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Tageslesung

Donnerstag, 8. Oktober 2026
Erste Lesung
Gal 3,1-5

Ihr unvernünftigen Galater, wer hat euch verblendet?
Ist euch Jesus Christus

nicht deutlich als der Gekreuzigte vor Augen gestellt worden?

Dies eine möchte ich von euch erfahren:
Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes

oder durch das Hören der Glaubensbotschaft empfangen?
Seid ihr so unvernünftig?
Im Geist habt ihr angefangen

und jetzt wollt ihr im Fleisch enden?
Habt ihr denn so Großes vergeblich erfahren?
Wenn es denn vergeblich war!

Warum gibt euch denn Gott den Geist
und bewirkt Machttaten unter euch?
Aus Werken des Gesetzes

oder aus dem Hören der Glaubensbotschaft?

Antwortpsalm
Lk 1,68-69.70-71.72-73.74-75

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!  ∗
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt  ∗
im Hause seines Knechtes David. – (R)

So hat er verheißen von alters her  ∗
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unseren Feinden  ∗
und aus der Hand aller, die uns hassen. – (R)

Er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet  †
und an seinen heiligen Bund gedacht,
 ∗
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit,  †
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit
 ∗
vor seinem Angesicht all unsre Tage. – R

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!

Evangelium

Lk 11,5-13

Bittet und es wird euch gegeben

In jener Zeit

sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn einer von euch einen Freund hat

und um Mitternacht zu ihm geht

und sagt: Freund, leih mir drei Brote;
denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist,

ist zu mir gekommen

und ich habe ihm nichts anzubieten!,
wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe,
die Tür ist schon verschlossen
und meine Kinder schlafen bei mir;
ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben?

Ich sage euch:
Wenn er schon nicht deswegen aufsteht

und ihm etwas gibt,

weil er sein Freund ist,
so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen

und ihm geben, was er braucht.

Darum sage ich euch:
Bittet und es wird euch gegeben;
sucht und ihr werdet finden;
klopft an und es wird euch geöffnet.
Denn wer bittet, der empfängt;
wer sucht, der findet;
und wer anklopft, dem wird geöffnet.

Oder welcher Vater unter euch,

den der Sohn um einen Fisch bittet,

gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange

oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?

Wenn nun ihr, die ihr böse seid,

euren Kindern gute Gaben zu geben wisst,

wie viel mehr wird der Vater im Himmel

den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.

Mit freundlicher Genehmigung der Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, vertreten durch das Deutsche Liturgische Institut.

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