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Namen von Beisetzungsorten vermittelten viel vom Verständnis des Todes

Bischof Bätzing: Rasanter Wandel in der Begräbniskultur

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Rote Grablichter stehen im Herbstlaub
Limburg - Die Begräbniskultur ändert sich momentan enorm schnell. Friedhöfe bezeugten immer noch das Besondere des christlichen Glaubens, betont Limburgs Bischof Georg Bätzing: die Überzeugung, dass angesichts des Todes noch etwas komme.

Der Limburger Bischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, registriert einen rasanten Wandel in der Begräbniskultur. Bätzing sagte am Mittwoch in seiner Predigt zum Fest Allerseelen im Limburger Dom: "Allein, wie wir die Orte benennen, an denen wir unsere Verstorbenen beisetzen, das vermittelt viel vom Verständnis des Todes an sich." Hinter Begriffen wie Gottesacker, Kirchhof, Friedhof, Ruheforst oder Bestattungswald stünden "je eigene Vorstellungen über das, was wir mit dem Tod verbinden, wie wir über unsere Toten denken, ob wir nach dem Tod etwas erwarten oder nicht".

Viel zurückhaltender als früher bezeugten Friedhöfe noch immer das Besondere des christlichen Glaubens, der angesichts des Todes behaupte: "Da kommt noch was." Der Kultur der Gegenwart würde Wesentliches fehlen, wenn diese Glaubensüberzeugung und Auferstehungshoffnung verstummen würde, sagte Bätzing.

"Friedhöfe gehören zu unserer Kultur", betonte der Bischof. Ein Friedhof sei ein Ort pietätvoller Stille, an dem man durchatmen, zur Ruhe kommen, entspannen und Gedanken fassen könne. "Dieser Ort am Rande der Stadt bewahrt die Namen und Lebensdaten vieler Menschen, er erzählt in der Unterschiedlichkeit der Grabanlagen und oft eindrucksvollen Grabmäler, wie verschieden Menschen gelebt und gewirkt haben." (KNA)

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