Stundenbuch
O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.
Der Glanz verfällt, die Zeit flieht hin,
das Tagwerk zehrt an unsrer Kraft.
Herr, Gott, an den kein Abend rührt,
nimm uns Erschöpfte liebreich auf.
Wir gehn dahin wie Tag und Traum;
kein Wunsch hält unser Leben fest.
Dein Glanz, o Herr, erstrahle uns,
wenn unser kleines Licht erlischt.
Gewähr uns dies, o guter Gott,
du Vater, und du, einz’ger Sohn,
die ihr mit ihm, dem Heil’gen Geist,
regiert durch Zeit und Ewigkeit. Amen.
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
Psalm 22, 2–12 · Gottverlassenheit und Heilsgewissheit
Jesus schrie laut: Eli, eli, lema sabachtani? (Mt 27,46)
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen,
∗
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort;
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ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Aber du bist heilig,
∗
du thronst über dem Lobpreis Israels.
Dir haben unsre Väter vertraut,
∗
sie haben vertraut, und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit,
∗
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch,
∗
der Leute Spott, vom Volk verachtet.
Alle, die mich sehen, verlachen mich,
∗
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
„Er wälze die Last auf den Herrn,
∗
der soll ihn befreien!
Der reiße ihn heraus,
∗
wenn er an ihm Gefallen hat.“
Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog,
∗
mich barg an der Brust der Mutter.
Von Geburt an bin ich geworfen auf dich,
∗
vom Mutterleib an bist du mein Gott.
Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe
∗
und niemand ist da, der hilft.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
Psalm 22, 13–22
Viele Stiere umgeben mich,
∗
Büffel von Baschan umringen mich.
Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf,
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reißende, brüllende Löwen.
Ich bin hingeschüttet wie Wasser,
†
gelöst haben sich all meine Glieder.
∗
Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.
Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe,
†
die Zunge klebt mir am Gaumen,
∗
du legst mich in den Staub des Todes.
Viele Hunde umlagern mich,
†
eine Rotte von Bösen umkreist mich.
∗
Sie durchbohren mir Hände und Füße.
Man kann all meine Knochen zählen;
∗
sie gaffen und weiden sich an mir.
Sie verteilen unter sich meine Kleider
∗
und werfen das Los um mein Gewand.
Du aber, Herr, halte dich nicht fern!
∗
Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe!
Entreiße mein Leben dem Schwert,
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mein einziges Gut aus der Gewalt der Hunde!
Rette mich vor dem Rachen des Löwen,
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vor den Hörnern der Büffel rette mich Armen!
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden,
∗
inmitten der Gemeinde dich preisen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.
Psalm 22, 23–32
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden,
∗
inmitten der Gemeinde dich preisen.
Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn,
†
ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn;
∗
erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels!
Denn er hat nicht verachtet,
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nicht verabscheut das Elend des Armen.
Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm;
∗
er hat auf sein Schreien gehört.
Deine Treue preise ich in großer Gemeinde;
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ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten.
Die Armen sollen essen und sich sättigen;
†
den Herrn sollen preisen, die ihn suchen.
∗
Aufleben soll euer Herz für immer.
Alle Enden der Erde sollen daran denken
†
und werden umkehren zum Herrn:
∗
Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.
Denn der Herr regiert als König;
∗
er herrscht über die Völker.
Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde,
∗
vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen.
Meine Seele, sie lebt für ihn;
∗
mein Stamm wird ihm dienen.
Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen,
†
seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk;
∗
denn er hat das Werk getan.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
Psalm 126 · Heimkehr aus der Gefangenschaft
Wir sind sicher, dass ihr mit uns nicht nur an den Leiden teilhabt, sondern auch am Trost. (2 Kor 1,7)
Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
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da waren wir alle wie Träumende.
Da war unser Mund voll Lachen
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und unsere Zunge voll Jubel.
Da sagte man unter den andern Völkern:
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„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“
Ja, Großes hat der Herr an uns getan.
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Da waren wir fröhlich.
Wende doch, Herr, unser Geschick,
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wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
Die mit Tränen säen,
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werden mit Jubel ernten.
Sie gehen hin unter Tränen
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und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel
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und bringen ihre Garben ein.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
Psalm 127 · Ohne Gott ist alles Mühen vergeblich
Ihr seid Gottes Bau. (1 Kor 3,9)
Wenn nicht der Herr das Haus baut,
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müht sich jeder umsonst, der daran baut.
Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht,
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wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht
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und euch spät erst niedersetzt,
um das Brot der Mühsal zu essen;
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denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.
Kinder sind eine Gabe des Herrn,
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die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.
Wie Pfeile in der Hand des Kriegers,
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so sind Söhne aus den Jahren der Jugend.
Wohl dem Mann, der mit ihnen den Köcher gefüllt hat!
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Beim Rechtsstreit mit ihren Feinden scheitern sie nicht.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.
Psalm 128 · Haussegen
„Es segne dich der Herr vom Zion her“, das heißt: von seiner Kirche aus. (Arnobius)
Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt
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und der auf seinen Wegen geht!
Was deine Hände erwarben, kannst du genießen;
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wohl dir, es wird dir gut ergehn.
Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau
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drinnen in deinem Haus.
Wie junge Ölbäume sind deine Kinder
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rings um deinen Tisch.
So wird der Mann gesegnet,
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der den Herrn fürchtet und ehrt.
Es segne dich der Herr vom Zion her.
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Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen
und die Kinder deiner Kinder sehn.
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Frieden über Israel!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.
Eph 2,8–9
Aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft – Gott hat es geschenkt –, nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann.
Herr, dein Weg werde auf Erden erkannt.
Dein Heil unter allen Völkern.
Herr, dein Weg werde auf Erden erkannt.
Dein Heil unter allen Völkern.
Herr Jesus Christus, um die neunte Stunde hast du dem reumütigen Schächer vom Marterpfahl des Kreuzes aus dein Reich versprochen. Wir bekennen dir, dass wir Sünder sind und bitten dich voll Vertrauen: Lass auch uns nach dem Tod bei dir im Paradiese sein. der du in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
Singet Lob und Preis.
Dank sei Gott, dem Herrn.