Suche
Bayerische Diözese legt Jahresabschluss für 2017 vor

Bistum Augsburg macht erneut deutlichen Gewinn

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Augsburg/Bonn - Das Bistum Augsburg darf sich über eine solide wirtschaftliche Situation freuen. Die Finanzlage im vergangenen Jahr war sogar besser als erwartet – zur Freude so mancher Pfarrei und der Caritas.

Das Bistum Augsburg hat das vergangene Jahr erneut mit einem deutlichen Gewinn abgeschlossen. Im Jahr 2017 erwirtschaftete die Diözese einen Überschuss von 35,6 Millionen (2016: 38,9 Millionen), wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht. Parallel legten auch der Bischöfliche Stuhl, das Domkapitel sowie erstmals der Pfründestiftungsverbund Sankt Ulrich ihre Finanzberichte vor.

Der Überschuss beim Bistum fließe vor allem in die Bauerhaltungs- und die Gewährleistungsrücklage, um für künftige Risiken und Schwankungen des Kirchensteueraufkommens vorzusorgen, hieß es. In der Bilanz wurde damit noch ein Gewinn von 11,5 Millionen Euro (2016: 15,9 Millionen) ausgewiesen. Für 2017 lag die Bilanzsumme damit bei 730,9 Millionen Euro, das Eigenkapital wurde mit 571,5 Millionen Euro beziffert.

Bistum kann Bauvorhaben vorziehen

Eine Steigerung meldete das Bistum bei den Neubau- und Instandhaltungszuschüssen. Diese beliefen sich 207 auf 71 Millionen Euro (2016: 65 Millionen). Die günstige Einnahmesituation habe im zurückliegenden Jahr eine Anhebung des Instandsetzungsetats für die Pfarreien ermöglicht, wodurch einige Bauvorhaben zuschussmäßig hätten vorgezogen werden können. Zudem erhielten der Diözesan-Caritasverband und die ihm angeschlossenen Einrichtungen aufgrund der positiven Lage zum Jahresende 5 Millionen Euro Sondermittel.

Linktipp: Bistum Augsburg legt Doppelhaushalt vor

Das Bistum Augsburg rechnet in den kommenden Jahren mit steigenden Einnahmen aus Kirchensteuern - der Doppelhaushalt für 2017 und 2018 sieht jedoch auch höhere Ausgaben vor. Besonders in einem Bereich. (Artikel von März 2017)

Zum Artikel

Die sehr guten Finanzzahlen verdankt das Bistum einerseits der "erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung des vergangenen Jahres", wie es im Bericht heißt. Die Einnahmen aus der Kirchensteuer stiegen demnach auf 360 Millionen Euro (2016: 341,2 Millionen) und machten knapp 84 Prozent der Gesamterträge des Bistums aus. Daneben werden in Augsburg die Pensionsverpflichtungen vom Bischöflichen Stuhl, einer vom Bistum getrennten Körperschaft, getragen. Dessen Bilanzsumme betrug 630,9 Millionen Euro (2016: 629,2 Millionen), wovon gut 233 Millionen Euro für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zurückgestellt waren. Das Domkapitel schloss das Jahr mit einem Vermögen von etwa 3,7 Millionen Euro ab.

Pfründestiftungen werden in Verband überführt

Erstmals veröffentlichte auch der Katholische Pfründestiftungsverbund Sankt Ulrich seinen Jahresabschluss. In diesem 2016 errichteten Rechtsträger werden in den kommenden Jahren schrittweise die vorhandenen Vermögenswerte der ortskirchlichen Pfründestiftungen im Bistum rechtlich zusammengeführt. Dies geschehe insbesondere zur Verwaltungsvereinfachung und zur effizienteren Bewirtschaftung. Die Bilanzsumme des Verbands belief sich auf 191 Millionen Euro. Das Vermögen war mit gut 117 Millionen Euro überwiegend in Immobilien angelegt.

Die Jahresabschlüsse wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Diözese Augsburg ist mit 13.665 Quadratkilometern Fläche und rund 1,3 Millionen Katholiken das zweitgrößte der sieben katholischen Bistümer in Bayern hinter dem Erzbistum München und Freising. (kim/KNA)

kna-katholisch-swarm-node3 (0.013s)