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Synodensekretariat hatte zu entsprechenden Messen aufgerufen

Bischof Genn feiert Gottesdienst in Gedenken für die Weltsynode

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Kevelaer - "In besonderem Gedenken für die Weltsynode" hat Bischof Felix Genn stellvertretend für alle deutschen Bischöfe in Kevelaer einen Gottesdienst gefeiert. Dabei äußerte er sich auch zum Synodalen Weg und dem persönlichen synodalen Weg der Gottesmutter.

Der Münstersche Bischof Felix Genn hat am Mittwoch in Kevelaer einen Gottesdienst "in besonderem Gedenken für die Weltsynode" gefeiert. "Stellvertretend für alle Bischöfe der Deutschen Bischofskonferenz feiere ich den Gottesdienst hier in Kevelaer mit der Bitte um einen fruchtbaren Weg der Weltsynode", sagte Genn.

Zugleich erklärte er, dass beim Synodalen Weg der Kirche in Deutschland deutlich geworden sei, "dass wir in dem Prozess noch manches lernen müssen". Es gebe unterschiedliche Verständnisse, was das Wort "synodal" bedeute. Teils kritisch würden einige Menschen darunter eine "Demokratisierung der Kirche, die eigentlich gar nicht zu ihren Strukturen passt" sehen, andere vor allen Dingen "viele Möglichkeiten und Chancen". Er freue sich deshalb, so Genn, für das Gelingen der Weltsynode zu beten.

"Bedrängte Zeit nicht nur für die Christenheit, sondern die ganze Welt"

Gerade in einer "bedrängten Zeit, in der nicht nur die Christenheit, sondern die ganze Welt lebt" sei es gut, sich an die Trösterin der Betrübten zu wenden, als die Maria in Kevelaer verehrt werde. Der Bischof stellte die Gottesmutter auch in den Mittelpunkt seiner Predigt und nahm Bezug auf die Geschichte der Verkündigung (Lk 1,26–38). Maria offenbare in diesem Text eine grundlegende Haltung, "ohne die eine synodale Kirche nicht fruchtbar sein kann". Zunächst sei sie bereit, zu hören. "Hören ist etwas Tiefes, Aufschließendes gegenüber dem, der spricht", so Genn. Wer genau hinhöre, nehme dazu eine empfangende Haltung ein. Hören bedeute, Wirklichkeiten an- und wahrzunehmen, auch wenn diese erschrecken könnten.

Aus dem Hören sei Maria ins Deuten gekommen, um die Bedeutung dessen, was der Engel verkündet habe, in eine größere Bedeutung zu stellen und schließlich zur Unterscheidung, ob das, was sie gehört habe, lebensdienlich von Gott kommend sei, so Genn weiter. Maria habe in diesem Prozess einen "persönlichen synodalen Weg" erlebt. Der Bischof bat die Gläubigen darum, für das Gelingen der Synode zu beten, "nicht nur am heutigen Tag, sondern auch das ganze Jahr über".

"Gemeinschaft ist unabdingbar, um unsere Sendung als Kirche erfüllen zu können"

"Gemeinschaft, um teilzunehmen an dem, was die anderen bewegt, ist unabdingbar, um unsere Sendung als Kirche erfüllen zu können. Das ist, so glaube ich, was Papst Franziskus im Tiefsten meint, wenn er von einer synodalen Kirche spricht", betonte Genn. Es gehe nicht um Mehrheiten oder Minderheiten, sondern es gehe darum zu integrieren, um noch tiefer zu erkennen, was der Weg des Herrn mit seiner Kirche heute sei: "Ich wünsche uns allen, dass wir in unserem ganz persönlichen Leben bei der Suche nach Entscheidungen, wie auch in unserem kirchlichen Alltag, aus einer Haltung des Hörens hineinfinden in das, was der Herr uns zeigen will. Damit wir das wählen, was vor ihm recht ist."

Das Synodensekretariat in Rom hatte zuletzt alle Bischofskonferenzen weltweit aufgerufen, zum Abschluss des Marienmonats Mai an einem Wallfahrtort im jeweiligen Land eine Messe in besonderem Gedenken für die Weltsynode zu feiern. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hatte Genn gebeten, diesen Gottesdienst für Deutschland in Kevelaer zu feiern. Die Weltsynode selbst findet vom 4. bis 29. Oktober 2023 in Rom statt. Sie steht unter dem Leitwort "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission". Nach Aussage von Papst Franziskus ist ihr Ziel eine Steigerung des Zusammenwirkens der Kirche "in allen Bereichen ihrer Sendung". (stz)

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