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Stundenbuch

Das katholische Stundengebet soll den gesamten Tagesablauf heiligen und den Alltag vor Gott bringen. Das liturgische Buch, das die Texte des Stundengebets enthält, heißt in der katholischen Kirche Stundenbuch. Auf katholisch.de finden Sie das komplette Stundenbuch in digitaler Form zum Mitbeten.
Aktuelles Stundengebet
Jetzt beten: Komplet
Samstag, 7. November 2026
31. Woche im Jahreskreis

Lesehore

Hl. Willibrord
Eröffnung

O Gott, komm mir zu Hilfe.

Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Herr, öffne meine Lippen.

Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Hymnus
Erwartet den Herrn

Erwartet den Herrn,
steht als Knechte bereit an der Tür.
Schon jauchzt jeder Stern.
Seht, er kommt, seht, er kommt, wir sind hier.

Komm, Herr Jesus, Maranatha.

Entzündet die Lampen, ihr Mägde,
erglühet im Geist
im Kommen des EwigGeliebten,
der Kyrios heißt.

Komm, Herr Jesus, Maranatha.

Du wirfst dein Feuer zur Erde
und willst, dass es brennt,
und wir sind der Mund,
der anbetend dein Kommen bekennt.

Komm, Herr Jesus, Maranatha.

Du Wort, das der Vater spricht

Du Wort, das der Vater spricht,
behältst deine Gottheit nicht
als Beute und Raub,
du springst in den Staub:
Du Leben, du Licht
wirst Mensch, der zerbricht,
da fließen die lebenspendenden Wasser
des Heils.
Halleluja.

Herr, gib uns zu trinken davon.
Dein Wort ist nicht irgendein Ton.
Es dringt in uns ein
wie Feuer, wie Wein:
Wer glaubt, der hat schon
das Leben im Sohn,
dem Urquell der lebenspendenden Wasser
des Heils.
Halleluja.

Du Wort des Herrn bist ein Schwert,
das Sehne und Mark durchfährt
und Wahrheit heißt
und Macht ist und Geist,
das ewig währt
und uns verklärt
in der Kraft der lebenspendenden Wasser
des Heils.
Halleluja.

Wort Gottes, dessen Macht und Ruf

Wort Gottes, dessen Macht und Ruf
im Urbeginn die Welt erschuf.
Du bist der Anfang und das Ende.

Der Himmel und die ganze Welt
sind deiner Hoheit unterstellt.
Du bist der Zeiten Lot und Wende.

Die Weisheit baute sich ein Haus,
darin spricht Gott sich selber aus,
und dieses Wort hat uns getroffen.

Nun ist die Welt nicht mehr so leer,
nicht mehr die Last so drückend schwer:
Der Weg zum Vater steht uns offen.

Psalmodie
1. Ant.

Danket dem Herrn für seine Huld, für sein wunderbares Tun an den Menschen. Halleluja.

Psalm 107, 1–16 · Danklied der Erlösten

Gott hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus. (Apg 10,36)

Danket dem Herrn, denn er ist gütig,  ∗
denn seine Huld währt ewig.

So sollen alle sprechen, die vom Herrn erlöst sind,  ∗
die er von den Feinden befreit hat.

Denn er hat sie aus den Ländern gesammelt,  ∗
vom Aufgang und Niedergang, vom Norden und Süden.

Sie, die umherirrten in der Wüste, im Ödland,  ∗
und den Weg zur wohnlichen Stadt nicht fanden,

die Hunger litten und Durst,  ∗
denen das Leben dahinschwand,

Die dann in ihrer Bedrängnis schrien zum Herrn,  ∗
die er ihren Ängsten entriss

und die er führte auf geraden Wegen,  ∗
sodass sie zur wohnlichen Stadt gelangten:

sie alle sollen dem Herrn danken für seine Huld,  ∗
für sein wunderbares Tun an den Menschen,

weil er die lechzende Seele gesättigt,  ∗
die hungernde Seele mit seinen Gaben erfüllt hat.

Sie, die saßen in Dunkel und Finsternis,  ∗
gefangen in Elend und Eisen,

die den Worten Gottes getrotzt  ∗
und verachtet hatten den Ratschluss des Höchsten,

deren Herz er durch Mühsal beugte,  ∗
die stürzten und denen niemand beistand,

die dann in ihrer Bedrängnis schrien zum Herrn,  ∗
die er ihren Ängsten entriss,

die er herausführte aus Dunkel und Finsternis  ∗
und deren Fesseln er zerbrach:

sie alle sollen dem Herrn danken für seine Huld,  ∗
für sein wunderbares Tun an den Menschen,

weil er die ehernen Tore zerbrochen,  ∗
die eisernen Riegel zerschlagen hat.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Danket dem Herrn für seine Huld, für sein wunderbares Tun an den Menschen. Halleluja.

2. Ant.

Sie bestaunten die Werke des Herrn, alle Wunder, die er getan. Halleluja.

Psalm 107, 17–32

Sie, die dahinsiechten in ihrem sündhaften Treiben,  ∗
niedergebeugt wegen ihrer schweren Vergehen,

denen vor jeder Speise ekelte,  ∗
die nahe waren den Pforten des Todes,

die dann in ihrer Bedrängnis schrien zum Herrn,  ∗
die er ihren Ängsten entriss,

denen er sein Wort sandte, die er heilte  ∗
und vom Verderben befreite:

sie alle sollen dem Herrn danken für seine Huld,  ∗
für sein wunderbares Tun an den Menschen.

Sie sollen ihm Dankopfer weihen,  ∗
mit Jubel seine Taten verkünden.

Sie, die mit Schiffen das Meer befuhren  ∗
und Handel trieben auf den großen Wassern,

die dort die Werke des Herrn bestaunten,  ∗
seine Wunder in der Tiefe des Meeres

– Gott gebot und ließ den Sturmwind aufstehn,  ∗
der hoch die Wogen türmte –,

die zum Himmel emporstiegen und hinabfuhren in die tiefste Tiefe,  ∗
sodass ihre Seele in der Not verzagte,

die wie Trunkene wankten und schwankten,  ∗
am Ende waren mit all ihrer Weisheit,

die dann in ihrer Bedrängnis schrien zum Herrn,  ∗
die er ihren Ängsten entriss

– er machte aus dem Sturm ein Säuseln,  ∗
sodass die Wogen des Meeres schwiegen –,

die sich freuten, dass die Wogen sich legten  ∗
und er sie zum ersehnten Hafen führte:

sie alle sollen dem Herrn danken für seine Huld,  ∗
für sein wunderbares Tun an den Menschen.

Sie sollen ihn in der Gemeinde des Volkes rühmen,  ∗
ihn loben im Kreis der Alten.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Sie bestaunten die Werke des Herrn, alle Wunder, die er getan. Halleluja.

3. Ant.

Die Redlichen sehen, und sie freuen sich; sie begreifen die Huld des Herrn. Halleluja.

Psalm 107, 33–43

Der Herr machte Ströme zur dürren Wüste,  ∗
Oasen zum dürstenden Ödland,

fruchtbares Land zur salzigen Steppe;  ∗
denn seine Bewohner waren böse.

Er machte die Wüste zum Wasserteich,  ∗
verdorrtes Land zu Oasen.

Dort siedelte er Hungernde an,  ∗
sie gründeten wohnliche Städte.

Sie bestellten Felder, pflanzten Reben  ∗
und erzielten reiche Ernten.

Er segnete sie, sodass sie sich gewaltig vermehrten,  ∗
gab ihnen große Mengen an Vieh.

Dann aber wurden sie geringer an Zahl,  ∗
gebeugt unter der Last von Leid und Kummer.

Er goss über die Edlen Verachtung aus,  ∗
ließ sie umherirren in wegloser Wüste.

Die Armen hob er aus dem Elend empor  ∗
und vermehrte ihre Sippen, einer Herde gleich.

Die Redlichen sehn es und freuen sich,  ∗
doch alle bösen Menschen verstummen.

Wer ist weise und beachtet das alles,  ∗
wer begreift die reiche Huld des Herrn?

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Ant.

Die Redlichen sehen, und sie freuen sich; sie begreifen die Huld des Herrn. Halleluja.

Versikel

Herr, deine Treue reicht, so weit die Wolken ziehn.

Deine Urteile sind tief wie das Meer.

Erste Lesung
Aus dem Buch der Weisheit. 18,1-16; 19,4-9

Licht und Finsternis

Deinen Heiligen dagegen strahlte hellstes Licht. Die anderen hörten ihre Stimme, ohne sie selbst zu sehen, und priesen sie glücklich, mochten diese vorher noch so viel erduldet haben. Sie dankten ihnen, dass sie für das früher erlittene Unrecht keine Rache nahmen, und baten um Verzeihung für ihr feindliches Verhalten. Statt jener Finsternis gabst du den Deinen eine flammende Feuersäule als Führerin auf unbekanntem Weg, als freundliche Sonne auf ihrer ruhmvollen Wanderung. Jene hingegen hatten es verdient, des Lichtes beraubt und in Finsternis gefangen zu sein, weil sie einst deine Söhne eingeschlossen und gefangen hielten, durch die das unvergängliche Licht des Gesetzes der Welt gegeben werden sollte.

Tod der Erstgeborenen – Tod in der Wüste

Sie hatten beschlossen, die Kinder der Heiligen zu töten, und nur ein einziges Kind wurde ausgesetzt und gerettet. Zur Strafe hast du ihnen viele ihrer eigenen Kinder weggenommen und sie alle auf einmal in gewaltiger Wasserflut vernichtet. Jene Nacht wurde unseren Vätern vorher angekündigt; denn sie sollten zuversichtlich sein und sicher wissen, welchen eidlichen Zusagen sie vertrauen konnten. So erwartete dein Volk die Rettung der Gerechten und den Untergang der Feinde. Während du die Gegner straftest, hast du uns zu dir gerufen und verherrlicht. Denn im Verborgenen feierten die frommen Söhne der Guten ihr Opferfest; sie verpflichteten sich einmütig auf das göttliche Gesetz, dass die Heiligen in gleicher Weise Güter wie Gefahren teilen sollten, und sangen schon im Voraus die Loblieder der Väter. Da hallte ihnen das wirre Geschrei der Feinde entgegen und sie hörten die laute Klage über die toten Kinder. Das gleiche Urteil traf Herrn und Knecht; der Mann aus dem Volk und der König hatten das gleiche Leid zu tragen. Durch die gleiche Todesart hatten alle zusammen unzählige Tote. Es waren nicht genügend Lebende da, um sie zu begraben; denn mit einem Schlag waren die besten Nachkommen vernichtet worden. Bisher waren sie durch die Künste ihrer Zauberer ungläubig geblieben; jetzt aber mussten sie beim Untergang der Erstgeborenen bekennen: Dieses Volk ist Gottes Sohn. Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel, vom königlichen Thron herab als harter Krieger mitten in das dem Verderben geweihte Land. Es trug das scharfe Schwert deines unerbittlichen Befehls, trat hin und erfüllte alles mit Tod; es berührte den Himmel und stand auf der Erde.

Die Rettung des Volkes Gottes

Das selbst verschuldete Verhängnis trieb jene in diesen Untergang und ließ sie alles vergessen, was geschehen war; denn sie sollten über die bisherigen Plagen hinaus die äußerste Strafe erleiden. Deinem Volk aber sollte sich ein unerwarteter Weg eröffnen, während jene einen ungewöhnlichen Tod fanden. Das Wesen der ganzen Schöpfung wurde neu gestaltet; sie gehorchte deinen Befehlen, damit deine Kinder unversehrt bewahrt blieben. Man sah die Wolke, die das Lager überschattete, trockenes Land tauchte auf, wo zuvor Wasser war; es zeigte sich ein Weg ohne Hindernisse durch das Rote Meer, eine grüne Ebene stieg aus der gewaltigen Flut. Von deiner Hand behütet, zogen sie vollzählig hindurch und sahen staunenswerte Wunder. Sie weideten wie Rosse, hüpften wie Lämmer und lobten dich, Herr, ihren Retter.

Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, * da sprang dein allmächtiges Wort, o Herr, vom Himmel herab vom königlichen Thron.

Alle Enden der Erde sahen die rettende Tat unseres Gottes. * Da sprang dein allmächtiges Wort, o Herr, vom Himmel herab vom königlichen Thron.

Zweite Lesung
Alkuin von Tours († 804) Aus einer Predigt zum Gedenktag des heiligen Willibrord.

Wir wollen unsere Wege nach seinen Spuren ausrichten

Liebe Brüder, wir wollen uns im Herrn freuen und in geistlichem Jubel frohlocken, dass er uns einen solchen Meister des Lebens, Lehrer der Gerechtigkeit und Urheber unserer Einmütigkeit geschenkt hat; denn Willibrord hat uns in dieser heiligen Hürde versammelt und mit gütiger Autorität unterwiesen.

Mit uns soll sich auch alles Volk freuen, das heute zum Geburtsfest unseres heiligen Vaters zusammenströmte und an den Vigilien des apostolischen Mannes in frommer Verehrung teilnehmen wollte.

Ich beschwöre euch, keiner darf im Glauben schwanken, noch an der Vergebung seiner Schuld zweifeln oder an der Frucht und am Erfolg des hingebenden Gebetes. Hat uns Gott doch einen solchen Schutzherrn gewährt! Auf seine Fürsprache schenkt er uns Erhörung, denn je vertrauensvoller wir ihn anrufen, um so eher werden wir erhört. Der Glaube nämlich erlangt alles, wie uns das verlässliche Beispiel dieses heiligen Mannes, dessen Festtag wir heute begehen, vor Augen führt; denn er war schon von Kindheit an bemüht, Gott durch seinen Glauben zu gefallen.

In der Inbrunst seines Glaubens hat er Gott zuliebe Vaterland, Verwandte und Freunde verlassen, die irdischen Güter geringgeschätzt, um die himmlischen zu erlangen. Deshalb hat er auch für seine Mühen die verdienten Erfolge gehabt: Viele Völkerscharen hat er zu Christus bekehrt, viele Heiden von Irrtum und Sünde abgebracht und so, mit Hilfe der göttlichen Gnade, aus Kindern des Zornes Kinder des Erbarmens gemacht. Die Hölle hat er verschlossen, den Himmel aufgetan.

Zahlreiche Völker hat er aufgesucht, um alle auf den Weg der Wahrheit zu führen. Er hat sich selbst nicht geschont, sondern sich unter wilde Stämme begeben, um dort vielleicht die purpurne Krone des Martyriums zu finden. Gott aber hat ihn um des Heiles vieler willen bewahrt: er sollte durch seine Verkündigung höhere Ehre empfangen, als wenn er als einzelner die Krone durch das Martyrium erlangt hätte. Der sich voll Hoffnung abgemüht hat, ist im Frieden entschlafen. Der das zeitliche Leben verlassen hat, hat nun das ewige erlangt. Uns wurde er weggenommen, den Engeln wurde er zugesellt.

Das Beispiel dieses heiligen Meisters möge uns aus unserer Halbherzigkeit und Trägheit aufrütteln. Denn wenn wir seinem heiligen Vorbild folgen, erlangen wir auch den ersehnten Lohn der Seligkeit durch den, der ihn gekrönt hat und uns auf dem Weg zum Ziel hilfreich begleitet, Jesus Christus, unseren Herrn, der mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebt und herrscht in ewiger Herrlichkeit.

Heiliger Willibrord, Bekenner Christi, höre auf die Gläubigen, die zu dir beten, * und sende uns vom Himmel her die Vergebung, die du erwirkst.

Heiliger Willibrord, nimm um des Herrn willen das Flehen deiner Diener in steter Güte auf. * Und sende uns vom Himmel her die Vergebung, die du erwirkst.

Thomas von Kempen († 1471) Aus dem Buch „Nachfolge Christi“.

Die Wirkung der göttlichen Liebe

Etwas Großes ist die Liebe, und sie ist wirklich ein kostbares Gut. Sie allein macht alles Schwere leicht und trägt alles Widrige mit Gleichmut. Sie erträgt Mühen ohne Mühe, und alles Bittere macht sie süß und wohlschmeckend. Die edle Liebe zu Jesus treibt an, Großes zu wirken und stets das Vollkommene zu erstreben. Die Liebe will oben sein und nicht durch niedrige Dinge gehemmt werden. Die Liebe will frei sein und fern jeder weltlichen Neigung, damit sie in ihrem inneren Anschauen durch nichts gehindert und durch keinen zeitlichen Gewinn oder Verlust gestört werde. Nichts ist süßer als die Liebe, nichts stärker, nichts erhabener, nichts umfassender, nichts lieblicher, nichts vollkommener oder besser im Himmel und auf Erden; denn die Liebe ist aus Gott geboren, und nur in Gott, über alles Geschaffene hinaus, vermag sie zu ruhen.

Der Liebende fliegt, läuft und freut sich; er ist frei und durch nichts gefesselt. Er gibt alles für alles und besitzt alles in allem; denn er ruht in dem einen Höchsten, der über allem ist und aus dem alles Gute quillt und hervorgeht. Er sieht nicht auf die Gaben, sondern wendet sich über die Gaben hinaus an den Geber aller Gaben. Die Liebe kennt oft kein Maß, sondern glüht über alles Maß. Die Liebe fühlt keine Beschwerde, achtet keine Mühe, will mehr, als sie vermag, klagt nicht über Unmöglichkeit, weil sie alles zu können und alles zu dürfen meint. Daher ist sie tüchtig zu allem, vollbringt vieles und gelangt da zum Ziel, wo der nicht Liebende ermattet und erliegt.

Die Liebe wacht, und selbst schlafend schläft sie nicht. Ermüdet, wird sie nicht lässig, bedrückt, wird sie nicht niedergedrückt, erschreckt, wird sie nicht verwirrt, sondern dringt wie eine lebendige Flamme, wie eine lodernde Fackel nach oben und bricht sich Bahn. Wer liebt, versteht, was diese Stimme ruft. Ein lauter Ruf in den Ohren Gottes ist die glühende Sehnsucht der Seele, die da spricht: Mein Gott, meine Liebe, du bist ganz mein, ich ganz dein!

Wer nicht bereit ist, alles zu erdulden und in allem dem Geliebten entgegenzukommen, der verdient den Namen eines Liebenden nicht. Der Liebende muss alles Harte und Bittere gern auf sich nehmen um des Geliebten willen, und von ihm sich durch widrige Vorfälle nicht abwendig machen lassen.

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, * ohne die Liebe wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe. * Ohne die Liebe wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Oration

Gott, du Heil aller Menschen, du hast den heiligen Bischof Willibrord gesandt, vielen Völkern die Frohe Botschaft zu verkünden (und unsere Väter im Glauben zu festigen). Höre auf seine Fürsprache und hilf, dass auch wir deine Güte in Wort und Tat bezeugen, damit deine Kirche erstarke und wachse. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Abschluss

Singet Lob und Preis.

Dank sei Gott, dem Herrn.

Mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, vertreten durch das Deutsche Liturgische Institut. © staeko.net

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