken – [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.
Der allmächtige Gott erbarme sich unser,
er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.
Amen.
Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt’ und Macht.
Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.
Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil’gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.
Tod und Vergehenwaltet in allem,
steht über Menschen,Pflanzen und Tieren,
Sternbild und Zeit.
Du hast ins Lebenalles gerufen,
Herr, deine Schöpfungneigt sich zum Tode:
Hole sie heim.
Schenke im Endeauch die Vollendung.
Nicht in die Leerefalle die Vielfalt
irdischen Seins.
Herr, deine Plänebleiben uns dunkel. –
Doch singen Lob wirdir, dem dreieinen,
ewigen Gott. Amen.
Christus, göttlicher Herr,
dich liebt, wer nur Kraft hat zu lieben:
unbewusst, wer dich nicht kennt;
sehnsuchtsvoll, wer um dich weiß.
Christus, du bist meine Hoffnung,
mein Friede, mein Glück, all mein Leben:
Christus, dir neigt sich mein Geist;
Christus, dich bete ich an.
Christus, an dir halt’ ich fest
mit der ganzen Kraft meiner Seele:
dich, Herr, lieb’ ich allein –
suche dich, folge dir nach.
Gott, dessen Wort die Welt erschuf
und dessen Wille sie erhält:
du hüllst den Tag in holdes Licht,
in gnäd’gen Schlaf die dunkle Nacht.
Dich träume unser tiefstes Herz,
wenn uns die Ruhe nun umfängt.
Der Schlaf erquicke unsern Leib
und rüste ihn mit neuer Kraft.
Dir sei der Lobpreis dargebracht,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.
Dreiein’ge Macht, die alles lenkt,
behüte, die auf dich vertraun. Amen.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir; auf dich, o Herr, vertraue ich.
Psalm 143, 1–11‹ · Bitte um Kraft und Hilfe
Wir haben erkannt, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. (Gal 2,16)
Herr, höre mein Gebet, vernimm mein Flehen;
∗
in deiner Treue erhöre mich, in deiner Gerechtigkeit!
Geh mit deinem Knecht nicht ins Gericht;
∗
denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir.
Der Feind verfolgt mich, tritt mein Leben zu Boden,
∗
er lässt mich in der Finsternis wohnen wie längst Verstorbene.
Mein Geist verzagt in mir,
∗
mir erstarrt das Herz in der Brust.
Ich denke an die vergangenen Tage,
†
sinne nach über all deine Taten,
∗
erwäge das Werk deiner Hände.
Ich breite die Hände aus und bete zu dir;
∗
meine Seele dürstet nach dir wie lechzendes Land.
Herr, erhöre mich bald,
∗
denn mein Geist wird müde;
verbirg dein Antlitz nicht vor mir,
∗
damit ich nicht werde wie Menschen, die längst begraben sind.
Lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen;
∗
denn ich vertraue auf dich.
Zeig mir den Weg, den ich gehen soll;
∗
denn ich erhebe meine Seele zu dir.
Herr, entreiß mich den Feinden!
∗
Zu dir nehme ich meine Zuflucht.
Lehre mich, deinen Willen zu tun; denn du bist mein Gott.
∗
Dein guter Geist leite mich auf ebenem Pfad.
Um deines Namens willen, Herr, erhalt mich am Leben,
∗
führe mich heraus aus der Not in deiner Gerechtigkeit!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir; auf dich, o Herr, vertraue ich.
Sei mir gnädig, Herr, und höre auf mein Flehen.
Psalm 4 · Gebet am Abend
Wunderbar hat der Herr an ihm gehandelt, den er von den Toten auferweckte. (Augustinus)
Wenn ich rufe, erhöre mich,
∗
Gott, du mein Retter!
Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war.
∗
Sei mir gnädig und hör auf mein Flehen!
Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre,
∗
warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen?
Erkennt doch: Wunderbar handelt der Herr an den Frommen;
∗
der Herr erhört mich, wenn ich zu ihm rufe.
Ereifert ihr euch, so sündigt nicht!
∗
Bedenkt es auf eurem Lager und werdet still+e!
Bringt rechte Opfer dar
∗
und vertraut auf den Herrn!
Viele sagen: „Wer lässt uns Gutes erleben?“
∗
Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten!
Du legst mir größere Freude ins Herz,
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als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.
In Frieden leg’ ich mich nieder und schlafe ein;
∗
denn du allein, Herr, lässt mich sorglos ruhen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Sei mir gnädig, Herr, und höre auf mein Flehen.
Zu nächtlicher Stunde preiset den Herrn.
Psalm 134 · Nächtliches Gotteslob
Preist unseren Gott, all seine Knechte und alle, die ihn fürchten, Große und Kleine! (Offb 19,5)
Wohlan, nun preiset den Herrn,
∗
all ihr Knechte des Herrn,
die ihr steht im Haus des Herrn,
∗
zu nächtlicher Stunde.
Erhebt eure Hände zum Heiligtum
∗
und preiset den Herrn!
Es segne dich der Herr vom Zion her,
∗
der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Zu nächtlicher Stunde preiset den Herrn.
Mit seinen Flügeln beschirmt dich der Herr; du brauchst dich nicht zu fürchten vor dem Schrecken der Nacht.
Psalm 91 · Geborgenheit in Gott
Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten. (Lk 10,19)
Wer im Schutz des Höchsten wohnt
∗
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn: „Du bist für mich Zuflucht und Burg,
∗
mein Gott, dem ich vertraue.“
Er rettet dich aus der Schlinge des Jägers
∗
und aus allem Verderben.
Er beschirmt dich mit seinen Flügeln,
†
unter seinen Schwingen findest du Zuflucht,
∗
Schild und Schutz ist dir seine Treue.
Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten,
∗
noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt,
nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht,
∗
vor der Seuche, die wütet am Mittag.
Fallen auch tausend zu deiner Seite,
†
dir zur Rechten zehnmal tausend,
∗
so wird es doch dich nicht treffen.
Ja, du wirst es sehen mit eigenen Augen,
∗
wirst zuschauen, wie den Frevlern vergolten wird.
Denn der Herr ist deine Zuflucht,
∗
du hast dir den Höchsten als Schutz erwählt.
Dir begegnet kein Unheil,
∗
kein Unglück naht deinem Zelt.
Denn er befiehlt seinen Engeln,
∗
dich zu behüten auf all deinen Wegen.
Sie tragen dich auf ihren Händen,
∗
damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt;
du schreitest über Löwen und Nattern,
∗
trittst auf Löwen und Drachen.
„Weil er an mir hängt, will ich ihn retten;
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ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen.
Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören.
†
Ich bin bei ihm in der Not,
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befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.
Ich sättige ihn mit langem Leben
∗
und lasse ihn schauen mein Heil.“
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Mit seinen Flügeln beschirmt dich der Herr; du brauchst dich nicht zu fürchten vor dem Schrecken der Nacht.
1 Petr 5,8–9a
Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!
Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. – ℟
Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. – ℟
Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. – ℟
Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte.
In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben.
Dtn 6,4–7
Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst. Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben. Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte.
Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. – ℟
Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. – ℟
Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. – ℟
Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte.
In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben.
Offb 22,4–5
Sie werden sein Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit. Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben. Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte.
Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. – ℟
Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. – ℟
Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. – ℟
Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte.
In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben.
Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. Halleluja.
Nun
+
lässt du, Herr, deinen Knecht,
∗
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
∗
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet,
∗
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. Halleluja.
Herr, gütiger Vater, sei du unsere Leuchte im Dunkel der Nacht. Gib, dass wir in Frieden schlafen, damit wir uns beim Anbruch des neuen Tages in deinem Namen freudig erheben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Herr, bleibe bei uns in dieser Nacht, und wenn wir uns am Morgen erheben, dann lass uns in Freude der Auferstehung deines Sohnes gedenken, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Allmächtiger Gott, wir haben heute das Geheimnis der Auferstehung unseres Herrn gefeiert. Am Abend rufen wir zu dir: Bewahre uns in dieser Nacht vor allem Bösen. Lass uns in deinem Frieden ruhen und morgen den neuen Tag mit deinem Lob beginnen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
Amen.
Erhabne Mutter des Erlösers,
du allzeit offene Pforte des Himmels
und Stern des Meeres,
komm, hilf deinem Volke,
das sich müht, vom Falle aufzustehn.
Du hast geboren, der Natur zum Staunen,
deinen heiligen Schöpfer.
Unversehrte Jungfrau,
die du aus Gabriels Munde
nahmst das selige Ave,
o erbarme dich der Sünder.
Ave, du Himmelskönigin,
ave, der Engel Herrscherin.
Wurzel, der das Heil entsprossen,
Tür, die uns das Licht erschlossen:
Freu dich, Jungfrau, voll der Ehre,
über allen Seligen Hehre,
sei gegrüßt, des Himmels Krone,
bitt für uns bei deinem Sohne.
Sei gegrüßt, o Königin,
Mutter der Barmherzigkeit;
unser Leben, unsre Wonne
und unsre Hoffnung, sei gegrüßt!
Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas;
zu dir seufzen wir
trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, unsre Fürsprecherin,
wende deine barmherzigen Augen uns zu
und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
die gebenedeite Frucht deines Leibes!
O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!
Unter deinen Schutz und Schirm
fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin;
verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin,
unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir;
du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
O Himmelskönigin, frohlocke, Halleluja.
Denn er, den du zu tragen würdig warst, Halleluja,
ist erstanden, wie er sagte. Halleluja.
Bitt Gott für uns, Maria. Halleluja.