Stundenbuch
O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.
Der Glanz verfällt, die Zeit flieht hin,
das Tagwerk zehrt an unsrer Kraft.
Herr, Gott, an den kein Abend rührt,
nimm uns Erschöpfte liebreich auf.
Wir gehn dahin wie Tag und Traum;
kein Wunsch hält unser Leben fest.
Dein Glanz, o Herr, erstrahle uns,
wenn unser kleines Licht erlischt.
Gewähr uns dies, o guter Gott,
du Vater, und du, einz’ger Sohn,
die ihr mit ihm, dem Heil’gen Geist,
regiert durch Zeit und Ewigkeit. Amen.
Selig, wer deine Weisung kennt und danach handelt.
Psalm 119, 137–144 XVIII · Zade
Herr, du bist gerecht,
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und deine Entscheide sind richtig.
Du hast deine Vorschriften erlassen in Gerechtigkeit
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und in großer Treue.
Der Eifer für dich verzehrt mich;
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denn meine Gegner vergessen deine Worte.
Deine Worte sind rein und lauter;
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dein Knecht hat sie lieb.
Ich bin gering und verachtet,
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doch ich vergesse nie deine Befehle.
Deine Gerechtigkeit bleibt ewig Gerechtigkeit,
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deine Weisung ist Wahrheit.
Mich trafen Not und Bedrängnis,
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doch deine Gebote machen mich froh.
Deine Vorschriften sind auf ewig gerecht.
∗
Gib mir Einsicht, damit ich lebe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Selig, wer deine Weisung kennt und danach handelt.
Lass mein Gebet zu dir dringen, Herr, du Gott meines Heils.
Psalm 88, 2–9 · Klage eines Kranken und Einsamen
Jetzt ist eure Stunde da, und die Finsternis hat die Macht. (Lk 22,53)
Herr, du Gott meines Heils,
∗
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.
Lass mein Gebet zu dir dringen,
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wende dein Ohr meinem Flehen zu!
Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid,
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mein Leben ist dem Totenreich nahe.
Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab,
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bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.
Ich bin zu den Toten hinweggerafft
∗
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;
an sie denkst du nicht mehr,
∗
denn sie sind deiner Hand entzogen.
Du hast mich ins tiefste Grab gebracht,
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tief hinab in finstere Nacht.
Schwer lastet dein Grimm auf mir,
∗
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.
Die Freunde hast du mir entfremdet,
†
mich ihrem Abscheu ausgesetzt;
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ich bin gefangen und kann nicht heraus.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Lass mein Gebet zu dir dringen, Herr, du Gott meines Heils.
Herr, ich schreie zu dir. Warum verbirgst du vor mir dein Gesicht?
Psalm 88, 10–19
Mein Auge wird trübe vor Elend.
†
Jeden Tag, Herr, ruf’ ich zu dir;
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ich strecke nach dir meine Hände aus.
Wirst du an den Toten Wunder tun,
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werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?
Erzählt man im Grab von deiner Huld,
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von deiner Treue im Totenreich?
Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt,
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deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?
Herr, darum schreie ich zu dir,
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früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.
Warum, o Herr, verwirfst du mich,
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warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?
Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an,
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deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.
Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin,
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deine Schrecken vernichten mich.
Sie umfluten mich allzeit wie Wasser
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und dringen auf mich ein von allen Seiten.
Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet;
∗
mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Herr, ich schreie zu dir. Warum verbirgst du vor mir dein Gesicht?
Selig, wer deine Weisung kennt und danach handelt.
Psalm 126 · Heimkehr aus der Gefangenschaft
Wir sind sicher, dass ihr mit uns nicht nur an den Leiden teilhabt, sondern auch am Trost. (2 Kor 1,7)
Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
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da waren wir alle wie Träumende.
Da war unser Mund voll Lachen
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und unsere Zunge voll Jubel.
Da sagte man unter den andern Völkern:
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„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“
Ja, Großes hat der Herr an uns getan.
∗
Da waren wir fröhlich.
Wende doch, Herr, unser Geschick,
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wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
Die mit Tränen säen,
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werden mit Jubel ernten.
Sie gehen hin unter Tränen
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und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel
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und bringen ihre Garben ein.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Selig, wer deine Weisung kennt und danach handelt.
Lass mein Gebet zu dir dringen, Herr, du Gott meines Heils.
Psalm 127 · Ohne Gott ist alles Mühen vergeblich
Ihr seid Gottes Bau. (1 Kor 3,9)
Wenn nicht der Herr das Haus baut,
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müht sich jeder umsonst, der daran baut.
Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht,
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wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht
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und euch spät erst niedersetzt,
um das Brot der Mühsal zu essen;
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denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.
Kinder sind eine Gabe des Herrn,
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die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.
Wie Pfeile in der Hand des Kriegers,
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so sind Söhne aus den Jahren der Jugend.
Wohl dem Mann, der mit ihnen den Köcher gefüllt hat!
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Beim Rechtsstreit mit ihren Feinden scheitern sie nicht.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Lass mein Gebet zu dir dringen, Herr, du Gott meines Heils.
Herr, ich schreie zu dir. Warum verbirgst du vor mir dein Gesicht?
Psalm 128 · Haussegen
„Es segne dich der Herr vom Zion her“, das heißt: von seiner Kirche aus. (Arnobius)
Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt
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und der auf seinen Wegen geht!
Was deine Hände erwarben, kannst du genießen;
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wohl dir, es wird dir gut ergehn.
Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau
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drinnen in deinem Haus.
Wie junge Ölbäume sind deine Kinder
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rings um deinen Tisch.
So wird der Mann gesegnet,
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der den Herrn fürchtet und ehrt.
Es segne dich der Herr vom Zion her.
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Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen
und die Kinder deiner Kinder sehn.
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Frieden über Israel!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Herr, ich schreie zu dir. Warum verbirgst du vor mir dein Gesicht?
Jes 55,10–11
Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.
Der Herr sendet sein Wort zur Erde.
Rasch eilt dahin sein Befehl.
Der Herr sendet sein Wort zur Erde.
Rasch eilt dahin sein Befehl.
Gott, um die neunte Stunde hast du dem Hauptmann Kornelius deinen Engel geschickt, dass er ihm den Weg des Heiles weise. Mach uns bereit, in der Gemeinschaft der Kirche mitzuwirken an der Rettung der Menschen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Singet Lob und Preis.
Dank sei Gott, dem Herrn.