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Stundenbuch

Das katholische Stundengebet soll den gesamten Tagesablauf heiligen und den Alltag vor Gott bringen. Das liturgische Buch, das die Texte des Stundengebets enthält, heißt in der katholischen Kirche Stundenbuch. Auf katholisch.de finden Sie das komplette Stundenbuch in digitaler Form zum Mitbeten.
Aktuelles Stundengebet
Jetzt beten: Invitatorium
Mittwoch, 28. Oktober 2026
30. Woche im Jahreskreis

Terz

Wochentag
Eröffnung

O Gott, komm mir zu Hilfe.

Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Hymnus
Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron

Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsere Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

Die Stunde steigt und ruft zum Werk;

Die Stunde steigt und ruft zum Werk;
des Tages Anspruch lockt und drängt.
Komm, Heil’ger Geist, tritt für uns ein,
denn nichts gelingt uns ohne dich.

Du atme in uns, treibe uns,
erleuchte uns und sprich uns zu,
du mache unser Herz geneigt,
dass wir zur Liebe fähig sind.

Dies schenke uns, o Heil’ger Geist,
der mit dem Vater und dem Sohn
verherrlicht und gepriesen sei
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

Psalmodie
1. Ant.

Ich überdenke meine Wege; Herr, lehre mich deine Gesetze.

Psalm 119, 57–64   VIII · Chet

Mein Anteil ist der Herr;  ∗
ich habe versprochen, dein Wort zu beachten.

Ich suche deine Gunst von ganzem Herzen.  ∗
Sei mir gnädig nach deiner Verheißung!

Ich überdenke meine Wege,  ∗
zu deinen Vorschriften lenke ich meine Schritte.

Ich eile und säume nicht,  ∗
deine Gebote zu halten.

Auch wenn mich die Stricke der Frevler fesseln,  ∗
vergesse ich deine Weisung nicht.

Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen  ∗
wegen deiner gerechten Entscheide.

Ich bin ein Freund all derer, die dich fürchten und ehren,  ∗
und aller, die deine Befehle befolgen.

Von deiner Güte, Herr, ist die Erde erfüllt.  ∗
Lehre mich deine Gesetze!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Ich überdenke meine Wege; Herr, lehre mich deine Gesetze.

2. Ant.

Furcht und Zittern erfassten mich; achte auf mich und erhöre mich, Herr!

Psalm 55, 2–12 · Treulose Freunde

Da wurde Jesus von Furcht und Angst ergriffen. (Mk 14,33)

Vernimm, o Gott, mein Beten;  ∗
verbirg dich nicht vor meinem Flehen!

Achte auf mich und erhöre mich!  ∗
Unstet schweife ich umher und klage.

Das Geschrei der Feinde macht mich verstört;  ∗
mir ist angst, weil mich die Frevler bedrängen.

Sie überhäufen mich mit Unheil  ∗
und befehden mich voller Grimm.

Mir bebt das Herz in der Brust;  ∗
mich überfielen die Schrecken des Todes.

Furcht und Zittern erfassten mich;  ∗
ich schauderte vor Entsetzen.

Da dachte ich: „Hätte ich doch Flügel wie eine Taube,  ∗
dann flöge ich davon und käme zur Ruhe.“

Weit fort möchte ich fliehen,  ∗
die Nacht verbringen in der Wüste.

An einen sicheren Ort möchte ich eilen  ∗
vor dem Wetter, vor dem tobenden Sturm.

Entzweie sie, Herr, verwirr ihre Sprache!  ∗
Denn in der Stadt sehe ich Gewalttat und Hader.

Auf ihren Mauern umschleicht man sie bei Tag und bei Nacht;  ∗
sie ist voll Unheil und Mühsal.

In ihr herrscht Verderben;  ∗
Betrug und Unterdrückung weichen nicht von ihren Märkten.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Furcht und Zittern erfassten mich; achte auf mich und erhöre mich, Herr!

3. Ant.

Zu Gott will ich rufen; der Herr wird mir helfen.

Psalm 55, 13–15.17–24

Nicht mein Feind beschimpft mich,  ∗
das würde ich ertragen;

nicht ein Mann, der mich hasst, tritt frech gegen mich auf,  ∗
vor ihm könnte ich mich verbergen.

Nein, du bist es, ein Mensch aus meiner Umgebung,  ∗
mein Freund, mein Vertrauter,

mit dem ich, in Freundschaft verbunden,  ∗
zum Haus Gottes gepilgert bin inmitten der Menge.

Ich aber, zu Gott will ich rufen,  ∗
der Herr wird mir helfen.

Am Abend, am Morgen, am Mittag seufze ich und stöhne;  ∗
er hört mein Klagen.

Er befreit mich, bringt mein Leben in Sicherheit  †
vor denen, die gegen mich kämpfen,
 ∗
wenn es auch viele sind, die gegen mich angehen.

Gott hört mich und beugt sie nieder,  ∗
er, der als König thront seit Ewigkeit.

Denn sie kehren nicht um  ∗
und fürchten Gott nicht.

Der Feind legt Hand an Gottes Freunde,  ∗
er entweiht Gottes Bund.

Glatt wie Butter sind seine Reden,  ∗
doch in seinem Herzen sinnt er auf Streit;

seine Worte sind linder als Öl  ∗
und sind doch gezückte Schwerter.

Du aber, Gott, wirst sie hinabstürzen in die tiefste Grube.  †
Gewalttätige und Betrüger erreichen nicht die Mitte ihres Lebens.
 ∗
Ich aber setze mein Vertrauen auf dich.

Wirf deine Sorge auf den Herrn, er hält dich aufrecht!  ∗
Er lässt den Gerechten niemals wanken.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Zu Gott will ich rufen; der Herr wird mir helfen.

1. Ant.

Ich überdenke meine Wege; Herr, lehre mich deine Gesetze.

Psalm 120 · Falsche Zungen

Geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet. (Röm 12,12)

( Ich rief zum Herrn in meiner Not,  ∗
und er hat mich erhört.
)

Herr, rette mein Leben vor Lügnern,  ∗
rette es vor falschen Zungen!

Was soll er dir tun, was alles dir antun,  ∗
du falsche Zunge?

Scharfe Pfeile von Kriegerhand  ∗
und glühende Ginsterkohlen dazu.

Weh mir, dass ich als Fremder in Meschech bin  ∗
und bei den Zelten von Kedar wohnen muss!

Ich muss schon allzu lange wohnen  ∗
bei Leuten, die den Frieden hassen.

Ich verhalte mich friedlich;  ∗
doch ich brauche nur zu reden, dann suchen sie Hader und Streit.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Ich überdenke meine Wege; Herr, lehre mich deine Gesetze.

2. Ant.

Furcht und Zittern erfassten mich; achte auf mich und erhöre mich, Herr!

Psalm 121 · Der Hüter Israels

Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr haben, und weder Sonnenglut noch sengende Hitze wird auf ihnen lasten. (Offb 7,16)

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen:  ∗
Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn,  ∗
der Himmel und Erde gemacht hat.

Er lässt deinen Fuß nicht wanken;  ∗
er, der dich behütet, schläft nicht.

Nein, der Hüter Israels  ∗
schläft und schlummert nicht.

Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten;  ∗
er steht dir zur Seite.

Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden  ∗
noch der Mond in der Nacht.

Der Herr behüte dich vor allem Bösen,  ∗
er behüte dein Leben.

Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst,  ∗
von nun an bis in Ewigkeit.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Furcht und Zittern erfassten mich; achte auf mich und erhöre mich, Herr!

3. Ant.

Zu Gott will ich rufen; der Herr wird mir helfen.

Psalm 122 · Wallfahrt nach Jerusalem

Ihr seid zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem. (Hebr 12,22)

( Ich freute mich, als man mir sagte:  ∗
„Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.“
)

Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:  †
Jerusalem, du starke Stadt,
 ∗
dicht gebaut und fest gefügt.

Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn,  †
wie es Israel geboten ist,
 ∗
den Namen des Herrn zu preisen.

Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht,  ∗
die Throne des Hauses David.

Erbittet für Jerusalem Frieden!  ∗
Wer dich liebt, sei in dir geborgen.

Friede wohne in deinen Mauern,  ∗
in deinen Häusern Geborgenheit!

Wegen meiner Brüder und Freunde  ∗
will ich sagen: In dir sei Friede!

Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes,  ∗
will ich dir Glück erflehen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Zu Gott will ich rufen; der Herr wird mir helfen.

Kurzlesung

2 Kor 5,19b–20

Uns Aposteln hat Gott das Wort von der Versöhnung anvertraut. Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!

Ihre Botschaft geht hinaus in die ganze Welt.

Ihre Kunde bis hin zu den Enden der Erde.

Dtn 1,16–17a

Ich habe eure Richter verpflichtet: Lasst jeden Streit zwischen euren Brüdern vor euch kommen. Entscheidet gerecht, es sei der Streit eines Mannes mit einem Bruder oder mit einem Fremden. Kennt vor Gericht kein Ansehen der Person! Klein wie Groß hört an! Fürchtet euch nicht vor angesehenen Leuten, denn das Gericht hat mit Gott zu tun.

Der Herr ist gerecht, er liebt gerechtes Handeln.

Wer rechtschaffen ist, darf sein Angesicht schauen.

Oration

Allmächtiger Gott, durch die Botschaft der Apostel hast du uns zur Erkenntnis deines Namens geführt. Mehre auf die Fürsprache der Heiligen Simon und Judas die Zahl der Gläubigen und festige in der Kirche das Vertrauen auf deine Hilfe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Abschluss

Singet Lob und Preis.

Dank sei Gott, dem Herrn.

Mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, vertreten durch das Deutsche Liturgische Institut. © staeko.net

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