Stundenbuch
O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.
Der Glanz verfällt, die Zeit flieht hin,
das Tagwerk zehrt an unsrer Kraft.
Herr, Gott, an den kein Abend rührt,
nimm uns Erschöpfte liebreich auf.
Wir gehn dahin wie Tag und Traum;
kein Wunsch hält unser Leben fest.
Dein Glanz, o Herr, erstrahle uns,
wenn unser kleines Licht erlischt.
Gewähr uns dies, o guter Gott,
du Vater, und du, einz’ger Sohn,
die ihr mit ihm, dem Heil’gen Geist,
regiert durch Zeit und Ewigkeit. Amen.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Psalm 119, 65–72 IX · Tet
Du hast deinem Knecht Gutes erwiesen,
∗
o Herr, nach deinem Wort.
Lehre mich Erkenntnis und rechtes Urteil!
∗
Ich vertraue auf deine Gebote.
Ehe ich gedemütigt wurde, ging mein Weg in die Irre;
∗
nun aber halte ich mich an deine Verheißung.
Du bist gut und wirkst Gutes.
∗
Lehre mich deine Gesetze!
Stolze verbreiten über mich Lügen,
∗
ich aber halte mich von ganzem Herzen an deine Befehle.
Abgestumpft und satt ist ihr Herz,
∗
ich aber ergötze mich an deiner Weisung.
Dass ich gedemütigt wurde, war für mich gut,
∗
denn so lernte ich deine Gesetze.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb,
∗
mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?
Psalm 56, 2–7.9–14 · Trost und Vertrauen
Hier wird Christus in seiner Passion dargestellt. (Hieronymus)
Sei mir gnädig, Gott, denn Menschen stellen mir nach;
∗
meine Feinde bedrängen mich Tag für Tag.
Täglich stellen meine Gegner mir nach;
∗
ja, es sind viele, die mich voll Hochmut bekämpfen.
An dem Tag, da ich mich fürchten muss,
∗
setze ich auf dich mein Vertrauen.
Ich preise Gottes Wort.
†
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht.
∗
Was können Menschen mir antun?
Sie verdrehen meine Worte den ganzen Tag;
∗
auf mein Verderben geht ihr ganzes Sinnen.
Sie lauern und spähen und beobachten genau meine Schritte;
∗
denn sie trachten mir nach dem Leben.
Mein Elend ist aufgezeichnet bei dir.
†
Sammle meine Tränen in einem Krug,
∗
zeichne sie auf in deinem Buch!
Die Feinde weichen zurück an dem Tag, da ich rufe.
∗
Ich habe erkannt: Mir steht Gott zur Seite.
Ich preise Gottes Wort,
∗
ich preise das Wort des Herrn.
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht.
∗
Was können Menschen mir antun?
Ich schulde dir die Erfüllung meiner Gelübde, o Gott;
∗
ich will dir Dankopfer weihen.
Denn du hast mein Leben dem Tod entrissen,
∗
meine Füße bewahrt vor dem Fall.
So gehe ich vor Gott meinen Weg
∗
im Licht der Lebenden.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?
Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue so weit die Wolken ziehn.
Psalm 57, 2–5.7.6.8–12 · Wach auf, meine Seele
Dieser Psalm besingt Christus in seiner Passion. (Augustinus)
Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig,
∗
denn ich flüchte mich zu dir.
Im Schatten deiner Flügel finde ich Zuflucht,
∗
bis das Unheil vorübergeht.
Ich rufe zu Gott, dem Höchsten,
∗
zu Gott, der mir beisteht.
Er sende mir Hilfe vom Himmel;
†
meine Feinde schmähen mich.
∗
Gott sende seine Huld und Treue.
Ich muss mich mitten unter Löwen lagern,
∗
die gierig auf Menschen sind.
Ihre Zähne sind Spieße und Pfeile,
∗
ein scharfes Schwert ihre Zunge.
Sie haben meinen Schritten ein Netz gelegt
∗
und meine Seele gebeugt.
Sie haben mir eine Grube gegraben;
∗
doch fielen sie selbst hinein.
Erheb dich über die Himmel, o Gott!
∗
Deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.
Mein Herz ist bereit, o Gott,
†
mein Herz ist bereit,
∗
ich will dir singen und spielen.
Wach auf, meine Seele!
†
Wacht auf, Harfe und Saitenspiel!
∗
Ich will das Morgenrot wecken.
Ich will dich vor den Völkern preisen, Herr,
∗
dir vor den Nationen lobsingen.
Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
∗
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.
Erheb dich über die Himmel, o Gott;
∗
deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue so weit die Wolken ziehn.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Psalm 126 · Heimkehr aus der Gefangenschaft
Wir sind sicher, dass ihr mit uns nicht nur an den Leiden teilhabt, sondern auch am Trost. (2 Kor 1,7)
Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
∗
da waren wir alle wie Träumende.
Da war unser Mund voll Lachen
∗
und unsere Zunge voll Jubel.
Da sagte man unter den andern Völkern:
∗
„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“
Ja, Großes hat der Herr an uns getan.
∗
Da waren wir fröhlich.
Wende doch, Herr, unser Geschick,
∗
wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
Die mit Tränen säen,
∗
werden mit Jubel ernten.
Sie gehen hin unter Tränen
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und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel
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und bringen ihre Garben ein.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?
Psalm 127 · Ohne Gott ist alles Mühen vergeblich
Ihr seid Gottes Bau. (1 Kor 3,9)
Wenn nicht der Herr das Haus baut,
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müht sich jeder umsonst, der daran baut.
Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht,
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wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht
∗
und euch spät erst niedersetzt,
um das Brot der Mühsal zu essen;
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denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.
Kinder sind eine Gabe des Herrn,
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die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.
Wie Pfeile in der Hand des Kriegers,
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so sind Söhne aus den Jahren der Jugend.
Wohl dem Mann, der mit ihnen den Köcher gefüllt hat!
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Beim Rechtsstreit mit ihren Feinden scheitern sie nicht.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?
Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue so weit die Wolken ziehn.
Psalm 128 · Haussegen
„Es segne dich der Herr vom Zion her“, das heißt: von seiner Kirche aus. (Arnobius)
Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt
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und der auf seinen Wegen geht!
Was deine Hände erwarben, kannst du genießen;
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wohl dir, es wird dir gut ergehn.
Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau
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drinnen in deinem Haus.
Wie junge Ölbäume sind deine Kinder
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rings um deinen Tisch.
So wird der Mann gesegnet,
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der den Herrn fürchtet und ehrt.
Es segne dich der Herr vom Zion her.
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Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen
und die Kinder deiner Kinder sehn.
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Frieden über Israel!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue so weit die Wolken ziehn.
Gal 5,22–23a.25
Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.
Herr, zeige mir den Weg, den ich gehen soll.
Dein guter Geist geleite mich auf ebenem Pfad.
Herr, zeige mir den Weg, den ich gehen soll.
Dein guter Geist geleite mich auf ebenem Pfad.
Herr, gib uns die Kraft, dem Leidensmut deines eingeborenen Sohnes zu folgen und die Widrigkeiten des Lebens in Geduld zu ertragen. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Singet Lob und Preis.
Dank sei Gott, dem Herrn.