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Nach Protestaktion der "Letzten Generation" im Dom

Bamberger Domkapitel zieht Anzeige gegen Klimaaktivisten zurück

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Eine Skulptur zeigt einen königlichen Reiter auf einem Pferd
Bamberg - Der weltberühmten Skulptur des "Bamberger Reiters" im Dom verpassten sie eine Augenbinde, handelten sich dadurch eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs ein: Doch die Klimaaktivisten haben nun keine rechtlichen Konsequenzen mehr zu fürchten.

Am 2. März hatten Klimaaktivisten der "Letzten Generation" im Bamberger Dom der weltberühmten Skulptur des "Bamberger Reiters" eine Augenbinde verpasst und sich damit eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs eingehandelt. Nun gab das Domkapitel bekannt, dass die Anzeige bereits vor mehreren Wochen zurückgezogen worden sei. Eine Untersuchung hatte ergeben, dass durch die Aktion keine Schäden entstanden waren.

Am Montagabend stellte sich Domkapitular Elmar Koziel einer öffentlichen Diskussion mit Aktivisten, Naturschützern und der Stadtspitze. Koziel sagte, die Kirche teile die Anliegen und Ziele der Klimaschützer. Aus grundsätzlichen Erwägungen heraus sei das Domkapitel jedoch gegen die politische Demonstration im Dom als Sakralraum vorgegangen. "Wenn wir hier nichts unternehmen, kommen andere, deren Ziele wir nicht teilen", sagte er.

Aktivistin: Papst Franziskus folgen

Die an der Aktion beteiligte Aktivistin Heike Kettner rief die Kirche dazu auf, mehr Mut zu haben, unbequeme Dinge zu sagen und Papst Franziskus und seiner Umwelt-Enzyklika "Laudato si" zu folgen. Bambergs Zweiter Bürgermeister und Klimaschutzreferent Jonas Glüsenkamp (Grüne) sagte, eine Kommune dürfe sich durch Rechtsbrüche nicht erpressen lassen. "Ich werbe dafür, dass wir die Klimaschutzziele innerhalb der Demokratie erreichen." Zugleich räumte er ein, dass es dabei zu langsam vorangehe.

Der Landesvorsitzende des Bund Naturschutz, Richard Mergner, sagte, wichtige Veränderungen in der Gesellschaft seien stets durch zivilen Ungehorsam erreicht worden. Die Kirchen sollten nicht nur bei sich selbst Klimaschutzmaßnahmen ergreifen, sondern auch gegenüber dem Staat wortgewaltig Stellung beziehen. (KNA)

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