Suche
Limburger Bischof Georg Bätzing wehrt sich gegen Verleumdung

Bischof Bätzing verklagt Betreiber von Hetzkampagne

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Frankfurt/Limburg - Seit Ende 2017 steht Limburgs Bischof Georg Bätzing im Kreuzfeuer einer Hetzkampagne. Nun geht das Bistum gerichtlich gegen die vermeintlichen Rädelsführer vor.

Eine monatelange Kampagne radikaler Abtreibungsgegner gegen den Limburger Bischof Georg Bätzing wird zu einem Fall für die Justiz. Vor dem Frankfurter Landgericht sind zwei Unterlassungsklagen Bätzings eingereicht worden, wie Bistumssprecher Stephan Schnelle am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte. Die Klagen richten sich den Angaben zufolge gegen einen Verantwortlichen der "Deutschen Zentrumspartei" und gegen einen Online-Journalisten. Der Bistumssprecher bestätigte insoweit einen Bericht der "Frankfurter Neuen Presse" (Dienstag).

Alle Versuche des Bistums, die Initiatoren der Kampagne außergerichtlich zum Einlenken zu bewegen, seien gescheitert, sagte Schnelle. Sie hätten die geforderte Unterlassungserklärung, dass sie ihre Anschuldigungen nicht wiederholen würden, nicht unterzeichnet. Bereits im Januar hatte die Diözese den Gang zum Gericht in Aussicht gestellt.

Hetzkampagne läuft seit Ende 2017

Die Abtreibungsgegner werfen Bätzing vor, für Abtreibungen zu werben. Sie hatten Ende 2017 tausende Postkarten verschickt, Flyer verteilt und den Bischof als Abtreibungsbefürworter und "Komplizen der Abtreibungsindustrie" bezeichnet. Vor dem Privathaus des Bischofs war zudem ein entsprechendes Banner errichtet worden. Hintergrund war eine kirchliche Internetseite, auf der Hilfsangebote im Hochtaunuskreis, unter anderem auch für die evangelische Diakonie und deren liberalere Schwangerenkonfliktberatung, aufgelistet waren. Der Link zur Diakonie war später gelöscht worden.

In Folge der Kampagne war Bischof Georg Bätzing zudem wegen der Werbung für Abtreibungen angezeigt worden. Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen kurz darauf wieder eingestellt. Das Bistum hat die Vorwürfe mehrfach als infam und unsinnig zurückgewiesen. Schnelle sprach von "Rufmord". Zu behaupten, der Bischof oder das Bistum förderten Abtreibung, sei "großer Quatsch". Bei den Beratungen sowohl der Diakonie wie auch der katholischen Caritas gebe es eine starke "Option für das Leben". (kim/KNA)

kna-katholisch-swarm-node2 (0.003s)