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Stundenbuch

Das katholische Stundengebet soll den gesamten Tagesablauf heiligen und den Alltag vor Gott bringen. Das liturgische Buch, das die Texte des Stundengebets enthält, heißt in der katholischen Kirche Stundenbuch. Auf katholisch.de finden Sie das komplette Stundenbuch in digitaler Form zum Mitbeten.
Aktuelles Stundengebet
Jetzt beten: Sext
Montag, 2. November 2026
31. Woche im Jahreskreis

Sext

Wochentag
Eröffnung

O Gott, komm mir zu Hilfe.

Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Hymnus
Wenn wir im Tode leiblich zerfallen

Wenn wir im Tode leiblich zerfallen,
sind wir im Geist schon jenseits der Schwelle
ewiger Nacht.

Denn in der Quelle lebenden Wassers
tauchte uns Christus bei unsrer Taufe
in seinen Tod.

Sind wir im Sterben mit ihm begraben,
wissen wir gläubig, dass auch sein Ostern
er mit uns teilt.

Ehre dem Vater, Ehre dem Sohne,
ihm, der im Geiste Leben und Rettung
ewig uns schenkt.
Amen.

O Gott, du lenkst mit starker Hand

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.

Die Glut des Mittags treibt uns um

Die Glut des Mittags treibt uns um,
die Stunden eilen wie im Flug.
Du, Gott vor dem die Zeiten stehn,
lass uns ein wenig bei dir ruhn.

Wir atmen fiebrig und gehetzt,
der Streit flammt auf, das rasche Wort.
In deiner Nähe, starker Gott,
ist Kühlung, Frieden und Geduld.

Gewähr uns dies, o guter Gott,
du, Vater, und du, einz’ger Sohn,
die ihr mit ihm, dem Heil’gen Geist,
regiert durch Zeit und Ewigkeit. Amen.

Psalmodie
1. Ant.

Deine Weisungen suche ich, Herr, durch sie schenkst du mir Leben.

Psalm 119, 89–96   XII · Lamed

Herr, dein Wort bleibt auf ewig,  ∗
es steht fest wie der Himmel.

Deine Treue währt von Geschlecht zu Geschlecht;  ∗
du hast die Erde gegründet, sie bleibt bestehen.

Nach deiner Ordnung bestehen sie bis heute  ∗
und dir ist alles dienstbar.

Wäre nicht dein Gesetz meine Freude,  ∗
ich wäre zugrunde gegangen in meinem Elend.

Nie will ich deine Befehle vergessen;  ∗
denn durch sie schenkst du mir Leben.

Ich bin dein, errette mich!  ∗
Ich frage nach deinen Befehlen.

Frevler lauern mir auf, um mich zu vernichten;  ∗
doch mein Sinn achtet auf das, was du gebietest.

Ich sah, dass alles Vollkommene Grenzen hat;  ∗
doch dein Gebot kennt keine Schranken.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Deine Weisungen suche ich, Herr, durch sie schenkst du mir Leben.

2. Ant.

Herr, du bist meine Hoffnung von Jugend auf.

Psalm 71, 1–15 · Gott, meine Hoffnung von Jugend auf

Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet. (Röm 12,2)

Herr, ich suche Zuflucht bei dir.  ∗
Lass mich doch niemals scheitern!

Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit,  ∗
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

Sei mir ein sicherer Hort,  ∗
zu dem ich allzeit kommen darf.

Du hast mir versprochen zu helfen;  ∗
denn du bist mein Fels und meine Burg.

Mein Gott, rette mich aus der Hand des Frevlers,  ∗
aus der Faust des Bedrückers und Schurken!

Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht,  ∗
meine Hoffnung von Jugend auf.

Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich,  †
vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer;
 ∗
dir gilt mein Lobpreis allezeit.

Für viele bin ich wie ein Gezeichneter,  ∗
du aber bist meine starke Zuflucht.

Mein Mund ist erfüllt von deinem Lob,  ∗
von deinem Ruhm den ganzen Tag.

Verwirf mich nicht, wenn ich alt bin,  ∗
verlass mich nicht, wenn meine Kräfte schwinden.

Denn meine Feinde reden schlecht von mir,  ∗
die auf mich lauern, beraten gemeinsam;

sie sagen: „Gott hat ihn verlassen.  †
Verfolgt und ergreift ihn!
 ∗
Für ihn gibt es keinen Retter.“

Gott, bleib doch nicht fern von mir!  ∗
Mein Gott, eile mir zu Hilfe!

Alle, die mich bekämpfen,  ∗
sollen scheitern und untergehn;

über sie komme Schmach und Schande,  ∗
weil sie mein Unglück suchen.

Ich aber will jederzeit hoffen,  ∗
all deinen Ruhm noch mehren.

Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden  †
und von deinen Wohltaten sprechen den ganzen Tag;
 ∗
denn ich kann sie nicht zählen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Herr, du bist meine Hoffnung von Jugend auf.

3. Ant.

Auch wenn ich alt und grau bin, verlass mich nicht, du, mein Gott.

Psalm 71, 16–24

Ich will kommen in den Tempel Gottes, des Herrn,  ∗
deine großen und gerechten Taten allein will ich rühmen.

Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf  ∗
und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten.

Auch wenn ich alt und grau bin,  ∗
o Gott, verlass mich nicht,

damit ich von deinem machtvollen Arm der Nachwelt künde,  †
den kommenden Geschlechtern von deiner Stärke
 ∗
und von deiner Gerechtigkeit, Gott, die größer ist als alles.

Du hast Großes vollbracht.  ∗
Mein Gott, wer ist wie du?

Du ließest mich viel Angst und Not erfahren.  †
Belebe mich neu,
 ∗
führe mich herauf aus den Tiefen der Erde!

Bring mich wieder zu Ehren!  ∗
Du wirst mich wiederum trösten.

Dann will ich dir danken mit Saitenspiel  ∗
und deine Treue preisen;

mein Gott, du Heiliger Israels,  ∗
ich will dir auf der Harfe spielen.

Meine Lippen sollen jubeln,  †
denn dir will ich singen und spielen,
 ∗
meine Seele, die du erlöst hast, soll jubeln.

Auch meine Zunge soll von deiner Gerechtigkeit reden den ganzen Tag.  ∗
Denn alle, die mein Unglück suchen, müssen vor Scham erröten und scheitern.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Auch wenn ich alt und grau bin, verlass mich nicht, du, mein Gott.

Kurzlesung

Weish 1,13–14a.6.15

Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. Zum Dasein hat er alles erschaffen. Das Reich des Todes hat keine Macht auf der Erde; denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil.

Denn du, o Herr, bist bei mir.

Röm 6,22

Jetzt, da ihr aus der Macht der Sünde befreit wurdet und zu Sklaven Gottes geworden seid, habt ihr einen Gewinn, der zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt.

Gott, wende dich uns zu und schenk uns neues Leben.

Dann wird dein Volk sich an dir freuen.

Versikel

Gott, wende dich uns zu und schenk uns neues Leben.

Dann wird dein Volk sich an dir freuen.

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil.

Denn du, o Herr, bist bei mir.

Oration

Allmächtiger Gott, wir glauben und bekennen, dass du deinen Sohn als Ersten von den Toten auferweckt hast. Stärke unsere Hoffnung, dass du auch unsere Brüder und Schwestern auferwecken wirst zum ewigen Leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Abschluss

Singet Lob und Preis.

Dank sei Gott, dem Herrn.

Mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, vertreten durch das Deutsche Liturgische Institut. © staeko.net

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