Stundenbuch
O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.
Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.
Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.
Die Glut des Mittags treibt uns um,
die Stunden eilen wie im Flug.
Du, Gott vor dem die Zeiten stehn,
lass uns ein wenig bei dir ruhn.
Wir atmen fiebrig und gehetzt,
der Streit flammt auf, das rasche Wort.
In deiner Nähe, starker Gott,
ist Kühlung, Frieden und Geduld.
Gewähr uns dies, o guter Gott,
du, Vater, und du, einz’ger Sohn,
die ihr mit ihm, dem Heil’gen Geist,
regiert durch Zeit und Ewigkeit. Amen.
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens.
Psalm 119, 105–112 XIV · Nun · Lob des göttlichen Gesetzes
Dies ist mein Gebot: Liebt einander. (Joh 15,12)
(
Herr, dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte,
∗
ein Licht für meine Pfade.
)
Ich tat einen Schwur, und ich will ihn halten:
∗
Ich will deinen gerechten Entscheidungen folgen.
Herr, ganz tief bin ich gebeugt.
∗
Durch dein Wort belebe mich!
Herr, nimm mein Lobopfer gnädig an
∗
und lehre mich deine Entscheide!
Mein Leben ist ständig in Gefahr,
∗
doch ich vergesse nie deine Weisung.
Frevler legen mir Schlingen,
∗
aber ich irre nicht ab von deinen Befehlen.
Deine Vorschriften sind auf ewig mein Erbteil,
∗
denn sie sind die Freude meines Herzens.
Mein Herz ist bereit, dein Gesetz zu erfüllen
∗
bis ans Ende und ewig.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens.
Herr, steh mir bei; denn ich bin arm und gebeugt.
Psalm 70 · Gebet in der Verlassenheit
Herr, rette uns, wir gehen zugrunde! (Mt 8,25)
Gott, komm herbei, um mich zu retten,
∗
Herr, eile mir zu Hilfe!
In Schmach und Schande sollen alle fallen,
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die mir nach dem Leben trachten.
Zurückweichen sollen sie und vor Scham erröten,
∗
die sich über mein Unglück freuen.
Beschämt sollen sich alle abwenden, die lachen und höhnen
∗
und sagen: „Dir geschieht recht.“
Alle, die dich suchen, frohlocken;
∗
sie mögen sich freuen in dir.
Die dein Heil lieben, sollen immer sagen:
∗
„Groß ist Gott, der Herr.“
Ich aber bin arm und gebeugt.
∗
Eile, o Gott, mir zu Hilfe!
Meine Hilfe und mein Retter bist du.
∗
Herr, säume doch nicht!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Herr, steh mir bei; denn ich bin arm und gebeugt.
Gott richtet nicht nach dem Augenschein, sondern nach Gerechtigkeit und Recht.
Psalm 75 · Gott erhöht und erniedrigt
Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. (Lk 1,52)
Wir preisen dich, Gott, wir preisen dich;
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dein Name ist denen nahe, die deine Wunder erzählen.
„Ja, zu der Zeit, die ich selbst bestimme,
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halte ich Gericht nach meinem Recht.
Die Erde mit allen, die auf ihr wohnen, mag wanken;
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doch ich selbst habe ihre Säulen auf festen Grund gestellt.“
Ich sage zu den Stolzen: Seid nicht so vermessen!,
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und zu den Frevlern: Brüstet euch nicht mit eurer Macht!
Brüstet euch nicht stolz mit eurer Macht,
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redet nicht so überheblich daher!
Denn weder vom Osten noch vom Westen
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noch aus der Wüste kommt die Erhöhung.
Nein, der Richter ist Gott;
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den einen erniedrigt er, den andern erhöht er.
Ja, in der Hand des Herrn ist ein Becher:
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herben, gärenden Wein reicht er dar;
ihn müssen alle Frevler der Erde trinken,
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müssen ihn samt der Hefe schlürfen.
Ich aber werde jubeln für immer;
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dem Gott Jakobs will ich singen und spielen.
„Ich schlage die ganze Macht der Frevler nieder;
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doch das Haupt des Gerechten wird hoch erhoben.“
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Gott richtet nicht nach dem Augenschein, sondern nach Gerechtigkeit und Recht.
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens.
Psalm 123 · Zu Gott erhebe ich meine Augen
Die beiden Blinden riefen laut: Herr! Sohn Davids! Hab Erbarmen mit uns! (vgl. Mt 20,30)
Ich erhebe meine Augen zu dir,
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der du hoch im Himmel thronst.
Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn,
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wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin,
so schauen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott,
∗
bis er uns gnädig ist.
Sei uns gnädig, Herr, sei uns gnädig,
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denn übersatt sind wir vom Hohn der Spötter,
übersatt ist unsre Seele von ihrem Spott,
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von der Verachtung der Stolzen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens.
Herr, steh mir bei; denn ich bin arm und gebeugt.
Psalm 124 · Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn
Der Herr sagte zu Paulus: Fürchte dich nicht! Denn ich bin mit dir. (Apg 18,9.10)
Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt
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– so soll Israel sagen –,
hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt,
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als sich gegen uns Menschen erhoben,
dann hätten sie uns lebendig verschlungen,
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als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.
Dann hätten die Wasser uns weggespült,
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hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.
Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen,
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die wilden und wogenden Wasser.
Gelobt sei der Herr,
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der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.
Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen,
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das Netz ist zerrissen, und wir sind frei.
Unsre Hilfe steht im Namen des Herrn,
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der Himmel und Erde gemacht hat.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Herr, steh mir bei; denn ich bin arm und gebeugt.
Gott richtet nicht nach dem Augenschein, sondern nach Gerechtigkeit und Recht.
Psalm 125 · Gott wacht über sein Volk
Friede und Erbarmen komme über alle: sie sind das Israel Gottes. (Gal 6,16)
Wer auf den Herrn vertraut, steht fest wie der Zionsberg,
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der niemals wankt, der ewig bleibt.
Wie Berge Jerusalem rings umgeben,
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so ist der Herr um sein Volk, von nun an auf ewig.
Das Zepter des Frevlers soll nicht auf dem Erbland der Gerechten lasten,
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damit die Hand der Gerechten nicht nach Unrecht greift.
Herr, tu Gutes den Guten,
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den Menschen mit redlichem Herzen!
Doch wer auf krumme Wege abbiegt,
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den jage, Herr, samt den Frevlern davon!
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Frieden über Israel!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Gott richtet nicht nach dem Augenschein, sondern nach Gerechtigkeit und Recht.
1 Kor 13,8–9.13
Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, verzückte Rede verstummt, Erkenntnis vergeht. Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.
Deine Güte, o Herr, lass über uns walten.
Denn nach dir schauen wir aus.
Deine Güte, o Herr, lass über uns walten.
Denn nach dir schauen wir aus.
Allmächtiger, gütiger Gott, in der Mitte des Tages lässt du uns innehalten und zur Ruhe kommen. Schau gnädig auf unsere Arbeit. Mache gut, was wir falsch gemacht haben und gib, dass am Abend unser ganzes Tagewerk dir gefallen kann. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Singet Lob und Preis.
Dank sei Gott, dem Herrn.