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Stundenbuch

Das katholische Stundengebet soll den gesamten Tagesablauf heiligen und den Alltag vor Gott bringen. Das liturgische Buch, das die Texte des Stundengebets enthält, heißt in der katholischen Kirche Stundenbuch. Auf katholisch.de finden Sie das komplette Stundenbuch in digitaler Form zum Mitbeten.
Aktuelles Stundengebet
Jetzt beten: Lesehore
Mittwoch, 14. Oktober 2026
28. Woche im Jahreskreis

Vesper

Wochentag
Eröffnung

O Gott, komm mir zu Hilfe.

Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Hymnus
Guter König und Herr

Guter König und Herr,
der uns das Licht erschuf,
der dem Wechsel der Zeit
sichere Ordnung gab –
da die Sonne nun sinkt
und sich das Dunkel mehrt,
sei uns Leuchte und Licht,
Christus, dein Angesicht.

Wie du Israels Volk
einst durch die Nacht geführt,
ihm als feuriger Schein
Richtung und Weg gezeigt,
so geleite auch uns,
die wir im Finstern gehn,
zieh uns leuchtend voran,
Flamme, die nie erlischt.

Was kann würdiger sein
nun, da der Tag sich neigt,
als dem währenden Licht
Lob und Gesang zu weihn:
Gott, der strahlend im Glanz
ewiger Helle wohnt,
ihm sei Ehre und Preis
jetzt und durch alle Zeit. Amen.

Dich, hoher Schöpfer

Dich, hoher Schöpfer,
lobe der Mensch mit
Leib und mit Seele,
Heil sich erhoffend.
Klein und gering nur
steht er im Weltall:

Doch er allein trägt,
Schöpfer, dein Abbild,
leuchtend im Geiste,
wenn er im Leben
lauteren Herzens,
Höchster, dir huldigt.

Gott unsrer Seele,
Licht unsres Lebens,
Lob unsrer Lippen:
Fülle das Herz uns,
dass wir dich lieben,
Vater im Himmel.

Psalmodie
1. Ant.

Wunderbar ist dein Wissen, o Herr: bis auf den Grund durchschaust du mich.

Psalm 139, 1–12 · Der Mensch in Gottes Blick

Wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? (Röm 11,34)

Herr, du hast mich erforscht, und du kennst mich.  †
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.
 ∗
Von fern erkennst du meine Gedanken.

Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;  ∗
du bist vertraut mit all meinen Wegen.

Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge –  ∗
du, Herr, kennst es bereits.

Du umschließt mich von allen Seiten  ∗
und legst deine Hand auf mich.

Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen,  ∗
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.

Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist,  ∗
wohin mich vor deinem Angesicht flüchten?

Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort;  ∗
bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.

Nehme ich die Flügel des Morgenrots  ∗
und lasse mich nieder am äußersten Meer,

auch dort wird deine Hand mich ergreifen  ∗
und deine Rechte mich fassen.

Würde ich sagen: „Finsternis soll mich bedecken,  †
statt Licht soll Nacht mich umgeben“,
 ∗
auch die Finsternis wäre für dich nicht finster,

die Nacht würde leuchten wie der Tag,  ∗
die Finsternis wäre wie Licht.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Wunderbar ist dein Wissen, o Herr: bis auf den Grund durchschaust du mich.

2. Ant.

Ich, der Herr, erforsche das Herz und vergelte jedem nach seinen Wegen.

Psalm 139, 13–18.23–24

Herr, du hast mein Inneres geschaffen,  ∗
mich gewoben im Schoß meiner Mutter.

Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast.  ∗
Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.

Als ich geformt wurde im Dunkeln,  †
kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde,
 ∗
waren meine Glieder dir nicht verborgen.

Deine Augen sahen, wie ich entstand;  ∗
in deinem Buch war schon alles verzeichnet;

meine Tage waren schon gebildet,  ∗
als noch keiner von ihnen da war.

Wie schwierig sind für mich, o Gott, deine Gedanken,  ∗
wie gewaltig ist ihre Zahl!

Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand.  ∗
Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei dir.

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz,  ∗
prüfe mich und erkenne mein Denken!

Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt,  ∗
und leite mich auf dem altbewährten Weg!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Ich, der Herr, erforsche das Herz und vergelte jedem nach seinen Wegen.

3. Ant.

Alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen, und alles hat in ihm Bestand.

Canticum: Kol 1,12–20 · Christus, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung

Dankt dem Vater mit Freude!  ∗
Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind.

Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen  ∗
und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.

Durch ihn haben wir die Erlösung,  ∗
die Vergebung der Sünden.

Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes,  ∗
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

Denn in ihm wurde alles erschaffen  ∗
im Himmel und auf Erden,

das Sichtbare und das Unsichtbare,  †
Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten;
 ∗
alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.

Er ist vor aller Schöpfung,  ∗
in ihm hat alles Bestand.

Er ist das Haupt des Leibes,  ∗
der Leib aber ist die Kirche.

Er ist der Ursprung,  †
der Erstgeborene der Toten;
 ∗
so hat er in allem den Vorrang.

Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen,  ∗
um durch ihn alles zu versöhnen.

Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen,  ∗
der Frieden gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen, und alles hat in ihm Bestand.

Kurzlesung

1 Joh 2,3–6

Wenn wir die Gebote Christi halten, erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm. Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet. Wir erkennen daran, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass er in ihm bleibt, muss auch leben, wie er gelebt hat.

Wie deines Auges Stern behüte mich. * Birg mich im Schatten deiner Flügel. –⁠ ℟

Herr, du erhörst mich, wenn ich zu dir rufe. * Birg mich im Schatten deiner Flügel.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –⁠ ℟

Wie deines Auges Stern behüte mich. * Birg mich im Schatten deiner Flügel. –⁠ ℟

Herr, du erhörst mich, wenn ich zu dir rufe.

Birg mich im Schatten deiner Flügel.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie deines Auges Stern behüte mich. Birg mich im Schatten deiner Flügel.

Magnificat
Ant.

Machtvolle Taten vollbringt der Herr, er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.

Meine Seele  +  preist die Größe des Herrn,  ∗
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.  ∗
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,  ∗
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht  ∗
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten;  ∗
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron  ∗
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben  ∗
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an  ∗
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat,  ∗
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ant.

Machtvolle Taten vollbringt der Herr, er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.

Fürbitten

Lasst uns beten zu Gott, dem ewigen Vater, dessen Erbarmen ohne Grenzen ist:

℟ Wir bitten dich, erhöre uns.

Gott, du hast deinen Sohn gesandt, dass er die Welt rette;

gib, dass alle Völker ihn als ihren Erlöser erkennen.

Du hast den Menschen als Mann und Frau erschaffen;

wache über unseren Familien und bewahre sie in der Liebe.

Hilf allen, die du zur Ehelosigkeit berufen hast;

gib, dass sie in Freude deinem Sohn nachfolgen.

Du hast deine Priester zu Ausspendern deiner Geheimnisse bestellt;

schenke ihnen Weisheit und stärke sie in der Treue.

Durch den Tod und die Auferstehung deines Sohnes hast du die Sünde der Welt hinweggenommen;

erbarme dich unserer Verstorbenen und schenke ihnen das ewige Leben.

Lasst uns beten zu Gott, dem ewigen Vater, dessen Erbarmen ohne Grenzen ist:

℟ Wir bitten dich, erhöre uns.

Gott, du hast deinen Sohn gesandt, dass er die Welt rette;

gib, dass alle Völker ihn als ihren Erlöser erkennen.

℟ Wir bitten dich, erhöre uns.

Du hast den Menschen als Mann und Frau erschaffen;

wache über unseren Familien und bewahre sie in der Liebe.

℟ Wir bitten dich, erhöre uns.

Hilf allen, die du zur Ehelosigkeit berufen hast;

gib, dass sie in Freude deinem Sohn nachfolgen.

℟ Wir bitten dich, erhöre uns.

Du hast deine Priester zu Ausspendern deiner Geheimnisse bestellt;

schenke ihnen Weisheit und stärke sie in der Treue.

℟ Wir bitten dich, erhöre uns.

Durch den Tod und die Auferstehung deines Sohnes hast du die Sünde der Welt hinweggenommen;

erbarme dich unserer Verstorbenen und schenke ihnen das ewige Leben.

℟ Wir bitten dich, erhöre uns.

Vaterunser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Oration

Gütiger Gott, du sättigst die Hungernden, die zu dir rufen. Gedenke deiner Huld und schenke unserer Armut den Reichtum deiner Gaben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Abschluss

Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

Amen.

Wenn die Vesper in Gemeinschaft gefeiert wird, die Komplet jedoch nicht, empfiehlt es sich, statt der Komplet die Vesper mit der Marianischen Antiphon abzuschließen.

Mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, vertreten durch das Deutsche Liturgische Institut.

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