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Stundenbuch

Das katholische Stundengebet soll den gesamten Tagesablauf heiligen und den Alltag vor Gott bringen. Das liturgische Buch, das die Texte des Stundengebets enthält, heißt in der katholischen Kirche Stundenbuch. Auf katholisch.de finden Sie das komplette Stundenbuch in digitaler Form zum Mitbeten.
Aktuelles Stundengebet
Jetzt beten: Lesehore
Mittwoch, 14. Oktober 2026
28. Woche im Jahreskreis

Sext

Wochentag
Eröffnung

O Gott, komm mir zu Hilfe.

Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Hymnus
O Gott, du lenkst mit starker Hand

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.

Die Glut des Mittags treibt uns um

Die Glut des Mittags treibt uns um,
die Stunden eilen wie im Flug.
Du, Gott vor dem die Zeiten stehn,
lass uns ein wenig bei dir ruhn.

Wir atmen fiebrig und gehetzt,
der Streit flammt auf, das rasche Wort.
In deiner Nähe, starker Gott,
ist Kühlung, Frieden und Geduld.

Gewähr uns dies, o guter Gott,
du, Vater, und du, einz’ger Sohn,
die ihr mit ihm, dem Heil’gen Geist,
regiert durch Zeit und Ewigkeit. Amen.

Psalmodie
1. Ant.

Herr, ich rufe zu dir, ich warte auf dein Wort.

Psalm 119, 145–152   XIX · Qof

Erhöre mich, Herr, ich rufe von ganzem Herzen;  ∗
deine Gesetze will ich halten.

Ich rufe zu dir; errette mich,  ∗
dann will ich deinen Vorschriften folgen.

Schon beim Morgengrauen komme ich und flehe;  ∗
ich warte auf dein Wort.

Meine Augen eilen den Nachtwachen voraus,  ∗
denn ich sinne nach über deine Verheißung.

Höre auf meine Stimme in deiner Huld;  ∗
belebe mich, Herr, durch deine Entscheide!

Mir nähern sich tückische Verfolger;  ∗
sie haben sich weit von deiner Weisung entfernt.

Doch du bist nahe, Herr,  ∗
und alle deine Gebote sind Wahrheit.

Aus deinen Vorschriften weiß ich seit langem,  ∗
dass du sie für ewig bestimmt hast.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Herr, ich rufe zu dir, ich warte auf dein Wort.

2. Ant.

Der Herr kennt die Gedanken der Menschen: sie sind nichts als ein Hauch.

Psalm 94, 1–11 · Gott, der Richter

All das rächt der Herr; denn Gott hat uns nicht dazu berufen, unrein zu leben, sondern heilig zu sein. (1 Thess 4,7.8)

Gott der Vergeltung, o Herr,  ∗
du Gott der Vergeltung, erscheine!

Erhebe dich, Richter der Erde,  ∗
vergilt den Stolzen ihr Tun!

Wie lange noch dürfen die Frevler, o Herr,  ∗
wie lange noch dürfen die Frevler frohlocken?

Sie führen freche Reden,  ∗
alle, die Unrecht tun, brüsten sich.

Herr, die Frevler zertreten dein Volk,  ∗
sie unterdrücken dein Erbteil.

Sie bringen die Witwen und Waisen um  ∗
und morden die Fremden.

Sie denken: Der Herr sieht es ja nicht,  ∗
der Gott Jakobs merkt es nicht.

Begreift doch, ihr Toren im Volk!  ∗
Ihr Unvernünftigen, wann werdet ihr klug?

Sollte der nicht hören, der das Ohr gepflanzt hat,  ∗
sollte der nicht sehen, der das Auge geformt hat?

Sollte der nicht strafen, der die Völker erzieht,  ∗
er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?

Der Herr kennt die Gedanken der Menschen:  ∗
Sie sind nichts als ein Hauch.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Der Herr kennt die Gedanken der Menschen: sie sind nichts als ein Hauch.

3. Ant.

Meine Burg ist der Herr, mein Gott ist der Fels meiner Zuflucht.

Psalm 94, 12–23

Wohl dem Mann, den du, Herr, erziehst,  ∗
den du mit deiner Weisung belehrst.

Du bewahrst ihn vor bösen Tagen,  ∗
bis man dem Frevler die Grube gräbt.

Ja, der Herr wird sein Volk nicht verstoßen  ∗
und niemals sein Erbe verlassen.

Nun spricht man wieder Recht nach Gerechtigkeit;  ∗
ihr folgen alle Menschen mit redlichem Herzen.

Wer wird sich für mich gegen die Frevler erheben,  ∗
wer steht für mich ein gegen den, der Unrecht tut?

Wäre nicht der Herr meine Hilfe,  ∗
bald würde ich im Land des Schweigens wohnen.

Wenn ich sage: „Mein Fuß gleitet aus“,  ∗
dann stützt mich, Herr, deine Huld.

Mehren sich die Sorgen des Herzens,  ∗
so erquickt dein Trost meine Seele.

Kann sich mit dir der bestechliche Richter verbünden,  ∗
der willkürlich straft, gegen das Gesetz?

Sie wollen das Leben des Gerechten vernichten  ∗
und verurteilen schuldlose Menschen.

Doch meine Burg ist der Herr,  ∗
mein Gott ist der Fels meiner Zuflucht.

Er wird ihnen ihr Unrecht vergelten  †
und sie wegen ihrer Bosheit vernichten;
 ∗
vernichten wird sie der Herr, unser Gott.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Meine Burg ist der Herr, mein Gott ist der Fels meiner Zuflucht.

1. Ant.

Herr, ich rufe zu dir, ich warte auf dein Wort.

Psalm 123 · Zu Gott erhebe ich meine Augen

Die beiden Blinden riefen laut: Herr! Sohn Davids! Hab Erbarmen mit uns! (vgl. Mt 20,30)

Ich erhebe meine Augen zu dir,  ∗
der du hoch im Himmel thronst.

Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn,  ∗
wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin,

so schauen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott,  ∗
bis er uns gnädig ist.

Sei uns gnädig, Herr, sei uns gnädig,  ∗
denn übersatt sind wir vom Hohn der Spötter,

übersatt ist unsre Seele von ihrem Spott,  ∗
von der Verachtung der Stolzen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Herr, ich rufe zu dir, ich warte auf dein Wort.

2. Ant.

Der Herr kennt die Gedanken der Menschen: sie sind nichts als ein Hauch.

Psalm 124 · Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn

Der Herr sagte zu Paulus: Fürchte dich nicht! Denn ich bin mit dir. (Apg 18,9.10)

Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt  ∗
– so soll Israel sagen –,

hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt,  ∗
als sich gegen uns Menschen erhoben,

dann hätten sie uns lebendig verschlungen,  ∗
als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.

Dann hätten die Wasser uns weggespült,  ∗
hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.

Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen,  ∗
die wilden und wogenden Wasser.

Gelobt sei der Herr,  ∗
der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.

Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen,  ∗
das Netz ist zerrissen, und wir sind frei.

Unsre Hilfe steht im Namen des Herrn,  ∗
der Himmel und Erde gemacht hat.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Der Herr kennt die Gedanken der Menschen: sie sind nichts als ein Hauch.

3. Ant.

Meine Burg ist der Herr, mein Gott ist der Fels meiner Zuflucht.

Psalm 125 · Gott wacht über sein Volk

Friede und Erbarmen komme über alle: sie sind das Israel Gottes. (Gal 6,16)

Wer auf den Herrn vertraut, steht fest wie der Zionsberg,  ∗
der niemals wankt, der ewig bleibt.

Wie Berge Jerusalem rings umgeben,  ∗
so ist der Herr um sein Volk, von nun an auf ewig.

Das Zepter des Frevlers soll nicht auf dem Erbland der Gerechten lasten,  ∗
damit die Hand der Gerechten nicht nach Unrecht greift.

Herr, tu Gutes den Guten,  ∗
den Menschen mit redlichem Herzen!

Doch wer auf krumme Wege abbiegt,  †
den jage, Herr, samt den Frevlern davon!
 ∗
Frieden über Israel!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Meine Burg ist der Herr, mein Gott ist der Fels meiner Zuflucht.

Kurzlesung

Kol 3,17

Alles, was ihr in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn; durch ihn dankt Gott, dem Vater!

Ein Opfer des Dankes will ich dir bringen.

Anrufen will ich deinen Namen.

Versikel

Ein Opfer des Dankes will ich dir bringen.

Anrufen will ich deinen Namen.

Oration

Allmächtiger, gütiger Gott, in der Mitte des Tages lässt du uns innehalten und zur Ruhe kommen. Schau gnädig auf unsere Arbeit. Mache gut, was wir falsch gemacht haben und gib, dass am Abend unser ganzes Tagewerk dir gefallen kann. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Abschluss

Singet Lob und Preis.

Dank sei Gott, dem Herrn.

Mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, vertreten durch das Deutsche Liturgische Institut.

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