Stundenbuch
O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Erwartet den Herrn,
steht als Knechte bereit an der Tür.
Schon jauchzt jeder Stern.
Seht, er kommt, seht, er kommt, wir sind hier.
Komm, Herr Jesus, Maranatha.
Entzündet die Lampen, ihr Mägde,
erglühet im Geist
im Kommen des EwigGeliebten,
der Kyrios heißt.
Komm, Herr Jesus, Maranatha.
Du wirfst dein Feuer zur Erde
und willst, dass es brennt,
und wir sind der Mund,
der anbetend dein Kommen bekennt.
Komm, Herr Jesus, Maranatha.
Du Wort, das der Vater spricht,
behältst deine Gottheit nicht
als Beute und Raub,
du springst in den Staub:
Du Leben, du Licht
wirst Mensch, der zerbricht,
da fließen die lebenspendenden Wasser
des Heils.
Halleluja.
Herr, gib uns zu trinken davon.
Dein Wort ist nicht irgendein Ton.
Es dringt in uns ein
wie Feuer, wie Wein:
Wer glaubt, der hat schon
das Leben im Sohn,
dem Urquell der lebenspendenden Wasser
des Heils.
Halleluja.
Du Wort des Herrn bist ein Schwert,
das Sehne und Mark durchfährt
und Wahrheit heißt
und Macht ist und Geist,
das ewig währt
und uns verklärt
in der Kraft der lebenspendenden Wasser
des Heils.
Halleluja.
Wort Gottes, dessen Macht und Ruf
im Urbeginn die Welt erschuf.
Du bist der Anfang und das Ende.
Der Himmel und die ganze Welt
sind deiner Hoheit unterstellt.
Du bist der Zeiten Lot und Wende.
Die Weisheit baute sich ein Haus,
darin spricht Gott sich selber aus,
und dieses Wort hat uns getroffen.
Nun ist die Welt nicht mehr so leer,
nicht mehr die Last so drückend schwer:
Der Weg zum Vater steht uns offen.
Geist, der das Leben weckt,
du bist der Schwachen Kraft,
gibst ihnen Zuversicht
mitten in Todesnot;
hell wird uns offenbar,
was uns der Glaube sagt:
Christus hat unsern Tod besiegt.
Alles verwelkt im Tod,
Staub wird des Menschen Leib.
Doch wer in Christus stirbt,
wird mit ihm auferstehn:
Wer sich zu ihm bekennt,
fürchtet die Marter nicht,
wird im Tode mit Christus eins.
Ihm, der als Weizenkorn
für uns zerrieben ward,
folgen die Jünger nach,
bringen sich dar mit ihm,
werden wie er zum Brot,
welches das Leben nährt,
Pilger stärkt auf dem Weg zu Gott.
Dich, Herr, verehren wir,
König der Märtyrer,
Dein ist die Herrlichkeit,
von der ihr Glaube zeugt.
Führ uns durch deinen Geist
heim in des Vaters Reich,
wo in Ewigkeit Friede herrscht. Amen.
Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Halleluja.
Psalm 103, 1–7 · Der gütige und verzeihende Gott
Unser Gott ist reich an Erbarmen, darum kommt zu uns das strahlende Licht aus der Höhe. (vgl. Lk 1,78)
Lobe den Herrn, meine Seele,
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und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
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und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
der dir all deine Schuld vergibt
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und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
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und dich mit Huld und Erbarmen krönt,
der dich dein Leben lang mit seinen Gaben sättigt;
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wie dem Adler wird dir die Jugend erneuert.
Der Herr vollbringt Taten des Heiles,
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Recht verschafft er allen Bedrängten.
Er hat Mose seine Wege kundgetan,
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den Kindern Israels seine Werke.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Halleluja.
Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten. Halleluja.
Psalm 103, 8–16
Der Herr ist barmherzig und gnädig,
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langmütig und reich an Güte.
Er wird nicht immer zürnen,
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nicht ewig im Groll verharren.
Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden
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und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.
Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
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so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.
So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
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so weit entfernt er die Schuld von uns.
Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,
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so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.
Denn er weiß, was wir für Gebilde sind;
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er denkt daran: Wir sind nur Staub.
Des Menschen Tage sind wie Gras,
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er blüht wie die Blume des Feldes.
Fährt der Wind darüber, ist sie dahin;
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der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten. Halleluja.
Lobet den Herrn, all seine Werke. Halleluja.
Psalm 103, 17–22
Die Huld des Herrn währt immer und ewig
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für alle, die ihn fürchten und ehren;
sein Heil erfahren noch Kinder und Enkel;
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alle, die seinen Bund bewahren,
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an seine Gebote denken und danach handeln.
Der Herr hat seinen Thron errichtet im Himmel,
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seine königliche Macht beherrscht das All.
Lobt den Herrn, ihr seine Engel,
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ihr starken Helden, die seine Befehle vollstrecken,
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seinen Worten gehorsam!
Lobt den Herrn, all seine Scharen,
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seine Diener, die seinen Willen vollziehen!
Lobt den Herrn, all seine Werke,
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an jedem Ort seiner Herrschaft!
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Lobe den Herrn, meine Seele!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Lobet den Herrn, all seine Werke. Halleluja.
Lass mich den Weg begreifen, den du mir zeigst.
Nachsinnen will ich über deine Wunder.
Die Verantwortung des Menschen
Sag nicht: Meine Sünde kommt von Gott. Denn was er hasst, das tut er nicht.
Sag nicht: Er hat mich zu Fall gebracht. Denn er hat keine Freude an schlechten Menschen.
Verabscheuungswürdiges hasst der Herr; alle, die ihn fürchten, bewahrt er davor.
Er hat am Anfang den Menschen erschaffen und ihn der Macht der eigenen Entscheidung überlassen.
[Er gab ihm seine Gebote und Vorschriften.] Wenn du willst, kannst du das Gebot halten; Gottes Willen zu tun ist Treue.
Feuer und Wasser sind vor dich hingestellt; streck deine Hände aus nach dem, was dir gefällt.
Der Mensch hat Leben und Tod vor sich; was er begehrt, wird ihm zuteil.
Überreich ist die Weisheit des Herrn; stark und mächtig ist er und sieht alles.
Die Augen Gottes schauen auf das Tun des Menschen, er kennt alle seine Taten.
Keinem gebietet er zu sündigen und die Betrüger unterstützt er nicht.
Der Mensch hat Leben und Tod vor sich; * was er begehrt, wird ihm zuteil.
Feuer und Wasser sind vor ihn hingestellt. * Was er begehrt, wird ihm zuteil.
In Friedenszeiten wird das Gewissen gekrönt
„Die Leiden der gegenwärtigen Zeit bedeuten nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll“ * . Wer sollte sich nicht auf jede Weise bemühen, zu so großer Herrlichkeit zu gelangen, Freund Gottes zu werden, sich schon jetzt mit Christus zu freuen und nach den Qualen und Strafen der Erde den Lohn Gottes zu erlangen?
Für weltliche Krieger ist es ruhmvoll, nach dem Sieg über den Feind im Triumph in die Heimat zurückzukehren. Wieviel größer ist der Ruhm, nach der Überwindung des Teufels in das Paradies zurückzukommen, das Siegeszeichen dorthin zurückzutragen, von wo Adam durch den Trug des jetzt besiegten Teufels verjagt wurde; dem Herrn als wohlgefälliges Opfer einen ungebrochenen Glauben, lautere Tugend des Geistes, strahlenden Lobpreis der Liebe darzubringen; ihn zu begleiten, wenn er sich anschickt, zu kommen und den Feinden zu vergelten; an seiner Seite zu stehen, wenn er sich zum Gericht niederlässt; Miterbe Christi und den Engeln gleich zu werden und mit den Patriarchen, Aposteln und Propheten das Reich des Himmels in Freude zu besitzen! Welche Verfolgung und welche Qualen könnten solche Überlegungen überwinden und besiegen?
Ein starker und in der Betrachtung heiliger Dinge festgegründeter Geist harrt aus. Gegenüber allen Schrecken des Teufels und allen Drohungen der Welt bleibt das Herz fest, da die Sicherheit und Unerschütterlichkeit des Glaubens an die kommende Welt es stark macht. Die Erde verschließt sich in der Verfolgung, aber der Himmel tut sich auf; der Antichrist droht, Christus gewährt Schutz; der Tod kommt, doch ihm folgt die Unsterblichkeit.
Wie groß ist die Würde und Sicherheit dessen, der froh von hier Abschied nimmt, der unter Not und Bedrängnis ruhmreich von dieser Welt scheidet, der jetzt die Augen schließt, mit denen er die Menschen sah, und sie sofort wieder öffnet, um Gott und Christus zu schauen! Wie beschwingt ist eine so selige Wanderung! Unversehens wirst du der Erde entrissen, um Bürger des Himmelreiches zu werden.
Der Heilige Geist hat euch zu Hirten bestellt über die ganze Erde, * die sich Gott durch das Blut seines Sohnes erworben hat.
Gebt acht, dass ihr die Kirche Gottes hütet. * Die sich Gott durch das Blut seines Sohnes erworben hat.
Gott, die unendliche Liebe
Vom heiligen Glauben erleuchtet, erinnern wir uns, dass Gott für einen Zweck wirkt, der seiner selbst, des Ewigen, Unendlichen, Unermesslichen, Unbegreiflichen, würdig ist.
So hat er uns das Licht gegeben, vor allem weil er wollte, dass wir verlangen, das unvergängliche Licht, das Gott selber ist, ewig zu schauen und zu betrachten.
Er hat uns die Finsternis der Nacht gegeben, die uns nach der Mühe des Tages die Ruhe herbeiführt, auch, um uns für die ewige Ruhe im Himmel zu rüsten.
Er hat uns den Duft gegeben, damit wir uns der ewigen Lieblichkeit Gottes in Gott zuwenden.
Er hat uns die mannigfaltigen Klänge und Gesänge gegeben, damit wir die ewigen Gesänge der Herrlichkeit im Glanz der Heiligen liebgewinnen.
Er hat uns die unzählbare Vielfalt des Geschmacks in Speisen und Trank gegeben, auch wieder, damit wir uns an den ewigen und wahren Genüssen, die in Gott sind, begeistern.
Er hat uns die Kleider gegeben, und in solcher Mannigfaltigkeit, damit wir auch voll Eifer immer die Seele mit allen Tugenden bekleidet halten und sie so vorbereiten, im Himmel mit der ewigen Herrlichkeit umkleidet zu werden.
Er hat Reichtum, Gold, Silber, Edelsteine, kostbare Perlen gegeben, damit wir nach dem ewigen Reichtum Verlangen tragen, der Gott selber ist in der Offenbarung seiner Herrlichkeit.
Und alle diese Dinge hat er uns zeitlich, vergänglich und begrenzt gegeben, damit wir uns sehnen nach dem Ewigen, dem Unermesslichen, dem Unbegreiflichen, der Gott selber ist.
Vom heiligen Glauben erleuchtet, beherzige ich, dass ich verpflichtet bin, die geschaffenen Dinge nach den Plänen der unendlichen Liebe und der unendlichen Barmherzigkeit Gottes zu benützen.
Insbesondere sollte ich dadurch in meiner Seele das Reich der heiligen Liebe Gottes bewahren und wachsen lassen.
So werde ich eingehen ins Reich der ewigen Liebe in der Herrlichkeit.
Was hast du, und es wäre nicht empfangen? * Hast du es aber empfangen, warum rühmst du dich?
Jedes gute Gespräch kommt von oben. * Hast du es aber empfangen, warum rühmst du dich?
Gütiger Gott, erhöre unsere Gebete, die wir am Gedenktag des heiligen Märtyrerpapstes Kallistus vor dich bringen. Sieh auf sein heiliges Leben und Sterben und gewähre der Kirche allezeit deine Hilfe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Singet Lob und Preis.
Dank sei Gott, dem Herrn.