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Keine Ausnahme für die Kirchen in Bayern

Bischof Oster: Bedauere Absage von Christmetten nach 21 Uhr

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Passau - Christmetten zur traditionellen Uhrzeit am späten Heiligabend wird es in Bayern dieses Jahr nicht geben. Grund ist eine landesweit geltende Ausgangssperre – ohne Ausnahme. Der Passauer Bischof Stefan Oster bedauert das – auch mit Blick auf die Schutzkonzepte.

Der Passauer Bischof Stefan Oster bedauert, dass in diesem Jahr wegen der ab 21 Uhr geltenden Ausgangssperre auch keine späten Christmetten im Freistaat stattfinden können. Nirgendwo in Bayern habe man davon gehört, dass Gottesdienste Orte gewesen seien, wo sich das Virus besonders ausgebreitet hätte, sagte Oster am Donnerstag dem Bayerischen Rundfunk und fügte hinzu. "Wir haben ziemlich gute Schutzkonzepte." Zudem sei man auch bereit gewesen, noch eins draufzulegen, und hätte jedem, ein Zeugnis ausstellen können, der nachts in der Kirche gewesen sei. "Aber gut, jetzt ist es so, und wir nehmen die Situation an."

Die Adventszeit sei dieses Jahr mit dem Lockdown auch etwas Besonderes gewesen, in der man sich wieder einmal in der Stille auf das Weihnachtsfest habe vorbereiten können, erklärte der Bischof. Zumal die Zeit ja in der frühen Kirchengeschichte eine Fastenzeit gewesen sei. Diese Bedeutung habe sie liturgisch immer noch, dass man sich innerlich vorbereiten sollte "und nicht, dass dann mit dem Heiligen Abend der ganze Trubel vorbei ist". Eigentlich gehe die Weihnachtszeit heute Nacht erst los, so Oster.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gilt in Bayern von 21 bis 5 Uhr eine Ausgangssperre. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bekräftigt, dass diese auch für Gottesdienste gelte und es keine Ausnahmen für Christmetten gebe. Metten beginnen in der Regel gegen 22 Uhr oder später. Die sieben katholischen Diözesanbischöfe Bayerns hatten um eine Ausnahme gebeten. (cph/KNA)

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