Stundenbuch
O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Erwacht und singt in der Nacht;
es kommt das göttliche Wort, der Sohn,
der Himmel und Erde gemacht,
vom Thron in unsere Zeit und Niedrigkeit.
Erhebt euch, Menschen, und gebt ihm Ehr’,
der über das All ward gesetzt,
dem Kyrios Christ, der lebt im Jetzt
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Wort Gottes, dessen Macht und Ruf
im Urbeginn die Welt erschuf.
Du bist der Anfang und das Ende.
Der Himmel und die ganze Welt
sind deiner Hoheit unterstellt.
Du bist der Zeiten Lot und Wende.
Die Weisheit baute sich ein Haus,
darin spricht Gott sich selber aus,
und dieses Wort hat uns getroffen.
Nun ist die Welt nicht mehr so leer,
nicht mehr die Last so drückend schwer:
Der Weg zum Vater steht uns offen.
Mein Schreien dringe zu dir, o Herr, verbirg dein Antlitz nicht vor mir. Halleluja.
Psalm 102, 2–11 · Gebet eines Unglücklichen
Gott tröstet uns in all unserer Not. (2 Kor 1,4)
Herr, höre mein Gebet:
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Mein Schreien dringe zu dir.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir!
†
Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu!
∗
Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald!
Meine Tage sind wie Rauch geschwunden,
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meine Glieder wie von Feuer verbrannt.
Versengt wie Gras und verdorrt ist mein Herz,
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sodass ich vergessen habe, mein Brot zu essen.
Vor lauter Stöhnen und Schreien
∗
bin ich nur noch Haut und Knochen.
Ich bin wie eine Dohle in der Wüste,
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wie eine Eule in öden Ruinen.
Ich liege wach, und ich klage
∗
wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.
Den ganzen Tag schmähen mich die Feinde;
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die mich verhöhnen, nennen meinen Namen beim Fluchen.
Staub muss ich essen wie Brot,
∗
mit Tränen mische ich meinen Trank;
denn auf mir lasten dein Zorn und dein Grimm.
∗
Du hast mich hochgerissen und zu Boden geschleudert.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Mein Schreien dringe zu dir, o Herr, verbirg dein Antlitz nicht vor mir. Halleluja.
Wende dich dem Gebet der Verlassenen zu, verschmähe ihre Bitten nicht. Halleluja.
Psalm 102, 12–23
Meine Tage schwinden dahin wie Schatten,
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ich verdorre wie Gras.
Du, Herr, thronst für immer und ewig,
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dein Name dauert von Geschlecht zu Geschlecht.
Du wirst dich erheben, dich über Zion erbarmen;
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denn es ist Zeit, ihm gnädig zu sein, die Stunde ist da.
An Zions Steinen hängt das Herz deiner Knechte,
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um seine Trümmer tragen sie Leid.
Dann fürchten die Völker den Namen des Herrn
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und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.
Denn der Herr baut Zion wieder auf
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und erscheint in all seiner Herrlichkeit.
Er wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu,
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ihre Bitten verschmäht er nicht.
Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht,
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damit das Volk, das noch erschaffen wird, den Herrn lobpreise.
Der Herr schaut herab aus heiliger Höhe,
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vom Himmel blickt er auf die Erde nieder;
er will auf das Seufzen der Gefangenen hören
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und alle befreien, die dem Tod geweiht sind,
damit sie den Namen des Herrn auf dem Zion verkünden
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und sein Lob in Jerusalem,
wenn sich dort Königreiche und Völker versammeln,
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um den Herrn zu verehren.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Wende dich dem Gebet der Verlassenen zu, verschmähe ihre Bitten nicht. Halleluja.
Du, o Herr, hast der Erde Grund gelegt, die Himmel sind das Werk deiner Hände. Halleluja.
Psalm 102, 24–29
Der Herr hat meine Kraft auf dem Weg gebrochen,
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er hat meine Tage verkürzt.
Darum sage ich: Raff mich nicht weg in der Mitte des Lebens,
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mein Gott, dessen Jahre Geschlecht um Geschlecht überdauern!
Vorzeiten hast du der Erde Grund gelegt,
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die Himmel sind das Werk deiner Hände.
Sie werden vergehen, du aber bleibst;
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sie alle zerfallen wie ein Gewand;
du wechselst sie wie ein Kleid,
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und sie schwinden dahin.
Du aber bleibst, der du bist,
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und deine Jahre enden nie.
Die Kinder deiner Knechte werden in Sicherheit wohnen,
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ihre Nachkommen vor deinem Antlitz bestehen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Du, o Herr, hast der Erde Grund gelegt, die Himmel sind das Werk deiner Hände. Halleluja.
Mein Volk, vernimm meine Weisung.
Wendet euer Ohr zu den Worten meines Mundes.
Das rechte Suchen nach Weisheit
Wohl dem Menschen, der nachsinnt über die Weisheit, der sich bemüht um Einsicht,
der seinen Sinn richtet auf ihre Wege und auf ihre Pfade achtet,
der ihr nachgeht wie ein Späher und an ihren Eingängen lauert,
der durch ihre Fenster schaut und an ihren Türen horcht,
der sich bei ihrem Haus niederlässt und seine Zeltstricke an ihrer Mauer befestigt,
der neben ihr sein Zelt aufstellt und so eine gute Wohnung hat,
der sein Nest in ihr Laub baut und in ihren Zweigen die Nacht verbringt,
der sich in ihrem Schatten vor der Hitze verbirgt und im Schutz ihres Hauses wohnt.
Wer den Herrn fürchtet, handelt so, und wer am Gesetz fest hält, erlangt die Weisheit.
Sie geht ihm entgegen wie eine Mutter, wie eine junge Gattin nimmt sie ihn auf.
Sie nährt ihn mit dem Brot der Klugheit und tränkt ihn mit dem Wasser der Einsicht.
Er stützt sich auf sie und kommt nicht zu Fall, er vertraut auf sie und wird nicht enttäuscht.
Sie erhöht ihn über seine Gefährten, sie öffnet ihm den Mund in der Versammlung.
Sie lässt ihn Jubel und Freude finden, unvergänglichen Ruhm wird sie ihm verleihen.
Für schlechte Menschen ist sie unerreichbar, Unbeherrschte werden sie nicht schauen.
Den Zuchtlosen ist sie fern. Lügner denken nicht an sie.
Schlecht klingt das Gotteslob im Mund des Frevlers, es ist ihm von Gott nicht zugeteilt.
Im Mund des Weisen erklinge das Gotteslob und wer dazu Vollmacht hat, unterrichte darin.
Wer den Herrn fürchtet, tut Gutes, wer das Gesetz hält, erlangt Weisheit; * denn die Weisheit geht von Gott aus.
Im Munde der Weisen erklinge das Gotteslob. * Denn die Weisheit geht von Gott aus.
Der priesterliche Dienst
Priester, durch deine Demut musst du die Gläubigen in das gelobte Land des Himmels führen.
Priester, wer bist du? Du bist nicht aus dir, sondern aus Gott; du bist nicht für dich, sondern für die Menschen; du bist nicht dein Herr, sondern der Knecht aller. Was bist du also? Nichts und alles!
Dadurch, dass wir unser Leben erneuern, zeigen wir, dass wir Gott dankbar sind.
Wenn wir für Gott arbeiten und uns die Menschen im Stich lassen, so wollen wir an Jesus denken, von dem es in der Heiligen Schrift heißt, dass ihn während der Passion alle verließen.
Über die heilige Einfalt lachen manche. Aber sie ist die Lampe, die hell leuchten wird, wenn ihre Zeit kommt.
Jesus Christus empfiehlt dir seine Armen! Hilf ihnen! Der Herr hat versprochen, hundert für eins und das ewige Leben. Jesus trat in diese Welt mit dem Geist des Opfers. Er lebte unter den Menschen mit dem Willen, sich zu opfern. Jesus starb inmitten zweier Räuber als Opferpriester und Opfergabe zugleich.
Christus ist mit seinem eigenen Blut in das Heiligtum eingegangen * und hat eine ewige Erlösung vollbracht.
Er starb inmitten zweier Räuber. * Und hat eine ewige Erlösung vollbracht.
Herr, unser Gott, deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns, damit wir dein Wort im Herzen bewahren und immer bereit sind, das Gute zu tun. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Singet Lob und Preis.
Dank sei Gott, dem Herrn.